Bitcoin-ETF, was steckt hinter dieser neue Anlagemöglichkeit?

Bitcoin-ETF, was steckt hinter dieser neue Anlagemöglichkeit?

Nach der Einführung der ersten Bitcoin-ETFs in Kanada und Brasilien, nehmen wir diese genauer unter die Lupe.

Somit kommt die USA immer weiter in Zugzwang, wann wird die Genehmigung der SEC folgen? 

 

In Kürze

  • Aufbau eines Bitcoin-ETFs
  • Vorteile eines Bitcoin-ETFs
  • Gefahren eines Bitcoin-ETFs
  • Stellungnahme SEC
  • Fazit 

Aufbau eines Bitcoin-ETFs

Bei neuen Finanzprodukten ist es sehr wichtig sich im Klaren zu sein, wie diese aufgebaut sind und welche Chancen und Risiken bestehen. Dementsprechend gehen wir kurz und knapp auf die Funktionsweise eines Bitcoin-ETFs ein.

Ein großer Unterschied zwischen einem Bitcoin-ETF und einem „normalen“ ETF besteht nicht. Eine Depotbank, im Falle eines Bitcoin ETFs beispielsweise Coinbase, kauft mit dem Geld der Anleger Bitcoin oder Bitcoin Future Kontrakte. In einem traditionellen ETF werden Basiswerte wie beispielsweise der DAX, S&P 500 oder der MSCI World abgebildet. Bei der Neuauflage wird es sich lediglich um die Anlage in  Bitcoin und Ethereum handeln. Dementsprechend fällt die Streuung sehr gering, gegenüber der Anlage in einen typischen ETF, aus.

Der neu aufgelegte Kanadische ETF legt sowohl in Bitcoin als auch Ethereum an. Nach dem Kauf der ETF Anteile können diese frei an der Börse gehandelt werden und je nach Angebot und Nachfrage schwanken.

Ein weiterer Wichtiger Punkt: Mit der Anlage in einen Bitcoin-ETF wird man nicht Eigentümer des Basiswertes. Großinvestoren müssen sich dahingehend nicht mit der Komplexität eines Bitcoin Kaufes auseinandersetzten, sondern können einfach an der Börse spekulieren. So entsteht kein Unterschied, ob sie einen DAX-ETF oder einen Bitcoin-ETF handeln. Auch allgemeine Marktteilnehmer müssen sich nicht mehr über Bitcoin und sicherheitsrelevante Themen wie Hackerangriffe, Diebstähle oder die Aufbewahrung in einem Wallet Gedanken machen. Die ETFs wären gegen diese Risiken versichert, da die Depotbanken verpflichtet werden könnten, nur transparente Datenquellen im Zusammenhang mit Bitcoin Transaktionen auszuwählen.

Vorteile eines Bitcoin ETFs

Wie zuvor bereits erwähnt, wird die Spekulation auf Bitcoin erleichtert. Die Gefahren von gehackten oder insolventen Kryptobörsen und kompromittierten Wallets fallen weg. Allgemein würde der Bitcoin weiter an Bekanntheit gewinnen, da nach der Zulassung der ersten Bitcoin-ETFs sehr wahrscheinlich weitere aufgelegt werden. Der Bitcoin-ETF könnte sich als neues Finanzprodukt sowohl bei Großbanken, Großinvestoren als auch bei Privatpersonen etablieren.

So wird der Bitcoin oder allgemein Kryptowährungen immer mehr zur Normalität und im allgemeinen Sinne von der Gesellschaft akzeptiert. So könnten die Bitcoin-ETFs oder weitreichender, die Krypto-ETFs von Hedgefonds, Banken und auch Privatanlegern genutzt werden und in Zukunft nicht nur als Zahlungsmittel sondern auch als Anlage zum Alltag gehören.

Gefahren eines Bitcoin ETFs

Es ist schwierig von einem Bitcoin-ETF zu sprechen, da die Grundidee eines solchen Indexproduktes schlicht und ergreifend nicht zutrifft. Ein ETF sollte Streuung mit sich bringen, um langfristig und zielorientiert in einen Index investieren zu können, dies ist bei einem Bitcoin-ETF nicht gegeben. Des Weiteren ist bei einem solchen Produkt hohe Vorsicht geboten, es handelt sich auch hier um eine indirekte Anlage in Bitcoin. Ein ETF macht es unerfahrenen Privatanlegern sehr leicht zu investieren, obwohl diese eventuell nicht in der Lage sind, sich ausreichend über dieses Finanzprodukt zu informieren.

