Bundesregierung finanziert Green Asset Wallet!

von | Mrz 6, 2020 | News

Bereits im Dezember letztes Jahr veröffentlichte das schwedische Fintech-Unternehmen „Stockholm Green Digital Finance“ die „Green Asset Wallet“. Finanziert wurde das Projekt von der Bundesregierung mit dem Ziel, das Pariser Klimaabkommen durch transparente Finanzierungsmöglichkeiten erfolgreich umzusetzen.

Die Green Asset Wallet ist eine Blockchain, die Daten über Projekte mit ökologischem Fußabdruck speichert. Die Blockchain speichert jedoch nur den ökologischen Einfluss des jeweiligen Projektes und nicht die finanziellen Mittel dazu. Dadurch ist es für Investoren möglich, die Fortschritte und Auswirkungen ihrer Projekte, nachvollziehen zu können. Die Geschäftsführerin von Stockholm Green Digital Finance, Cecilia Repinski, erklärte in diesem Zusammenhang:

Wir merken, dass immer mehr Investoren die Auswirkungen überprüfen wollen und nachvollziehen möchten, welchen Effekt ihre Anlage hat. Dem Markt fehlt die Übersicht über zuverlässige Anlagemöglichkeiten. Man hat kaum zuverlässige Daten, viele sind ineffizient oder fehlen komplett. Dies ist ein kritischer Punkt für Investoren, die viel Zeit für das Vergleichen und Zusammenstellen verschiedener Projekte benötigen. Die neue Plattform macht umfangreiche Daten transparent zugänglich und erleichtert den Zugang zu Green Bonds.

Aus dieser Aussage wird auch klar, dass die Green Asset Wallet dazu genutzt wird, Investoren zu überzeugen, ihre Gelder in Green Bonds zu Investieren. Dies soll aufgrund von kosteneffizienten und unveränderlichen Validierungen und Berichtserstattungen über Green Bonds und deren Auswirkungen erreicht werden.

Die Zuverlässige Berichterstattung der Auswirkungen, die in der Vergangenheit ein großes Problem darstellte, soll dadurch nun transparent für alle Anleger sichtbar gemacht werden. Realisiert wird das zum Beispiel durch zusätzliche Überwachung mit Satellitenbildern. Diese helfen dabei, Wälder zu überwachen und deren Entwaldung frühzeitig zu erkennen. Auch der Bau von Solaranlagen soll hierduch leichter sichtbar gemacht werden.

Erst im September letzten Jahres veröffentlichte die Bundesregierung ihre Blockchain-Strategie. Mehr dazu erfährst du hier!

Green Asset Wallet ist keine Zahlungsplattform

Aus Berichten geht deutlich hervor, dass die Blockchain lediglich zum Verwahren von Daten genutzt wird. Zahlungen jeglicher Art sind auf der Blockchain nicht vorgesehen und wird es daher auch nicht geben. Die Green Asset Wallet verfolgt lediglich das Ziel, Daten wie technische Berichte, Satellitenbilder, Labels oder Zertifikate zu speichern. Diese Daten werden dann von externen Prüfern nach ihrer Richtigkeit geprüft und anschließend der Blockchain angeschlossen. Dort sind sie dann für Investoren sichtbar, um Ihnen Zeit und Arbeit zu ersparen. Dies soll sie dazu anregen eher in ökologische Projekte zu investieren.

Das Projekt wurde daher beschrieben als:

keine Blockchain, die zum Überweisen von Geld über eine Kryptowährung verwendet wird, sondern eine Blockchain, die als vertrauenswürdige Datenbank verwendet wird, die Dokumente und Wirkungsberichte enthält.

Du möchtest wissen was eine Blockchain überhaupt ist und was man damit machen kann? Erfahre hier mehr!

Entwicklung der Green Bonds

Anfangs stellte es das Ziel der Green Bonds dar, umweltfreundliche Projekte zu finanzieren. Mittlerweile wird das Kapital jedoch dazu verwendet eine nachhaltige Entwicklung und dadurch auch das Pariser Klimaabkommen zu erreichen.

Im ersten Quartal 2019 beliefen sich die Investitionen bereits auf 47,9 Mrd. US-Dollar. Was sich im ersten Moment vielleicht viel anhört, ist jedoch nicht einmal 1% der gesamten Emission von Anleihen. Im Vergleich zu den letzten Jahren steigert sich das Kapital jedoch enorm.

Es wird laut Climate Bonds vermutet, dass vor allem Schwellenländer in den nächsten Jahren auf Green Bonds zugreifen und dadurch das Wachstum vorantreiben werden. Yannik Motz von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit vermutet:

Diese Länder benötigen in der Zukunft immense infrastrukturelle Investitionen. Bis 2035 werden zwei Drittel der globalen Infrastruktur in die Wirtschaft dieser Länder fließen. Das kann keine staatliche Förderung abdecken.

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[Bildquelle: Adpic]

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