Die Bitcoin Zuflüsse in börsengehandelte Produkte drehen nach sechs Monaten Abfluss. Fidelity-Makrostratege Jurrien Timmer veröffentlichte am 3. April einen Chart, der die kumulative Kapitalentwicklung von Bitcoin- und Gold-ETPs seit Januar 2024 gegenüberstellt. Die Daten zeigen eine klare Gold Bitcoin Rotation, die sich nun umzukehren beginnt.

Fidelity-Daten zeigen: Gold verliert Momentum, Bitcoin stabilisiert sich

Der von Fidelity veröffentlichte Chart basiert auf Daten von FMRCo und Bloomberg mit Stand 30. März 2026. Bitcoin-ETPs erreichten im August 2025 einen kumulativen Höchststand von 61,4 Mrd. US-Dollar an Zuflüssen seit Januar 2024. Seitdem sind die Bitcoin Zuflüsse auf 54,5 Mrd. US-Dollar gefallen, ein Rückgang von knapp 7 Mrd. innerhalb von sechs Monaten.

Gold & Bitcoin ETP Flows Chart

Im gleichen Zeitraum stiegen die kumulativen Zuflüsse in Gold- und Silber-ETPs von 17,6 Mrd. auf 27,4 Mrd. US-Dollar. Die Datenquelle ist Fidelitys eigene Research-Abteilung, die den 2026 Look Ahead Report als Rahmen für die Analyse nutzt.

Fidelitys Director of Global Macro Jurrien Timmer erklärte am 3. April auf X:

Below we can see that when Bitcoin peaked last October, the ETP flows left Bitcoin and jumped on the gold bandwagon. Now that gold has lost its mojo while Bitcoin is finding its footing, the flows have reversed. To me this is a good way to think about why gold has started acting like Bitcoin and bitcoin has started acting like gold.

Gold-Zuflüsse verdoppelt, Bitcoin-Zuflüsse gebremst: Die Zahlen seit Oktober

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Die Gold Bitcoin Rotation begann im Oktober 2025, als Bitcoin sein Allzeithoch von rund 126.000 US-Dollar erreichte. Anleger zogen Kapital aus Bitcoin-ETPs ab und schichteten in Gold um.

Die Gold-ETP-Zuflüsse haben sich seit Oktober nahezu verdoppelt, während die Bitcoin Zuflüsse um rund 11 % unter ihren Höchststand fielen. Der Chart markiert diese Phase explizit mit einer Annotation als „rotation from BTC to gold“.

Entscheidend ist die ETP-Infrastruktur, die diese Kapitalverschiebung überhaupt erst in diesem Tempo ermöglicht. Ohne regulierte, börsengehandelte Produkte für beide Assetklassen wäre eine Rotation dieser Größenordnung innerhalb weniger Monate nicht möglich.

Von der Gold-Euphorie zurück zu Bitcoin: Was hinter der Trendwende steckt

Timmer sieht die aktuelle Phase als Umkehr. Gold habe sich zuletzt überraschend schwach verhalten, obwohl geopolitische Unsicherheit typischerweise Edelmetalle stützt. Als Gründe nennt er eine Sentimentwende bei kurzfristigen Anlegern und geopolitisch erzwungene Reserveverkäufe einzelner Staaten. Bitcoin konsolidiere dagegen im Bereich von 65.000 bis 70.000 US-Dollar und bilde nach dem Drawdown von 126.000 auf 60.000 US-Dollar eine Basis.

Die Daten zeigen ein wiederkehrendes Muster: Kapital wandert zwischen den beiden Wertspeichern je nach Risikostimmung und Momentum. Das ist keine Schwäche eines der beiden Assets, sondern ein Hinweis auf die zunehmende Infrastruktur, die institutionelles Kapital zwischen beiden Märkten fließen lässt.

Wer versteht, dass ein Asset mit fester Obergrenze von 21 Mio. Einheiten bei rückkehrendem Kapitalfluss anders reagiert als ein Rohstoff mit variabler Förderung, erkennt in der aktuellen Bodenbildung kein Risiko, sondern die Logik eines Systems, das seine Knappheit in jedem Zyklus neu beweist.

Wir berichteten über die steigenden absoluten Kapitalzuflüsse in Bitcoin und warum Zyklen strukturell stärker werden.

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