Dementsprechend argumentiert die SEC mit der Absicht, Anleger vor Risiken zu schützen.

Es sollte jedem, der sich in Zukunft für ein derartiges Finanzprodukt interessiert nahegelegt werden, sich eingehend mit den Hintergründen und Funktionsweisen zu beschäftigen. Es handelt sich hier um Bitcoin, welches ein hochriskantes Investment darstellt. Da es sich bei der Anlage in einen Bitcoin-ETF um eine indirekte Anlage in BTC, über einen Drittanbieter handelt, verliert man jegliche Kontrolle über diesen.

Stellungnahme SEC

Jay Clayton, der ehemalig Vorsitzende der Securities and Exchange Commission „SEC“, lehnte seit längerer Zeit Anträge auf Bitcoin-ETFs ab. Obwohl dieser ist keinesfalls ein Verfechter von Bitcoin ETFs ist, spricht er vielmehr über einige Punkte, welche unbedingt vor der Auflegung eines Bitcoin ETFs geregelt werden müssen, um sowohl den Markt als auch Anleger zu schützen.

Werfen wir einen Blick auf die bisher genannten Gründe für die Ablehnungen:

  • fehlende Marktüberwachung

Da die meisten Kryptowährungsbörsen nicht die gleichen Überwachungstools wie Börsen verwenden, sagte Clayton, dass Investoren möglicherweise keine faire Einschätzung des Bitcoin-Preises erhalten.

  • Missbrauch und manipulative Aktivitäten

Die New York Stock Exchange und die Nasdaq verfügen über sogenannte „Überwachungssysteme“ oder Systeme, die missbräuchliche und manipulative Aktivitäten an den Börsen überwachen, verhindern und untersuchen. Diese Art von Sicherheitsvorkehrungen gibt es derzeit nicht an allen Börsenplätzen, an denen digitale Währungen gehandelt werden.

  • Sorgerecht muss “verbessert” werden

Die sichere Aufbewahrung dieser Assets ist ein großes Hindernis. Während der Preis von Bitcoin selbst sicherlich volatil ist, könnten Anleger auch einem Diebstahlrisiko des Basiswerts ausgesetzt sein. Es wichtig, dass die Vermögenswerte, die diesem ETF zugrunde liegen, gut verwahrt werden und nicht verschwinden.

Es gibt Dutzende von Lösungen zur Verwahrung von Kryptowährungen, die entweder angekündigt wurden oder bereits auf dem Markt sind. Fidelity gab im Oktober letzten Jahres bekannt, dass es ein separates Unternehmen gründet, das die Verwahrung von Kryptowährungen und die Handelsausführung für institutionelle Anleger übernimmt.

Einiger dieser Argumente gegen Bitcoin-ETFs wurden bereits beseitigt bzw. Lösungsvorschläge bereitgestellt.

Da die Zeit von Jay Clayton seit dem 14. September gezählt ist, waren viele der Überzeugung, dass es mit dem grünen Licht für den Bitcoin-ETF unter der Führung des neuen Vorsitzenden Gary Gensler nun schneller geht. Doch auch Gensler stellte schnell klar, dass er Bedenken hinsichtlich des Anlegerschutzes hat. Er geht davon aus, dass mit diesem Finanzprodukt viele Menschen verletzt werden könnten, dementsprechend ist es von größter Bedeutung Vorschriften zum Schutz von Anlegern einzuführen.

Gary Gensler weiter:

Mein Hauptaugenmerk liegt auf einem Bitcoin ETF, der in Future-Kontrakte investiert, welcher an der Chicago Mercantile Exchange gemäß dem Investment Company Act von 1940 gehandelt werden kann. Dadurch wird erheblicher Schutz für Anleger von Investmentfonds und ETFs sichergestellt.

