Charles Schwab treibt die Bitcoin institutionelle Adoption voran und erweitert seine Krypto-Plattform in den kommenden Monaten um Solana, Avalanche und Chainlink. Der US-Broker mit 36 Mio. Kundenkonten bietet Bitcoin und Ethereum bereits seit Mai 2026 zum Handel an.

Charles Schwab öffnet Bitcoin-Plattform für institutionelle Anleger

Charles Schwab kündigte am Donnerstag, 27. August 2026, an, seine Handelsplattform Schwab Crypto in den kommenden Monaten um Solana, Avalanche und Chainlink zu erweitern. Die Bitcoin institutionelle Adoption bleibt dabei im Zentrum: Bitcoin und Ethereum sind bereits seit Mai 2026 auf der Plattform handelbar und bleiben die am längsten verfügbaren Assets.

Schwab begründet den Schritt mit der Nachfrage seiner Kunden nach etablierten digitalen Assets. Der Broker mit Hauptsitz in Westlake, Texas, verwaltet nach eigenen Angaben Kundenvermögen von 11,9 Billionen US-Dollar über rund 36 Mio. Konten.

Für Trades berechnet Schwab pauschal 0,75 Prozent des Handelswerts. Damit positioniert sich der Broker zwischen Robinhood mit 0,03 bis 0,95 Prozent und Fidelity Crypto mit einem Prozent, deutlich unter den bis zu vier Prozent im Privatkundengeschäft von Coinbase.

Mainstream-Vermögensverwalter integriert Bitcoin in Handelsinfrastruktur

Der Ausbau folgt auf den Start von Schwab Crypto, der im April 2026 angekündigt und ab Mai 2026 schrittweise freigeschaltet wurde, wie das Unternehmen in seiner Pressemitteilung bestätigte. Für die Bitcoin institutionelle Adoption ist entscheidend, dass Schwab die Kryptowerte im selben Depot wie Aktien, ETFs und Anleihen führt, statt sie über eine separate Wallet-App anzubinden.

Bereits im Juni hatte Schwab über die Handelseinheit thinkorswim den 24-Stunden-Handel mit Krypto-Futures auf Bitcoin, Ethereum, Solana und XRP freigeschaltet. Die nun angekündigte Erweiterung um Solana, Avalanche und Chainlink verankert Bitcoin damit noch tiefer in der Handelsinfrastruktur eines der größten US-Broker.

Wie Schwab institutionelle Bitcoin-Verwahrung neu gestaltet

Wer Bitcoin über Schwab Crypto kauft, hält die Coins nicht in einer eigenen Wallet, sondern überträgt Verwahrung und privaten Schlüssel an den Broker. Für konservative Anleger, die bislang keinen Zugang zu Selbstverwahrung aufbauen wollten, sinkt damit die Einstiegshürde, gleichzeitig bleibt das Vermögen von der Bonität und den internen Prozessen des Verwahrers abhängig.

Die Bitcoin institutionelle Adoption über Broker wie Schwab ändert nichts an der Knappheit des Basiswerts. Unabhängig von der Zahl der Kundenkonten mit Zugang bleibt die Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin technisch fixiert.

Offen bleibt, wann genau Solana, Avalanche und Chainlink live gehen und ob Schwab die Gebührenstruktur für die neuen Assets anpasst.

Wir berichteten über den Start von Schwab Crypto mit Bitcoin und Ethereum.

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