Die Bitcoin Kaufzone im adaptiven Bewertungsmodell von CryptoQuant hat zum dritten Mal seit Anfang 2025 ein Extremniveau erreicht. Der aktuelle Marktpreis liegt deutlich unter dem durchschnittlichen Einkaufspreis der letzten 365 Tage. Zweimal zuvor folgte auf dieses Signal ein deutlicher Anstieg.
Bitcoin Kaufzone im Bewertungsmodell: Der Marktpreis liegt unter dem durchschnittlichen Einkaufspreis
Das Modell vergleicht den aktuellen Marktwert aller Bitcoin mit dem sogenannten realisierten Wert. Der realisierte Wert misst, zu welchem Preis jeder einzelne Bitcoin zuletzt bewegt wurde, also den durchschnittlichen Einkaufspreis aller Halter. Wenn der Marktpreis deutlich darunter fällt, bedeutet das: Die Mehrheit der Halter sitzt auf Verlusten.
CryptoQuant berechnet daraus einen Wert, der auf einer Skala anzeigt, wie extrem die Abweichung ist. Der aktuelle Stand liegt bei minus 3 auf der 365-Tage-Skala, was als Akkumulationszone gilt.

Quelle: Cryptoquant
Krypto-Analyst Cryptotice veröffentlichte den Chart auf X mit der Einordnung, dass die Verkäufe ein historisches Kapitulationsniveau erreicht hätten. Drei grüne Kreise markieren die Extremwerte seit Anfang 2025. Doch die Bezeichnung „final flush” ist Interpretation, kein Datenbefund. Denn nicht jedes Mal kam der Boden sofort.
Bitcoin Kaufzone im März 2025 führte zu einem Anstieg von über 50 Prozent
Der erste Extremwert trat im März 2025 auf, als Bitcoin bei rund 80.000 US-Dollar handelte. Danach folgte ein Anstieg auf über 126.000 US-Dollar bis Oktober 2025, ein Plus von mehr als 50 Prozent. Dieser Datenpunkt stützt das Modell.
Der zweite Extremwert im November 2025 erzählt eine andere Geschichte. Bitcoin stand bei etwa 90.000 US-Dollar und fiel danach weiter auf unter 67.000 US-Dollar. Wer beim zweiten Signal kaufte, saß monatelang im Minus.
Der dritte und aktuelle Extremwert liegt bei einem Kurs von rund 67.000 US-Dollar. Ob er dem Muster von März 2025 oder November 2025 folgt, ist offen.
Wichtig ist zudem: Der klassische Bewertungsindikator, der die gesamte Bitcoin-Geschichte und nicht nur die letzten 365 Tage einbezieht, zeigt aktuell kein Kapitulationsniveau sondern neutrale Werte. Die adaptive Variante reagiert empfindlicher und erzeugt deshalb häufiger Extremsignale. Beides gleichzeitig zu betrachten ist entscheidend.
Bitcoin Kaufzone trifft auf institutionelle Nachfrage die es 2023 noch nicht gab
Der Kontext hat sich seit dem letzten Zyklus grundlegend verändert. Spot-ETFs absorbieren wöchentlich dreistellige Millionenbeträge. Strategy hält über 762.000 BTC. Die Börsenreserven sind auf den tiefsten Stand seit 2018 gefallen.
Das bedeutet: Während der Marktpreis Panik signalisiert, schrumpft das tatsächlich handelbare Angebot. In früheren Zyklen fehlte diese strukturelle Nachfrage. Ob das den Boden schneller stabilisiert, bleibt abzuwarten.
Wer die Bitcoin Unterbewertung im adaptiven Modell als alleiniges Kaufsignal interpretiert, übersieht die Einschränkungen. Drei Datenpunkte in 14 Monaten reichen nicht für eine statistische Aussage. Der empfindlichere Indikator zeigt stärkere Signale als die Gesamthistorie rechtfertigt.
Doch wer versteht, dass bei einem Vermögenswert mit festem Angebot von 21 Mio. Einheiten jeder Moment, in dem die Mehrheit unter ihrem Einkaufspreis verkauft, historisch eine Zone war in der langfristiges Kapital eingestiegen ist, erkennt in der aktuellen Lage weniger ein Timing-Signal als eine strukturelle Gelegenheit.
Wir berichteten über den Produktionskosten-Indikator, der ebenfalls eine Bitcoin Kaufzone auf Zyklusboden-Niveau anzeigt.