Fazit

Ein Bitcoin ETF wird in Zukunft ein Finanzprodukt darstellen, welches viele Portfolios bereichern wird. Es bringt die Möglichkeit leichter und schneller in Bitcoin zu investieren und von Schwankungen zu profitieren. Dennoch ist es wichtig, gewisse Grundvoraussetzungen zu beachten, da es sich ebenfalls um ein frei zugängliches Finanzprodukt handelt, welches jeder Marktteilnehmer kaufen und verkaufen kann.

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Wird im Oktober der erste Bitcoin-ETF von der SEC genehmigt?

Wird im Oktober der erste Bitcoin-ETF von der SEC genehmigt?

Hat das lange Warten auf einen Bitcoin-ETF bald ein Ende? Mike McGlone, der Intelligence Commodity Strategist von Bloomberg, geht von einer Zulassung der SEC Richtung Oktober aus.

In Kürze 

  • Gründe für die Zulassung
  • Kapitalabfluss aus Gold und Silber ETFs
  • Bedeutung für den Bitcoin

Gründe für die Zulassung

Ihm zufolge könnte bereits Ende nächsten Monats der erste Bitcoin-ETF in den USA zugelassen werden. In einem Interview mit Stansberry Investor sagte der Stratege, dass der Hauptgrund für einen solchen Schritt der Wettbewerbsvorsprung sein könnte, den USAs nördlicher Nachbar Kanada derzeit habe.

McGlone:

Es orientieren sich immer mehr Investoren aus den USA nach Kanada, um dort Interesse an einem Bitcoin-ETF […] zu bewerben, nun muss die USA handeln, um vorhandenes Kapital nicht zu missen.

Eine derzeitige Star Investorin hat kürzlich ebenfalls Interesse an einem kanadischen Bitcoin-ETF bekundet. Es handelt sich um niemand geringeren als die Star Investorin Cathie Woods mit ihrem ARK Invest ETF.

Ein Bitcoin-ETF in den USA war für Woods und andere gleichgesinnte Investoren schwer fassbar. Ein Dutzend Anträge lehnt die SEC in den letzten acht Jahren ab oder verzögerte diese. Die SEC äußerte Bedenken über die starke Volatilität und potenzielle Risiken von Marktmanipulationen. ARK hat sich mit der in der Schweiz ansässigen 21 Shares zusammengetan, um einen Antrag zu stellen.


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Kapitalabfluss aus Gold und Silber ETFs

Des Weiteren weißt McGlone darauf hin, dass derzeit immer mehr Geld aus Gold ETFs abfließt und in Bitcoin und andere Kryptowährungen umgeschichtet wird.

Bereits seit Anfang der Jahres sind Abflüsse in Gold ETFs erkennbar. Auch die Silber ETFs weisen einen hohen Abfluss seit Jahresanfang auf.

Das abgeflossene Geld könnte eine Alternative in einem Bitcoin ETF finden.

Hier handelt es sich um absurde Summen, welche nicht unterschätzt werden dürfen. 

Was bedeutet dies für den Bitcoin

Aufgrund der institutioneller Zuflüsse in den BTC-Markt könnte eine Bewertung von 100.000 USD erreicht werden.

Wie McGlone bereits am 16. September mit einem Post ankündigte 

Kann Bitcoin 2021 100.000 US-Dollar erreichen?

Fünf Charts zeigen Potenzial – Vergangene #Bitcoin-Handelstrends und das rückläufige Angebot der Kryptowährungen im Vergleich zur Mainstream-Akzeptanz deuten auf einen deutlichen Fortschritt im Jahr 2021 hin, möglicherweise auf 100.000 USD

– Mike McGlone (@mikemcglone11) 16. September 2021

Wird Bitcoin zur Währung der Pornoindustrie?

Wird Bitcoin zur Währung der Pornoindustrie?

Wegen Vorwürfen illegaler Inhalte musste Pornhub im letzten Jahr viele Regeln ändern um eine Zusammenarbeit mit Mastercard und Visa aufrecht zu erhalten. Auch Onlyfans hat Probleme mit seinen Zahlungsdienstleistern. Kann Bitcoin in Zukunft die Zahlungen für die Pornoindustrie abwickeln?  

