Bitcoin Händler bankrott

von | Jul 6, 2020 | News

Der afrikanische Bitcoin Händler unterschlug Geld von seinen Kunden. Diese setzten Inkassounternehmen auf ihn an. Insgesamt fehlen 13,3 Millionen US-Dollar der Kunden.

VaultAge Solutions

Der Unternehmer und CEO von VaultAge Solutions, Willie Breedt, gründete das südafrikanische Finanzdienstleistungs-Geschäft im Jahr 2018. Über die Plattform ist es den Kunden des Unternehmens möglich, Handel mit Kryptowährungen zu betreiben. Das besondere an diesem Unternehmen ist es, dass der Handel bereits ab einer Einahlung von 50 USD ermöglicht wird. Für das angelegte Geld erhalten die Kunden wöchentliche Renditen.

Bislang hatte das Unternehmen nie mit schlechten Schlagzeilen zu kämpfen. Alle Kunden waren zufrieden mit den Leistungen, die die Plattform für sie erbrachte. Rund 2.000 Investoren konnte sich das Unternehmen so sichern. Jetzt müssen diese jedoch um ihre angelegten Gelder mit einem Gesamtbetrag von rund 227 Mio. R (Südafrikanischer Rand) bangen. Dies entspricht einem Wert von ca. 13,35 Millionen US-Dollar.

Der Betrug

Bitcoin

Den Investoren ist aufgefallen, dass die Zahlungen von Vaultage Solutions nicht mit dem Zahlungsbelegen übereinstimmten. Ein Kunde bekam anstatt R2 Mio ($117.511) gerade einmal R20.000 ($1.175). In weiteren Fällen wurde der Betrag meist auch auf ein einhundertstel der ursprünglichen Redite gekürzt. Daraufhin wurden diese misstrauisch und versuchten Breedt zu kontaktieren. Dieser versicherte, die ausgebliebenen Zahlungen nachwirkend zu versenden.

Das war wohl jedoch nur ein Trick, um die Investoren zu beruhigen. Das ließen sich einige Investoren nicht bieten, warteten nicht auf staatliche Unterstützung, sondern handelten auf eigene Faust. Einige wütende Kunden, darunter ein Oberst der South African National Defence Force, schlossen sich zusammen und engagierten ein privates Inkassounternehmen, das ihn ausfindig machen und dazu bringen sollte, das Geld an die ursprünglichen Besitzer zu überweisen.

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Bleedt verschwindet

Ab diesem Zeitpunkt war Bleedt klar, dass er in Gefahr sei. Er ging zur Polizei in Jeffreys Bay und meldete einen „Einschüchterungsfall“. Dies war ihm jedoch nicht Schutz genug – verständlich, wenn man bedenkt, dass die wohlhabenden Investoren noch weitere Schritte gehen würden, um an ihr Kapital zu gelangen.

Aus Angst vor weiteren Konsequenzen verschwindet Bleedt von der Bildoberfläche. Mit der Hilfe eines Freundes konnte er sich zwei Wochen lang vor der Justiz verstecken. Letztendlich fand man ihn jedoch in einem Gästehaus wieder, in dem er unter falschem Namen eingecheckt war.

 

 

Gibt es das Geld zurück?

Die Ermittler konfiszierten alle elektronischen Geräte, die sich im Haus von Breedt, sowie im Gästehaus, in dem er sich versteckt gehalten hatte, befanden. Derzeit untersuchen sie die Geräte und versuchen Transaktionen zu finden, die Aufschluss über den Verbleib des Geldes geben könnten. Zudem wurde eine Nano-Wallet, wahrscheinlich ein Ledger Nano Gerät, bei Breedt entdeckt.

Alle Konten von Breedt wurden eingefroren, sodass kein Geld mehr von ihnen verschoben werden kann. Es werden auch die Konten der Mitarbeiter von VaultAge Solutions untersucht. Die Firma wurde vorerst als bankrott erklärt.

Bislang ist Breedt noch auf freiem Fuß und behauptet, dass der fehlende Betrag der Auszahlungen einem technischen Fehler zugrunde liegt.

Schutz vor Betrügern

Immer wieder kommt es zu Vorfällen, wo Einzelpersonen oder Personengruppen über die verschiedensten Betrügereien Geld zu ergattern. Aus diesem Grund ist es immer wichtig, sich über das Unternehmen/die Person/andere zu informieren und sich selbst eine Meinung darüber zu bilden wie seriös es ist. Wir wollen dir dabei helfen, dich vor Scams im Kryptobereich zu schützen. Hierfür haben wir einige Punkte zusammengefasst, an denen man Scams erkennen kann. Diese Liste findest du hier!

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Jonas ist Gründer des Krypto-Guru Blogs und vollendet gerade seinen Bachelor of Science. Er gibt sein angeeignetes Wissen über Kryptowährungen und die dazugehörige Blockchain-Technologie leicht verständlich weiter.

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[Bildquelle: Adpic]


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