Bundesbank Chef: Einführung des digitalen Euros vorschnell

Der deutsche Volkswirt und Bundesbank Chef, Jens Weidmann, äußert sich zur Einführung eines digtalen Euros im Bezug auf das Facebook-Projekt Libra. Viele Institutionen in ganz Deutschland haben sich bereits zu dem Thema digtaler Euro und Libra geäußert. Nun möchte der Bundesbank Präsident vor voreiligen Maßnahmen warnen und eine zu schnelle Einführung des digitalen Euros vermeiden. Das ganze geht auf ein Interview mit dem Handelsblatt zurück.

Wie genau äußerte sich der Bundesbank Chef?

Deutschland Farben - Bundesbank ChefLaut dem Bundesbank Chef ist die Einführung des digitalen Euros eine Antwort der Bundesregierung auf das Blockchain-Projekt des Konzerns Facebook. Dieses wurde bereits vor Start in vielen Ländern der EU, wie Frankreich oder in Deutschland verboten. Allerdings sollte sich die Bundesregierung nicht von solchen Projekten und technischen Neuerungen jagen lassen. Die Debatte des digitalen Euros ist erst so richtig aufgekommen, nachdem Facebook um Lizenzen in den einzelnen Ländern gebeten hat.

Jedoch fehlt aktuell noch die fachliche Eignung der einzelnen Institutionen dazu. Diese beschäftigen sich aus den eben genannnten Gründen erst kurz mit Stable Coins bzw. einem digitalen Euro. Daher ist es in Augen des Präsidenten etwas überstürzt, sofort den digitalen Euro 2020 einzuführen. Dies würde nur Probleme, an die aktuell keiner denkt, entstehen lassen. So erklärte der Bundesbank Chef:

Ich halte nichts davon, immer gleich nach dem Staat zu rufen. In einer Marktwirtschaft ist es zunächst an den Unternehmen, für Kundenwünsche ein entsprechendes Angebot zu entwickeln.

Dabei deutet er darauf hin, dass die Innovation und der technische Fortschritt eigentlich von den Firmen und Konzernen getrieben wird. Diese müssen sich mittels des Staates und bestimmter Gesetzesgrundlagen unterordnen. Nun aufgrund des Facebook-Projektes Libra schnell einen digitalen Euro zu erschaffen hätte sicher fatale Folgen. Schlauer wäre es eine andere Form des digitalen Euros erstmal bei Unternehmen testen zu lassen, bzw. am Ende die technischen Vorteile übernehmen und eine eigene Software für einen digitalen Euro zu schreiben.


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Fazit – Libra Verbot erschafft langfristig digitalen Euro

Libra Schriftzug - Bundesbank ChefLibra wurde weltweit von den meisten Ländern verboten. Der schweizer Präsident erklärt Libra bereits vor einigen Tagen als gescheitert. Auch wenn die Erschaffung eines digitalen Euros noch einige Monate in Anspruch nehmen wird, macht der Bundesbank Chef klar, dass man nichts übereilen sollte und nicht auf dem schnellstmöglichen Weg das komplette Finanzsystem mit einem digtalen Euro zu digitalisieren. Hier gilt: Umso länger man damit wartet, umso mehr Erfahrung können die einzelnen Beteiligten Organisationen sammeln und damit auch ein gutes Endergebnis erzielen. Dass der digitale Euro kommen wird, ist für die mächtigsten Menschen auf dem Planeten bereits klar. Es ist nur unklar, wann das Projekt für die Öffentlichkeit starten wird.

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