In Kürze 

  • Wie viel Geld steckt in der Pornoindustrie?
  • Welche Vorteile hätte Bitcoin durch diese Umstellung?
  • Wäre Bitcoin eine alternative sich aus den Zwängen und Regeln der Banken zu befreien?

Mastercard und Visa beenden Zusammenarbeit

Bitcoin Währung Pornoindustrie

Sowohl Mastercard als auch Visa beendeten im letzten Jahr die Zusammenarbeit mit Pornhub.

Mastercard erklärte hierzu: 

Unsere Untersuchung in den vergangenen Tagen hat die Tatsache bestätigt, dass die Website gegen unsere Normen und gegen sittenwidrige Inhalte verstößt.

Dies zeigt im allgemeinen das Problem, welches Adult-Content-Plattformen mit Zahlungsdienstleistern haben. Keiner möchte die Zusammenarbeit und wenn, nur mit Vorschriften. Amerikanische Bankensysteme arbeiten systematisch daran, einen ganzen Sektor der Gesellschaft mit Regeln einzuschränken.

So plant auch Onlyfans in Zukunft sexuelle Inhalte gegen Druck von Bankpartner zu verbieten.

Dementsprechend wird bereits seit längerer Zeit darüber nachgedacht, alle Zahlungen an die Pornoindustrie als auch an Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen auf Bitcoin umzustellen.

Wie viel Geld steckt in der Pornoindustrie?

Ein paar Fakten zu den Umsätzen und Clickzahlen der Pornoindustrie:

  • Verkauf und Verleih pornografischer Filme: 3,6 Milliarden US Dollar (Jährlich)
  • Nutzung über Internetplattformen: 2,84 Milliarden US Dollar (Jährlich)
  • Magazine: 0,95 Milliarden US Dollar (Jährlich)
  • 25% (68 Millionen) aller Anfragen im Internet drehen sich um Pornografie (täglich)

Die Benutzerzahlen der größten Pornoplattform verlaufen sich auf 1,63 Milliarden Aufrufe im Monat. Hier handelt es sich lediglich um eine von vielen Plattformen.

Die neu aufkommende, immer bekannter werdende Plattform Onlyfans bringt es alleine im vergangen Jahr auf einen Umsatz von 2,2 Milliarden Dollar.

Onlyfans wird als soziales Netzwerk gesehen auf dem Beiträge, Fotos und Videos geteilt werden können. Anders als bei Facebook oder Instagramm steht den Nutzern jedoch frei, Ihre Profile kostenpflichtig zu machen. Das heißt, Follower bzw. Fans müssen eine gewisse monatliche Abogebühr zahlen, um Inhalte sehen zu können.

Wie wir sehen, steckt ein enormes Potential und Milliarden Geschäft in der Pornoindustrie und Onlyfans.

Wäre Bitcoin eine Alternative, um sich aus den Zwängen und Regeln der Banken zu befreien?

Bisher können sich Sexarbeiterinnen und Onlineplattformen nicht auf die Zahlungen in Bitcoin verlassen, da lediglich eine geringe Anzahl an Kunden bereit sind in Bitcoin zu bezahlen.

Des Weiteren ist vielen nicht bewusst, dass sie in Bitcoin zahlen können. Würden Schritt für Schritt alle Zahlungen in Bitcoin umgestellt werden und die Pornoindustrie aktiv Bitcoin bewerben, könnte sich das Blatt wenden.Die Pornoindustrie wäre nicht mehr abhängig von einzelnen Finanzdienstleistern und deren Regeln.

Sexarbeitern und Sexarbeiterinnen würde es die Freiheit geben Ihre Zahlungen selbst zu verwalten und mehr Kontrolle und Sicherheit zu erlangen. Es ergeben sich mehr Freiheiten in der Branche, die Darsteller und Darstellerinnen wären in Zukunft nicht mehr abhängig von Studios oder Managern.

Welche Vorteile hätte Bitcoin durch diese Umstellung?

Auch wenn die Pornoindustrie als „verrucht“ gilt und es oftmals unangenehm ist über sie zu sprechen, steckt ein Milliarden Geschäft dahinter, deren sich die meisten Menschen bedienen. Falls Bitcoin die kompletten Zahlungen dieser Branche abwickelt,  müssten alle Nutzer auf Bitcoin umsteigen um Inhalte weiter sehen zu können.

Bitcoin würde eine anonyme Alternative gegenüber anderen Zahlungsdienstleistern wie beispielsweise Paypal bieten und könnte somit in Zukunft die Branche alleine bedienen. Jeder der sich weiterhin Inhalte der Pornoindustrie kaufen möchte oder ein Abo abschließt müsste auf Bitcoin zurück greifen.

Dies entspricht dem Grundgedanken des Bitcoins, weg von Banken und deren Regeln und Sanktionen hin zur freien Gestaltung von Medien und deren Zahlungsabwicklung.

Natürlich ist dies zu Anfangs Zukunftsmusik und es wird noch einige Zeit dauern, bis dahingehend Fahrt aufgenommen wird. Dennoch sehe ich die Umstellung einer ganzen Branche auf Bitcoin als einen großen Gewinn.

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Crypto Crime: Ein noch unbekanntes Rechtsgebiet

Crypto Crime: Ein noch unbekanntes Rechtsgebiet

Krypotwährungen werden immer öfter für illegale Zwecke missbraucht, ob für Geldwäsche von kriminellen Organisationen, Abwicklungen illegaler Zahlungsströme oder Erpressungen. Zuletzt wurde des öfteren über verschiedene Millionen Dollar Hacks oder Ransomware berichtet.

 

  • Was ist Crypto Crime?
  • Anstieg von Crypto Crime?
  • Wie gestaltet sich die Rechtslage rund um Crypto Crime?

Was ist Crypto Crime?

Crypto Crime ist ein neues Rechtsgebiet, welches Straftaten verschiedenster Art im Zusammenhang mit Kryptowährungen bündelt. Beispielsweise verwenden Kriminelle digitale Währungen als Geldersatz und waschen so illegales Geld mithilfe von kryptischen Währungen, bis es legal ist.

Neben der Geldwäsche fällt auch der Handel mit illegalen Waren oder das verdeckte Mining in diesen Bereich. Das Rechtsgebiet ist noch sehr jung und dementsprechend wird es von Tag zu Tag weiterentwickelt.

crypto crime

Anstieg von Crypto Crime

Alleine die Polizei von Hongkong verzeichnete in der ersten Hälfte diesen Jahres 496 Fällen von Crypto Crime im Gesamtwert von 214,4 Millionen HK$ (27,59 Millionen US-Dollar). Ein deutlicher Anstieg gegenüber 2020, da im gesamten Jahr 494 Fälle über 114,4 Millionen HK$ (14,72 Millionen US-Dollar) gemeldet wurden.

Chefinspektor Lester Ip Cheuk- yu über den Anstieg:

Die Leute sind auch mehr zu Hause geblieben, was bedeutet, dass sie mehr Zeit im Internet verbringen, sodass Betrüger mehr Möglichkeiten haben, sie online zu erreichen. Dies ist ein Trend nicht nur in Hongkong, sondern auf der ganzen Welt.

In den USA sind die gemeldeten Fälle von Crypto Crime zwischen 2017 und 2020 um 300% gestiegen, alleine im letzten Jahr wurde von 82.135 Fällen berichtet.

In Deutschland gibt es keinerlei Auskünfte über Crypto Crime. Es werden keinerlei Daten in diesem Bereich gesammelt, die polizeiliche Kriminalstatistik weißt keinerlei Fälle aus.

Wie gestaltet sich die Rechtslage rund um Crypto Crime?

Im rechtlichen Sinne gelten Kryptowährungen weder als Geld, noch als körperliche Sachen im Sinne von Art. 641 ff. Zivilgesetzbuch. Das Zivilrecht tut sich schwer damit, diese Einheiten zu kategorisieren. Welche rechtlichen Eigenschaften diese Währungseinheit bei einer Übertragung aufweist, beispielsweise bei fehlerhafter Übertragung durch Irrtum, Diebstahl (Hacker) oder Identitätsdiebstahl ist fraglich.

Beispielsweise könnte Diebstahl durch Hacking nicht als Diebstahl im Sinne des Strafgesetzbuches gehandhabt werden sondern in den Bereich des Computerstrafrechtes fallen. (§202a ff. StGB, Ausspähen/Abfangen von Daten) sowie §§ 303a ff. StGB (Veränderung von Daten und Computersabotage).

Kryptowährungen können nicht in ein bestehendes Konstrukt eingereiht werden. Viele Experten vertreten daher die Meinung, dass es sich um eine Art Wertdaten handelt. Da beispielsweise die Theorie, dass es sich bei Kryptowährungen um Wertpapiere handelt im Zivilrecht ausgeschlossen werden kann, da eine Urkunde fehlt.

Im allgemeinen ist es wichtig zu beachten, dass es im Zusammenhang mit Kryptowährungen noch keine einschlägigen Gerichtsurteile gegeben hat, dementsprechend sind alle aufgeführten Informationen lediglich Vermutungen mit Gesetzesbezug. Die Schwierigkeit zu einem Urteil zu kommen, sehen wir zurzeit bei den Rechtsstreitigkeiten zwischen Ripple und SEC.

Es bleibt somit abzuwarten, wie die ersten Rechtsprechungen und sachgerechte Lösungen aussehen.

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Wird der XRP Kurs durch neue Ripple Sidechains im XRP-System beflügelt?

Wird der XRP Kurs durch neue Ripple Sidechains im XRP-System beflügelt?

CTO David Schwartz gab Neuigkeiten über die Entwicklung von Federated Sidechains für den XRP-Ledger bekannt. Hat das Ripple Sidechain Update das Potenzial, den Kurs zu beflügeln?

In Kürze

  • SEC Klage
  • Aussichten und Ankündigung von Ripple Sidechains
  • Update zum Kryptomarkt

Was sind Federated Sidechains? 

Ripple SidechainsDie Sidechains ermöglichen es neue Lösungen auszuprobieren, um beispielsweise Skalierungsprobleme zu lösen oder neue Funktionen in etablierte Blockchainsysteme zu integrieren.

Darüber hinaus ermöglichen Federated Sidechains Spezialisierungen, so können zum Beispiel die Entwickler die Leistungsfähigkeit von XRP auf einer Sidechain genießen, welche als eigene Blockchain fungiert.

Als Bindeglied zwischen XRP und den anderen Chains wird der Federator fungieren, welchen es noch zu entwickeln gilt. Somit können zukünftig auch Smart Contracts und DeFi-Protokolle über eine Sidechain ausgeführt werden. Die Verwendung von Sidechains kann das XRP-System effizienter machen und dessen Funktionalität erweitern. 

Ausblick von CTO David Schwartz

Durch das Verbundsystem ergibt sich ein risikoarmer Ansatz, Fähigkeiten zu skalieren und eine einfache Unterstützung für neue Blockchain Experimente zu bieten. Dadurch ergibt sich eine langfristige Sichtweise und ein kontinuierliches Feedback zur neuen Sidechain Entwicklung.

Es wird von Ripple eine Software angeboten, die auf der einen Seite mit dem XRPL-Netzwerk und auf der anderen Seite mit einer oder mehreren Sidechains verbunden ist. Jeder von ihnen fungiert als eigene Blockchain, aber sie verwenden XRP. Darüber hinaus unterstützt das Verbundsystem die Übertragung von XRP und gibt Token zwischen ihnen und dem Hauptbuch aus.

Nutzungsweise der Sidechains für Ripple 

Jede Sidechain hätte ein Trusted Konto auf dem XRP-Mainnet. Dieses Konto kann im Namen der Benutzer der Sidechain Vermögen auf der XRPL halten. Jede Sidechain kann XRP als natives Asset verwenden oder ihr eigenes neues natives Asset haben. Im ersten Fall enthält das Sidechain-Konto im Mainnet die Summe seiner treuhänderisch verwalteten XRP-Bestände für die Verwendung in der Sidechain. In letzterem kann das Hauptnetzwerk-Sidechain-Konto verwendet werden, um das neue native Asset an das XRPL-Mainnet auszugeben.

Fazit

Die vorgeschlagenen Sidechains bieten für XRP enorme Möglichkeiten ihr System zu erweitern und zu verbessern. Dementsprechend wurde der Post von CTO Schwartz von der Community sehr gut aufgenommen. Wir werden in Zukunft sehen wie die Einbindung der Sidechains genau funktionieren wird.

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