Coinbase verkauft Blockchain-Analysesoftware an US-Strafverfolgungsbehörde

von | Jul 13, 2020 | News

Die amerikanische Krypto Exchange Coinbase verkauft seine Blockchain-Analysesoftware an den Secret Service. Hierbei treten große Unstimmigkeiten zwischen den Nutzern und dem CEO von Coinbase, Brian Armstrong, auf.

Das Interesse an der Software

Aus einer öffentlichen Aufzeichnung geht hervor, dass Coinbase Zahlungen vom Secret Service, einer amerikanischen Strafverfolgungsbehörde, annimmt. Im Austausch gegen diese Zahlungen bekommt der Secret Service die Blockchain-Analysesoftware von Coinbase zur Verfügung gestellt.

Die Aufzeichnung ist unter USASpending.gov, der offiziellen Website der Vereinigten Staaten zu den Staatsausgaben der USA, zu sehen. Der Secret Service schloss mit Coinbase einen Vierjahresvertrag ab, der im Mai 2024 ausläuft. Der Gesamtwert des Vertrages beläuft sich auf 183.750 US-Dollar.

Coinbase

Es gibt neben dem Secret Service jedoch auch noch andere Interessenten an der Blockchain-Analysesoftware. Im vergangenen Monat machte die Drug Enforcement Administration (DEA) ein Angebot von 250.000 US-Dollar für die Nutzung der Software.

Des Weiteren ist der Internal Revenue Service (IRS), eine Bundessteuerbehörde der USA, an der Blockchain-Analysesoftware interessiert. Dokumente, die belegen, dass das Interesse der DEA und IRS besteht, wurden bereits im April und im Mai veröffentlicht. Die IRS begründet ihr Interesse folgendermaßen:

Mit der Weiterentwicklung der Strafverfolgungstechniken und der zunehmenden Akzeptanz anderer Kryptowährungen verwenden Kriminelle andere Arten von Kryptowährungen, nicht nur Bitcoin, um ihre Verbrechen zu erleichtern. Zusätzlich zur Bitcoin-Blockchain ermöglicht Coinbase Analytics (fka) Neutrino die Analyse und Verfolgung von Kryptowährungsflüssen. Coinbase Analytics bietet auch einige erweiterte Funktionen für die Strafverfolgung, die derzeit in anderen Tools auf dem Markt nicht verfügbar sind. Diese Aktion führt zu einer Bestellung mit festem Festpreis. Leistungsdauer: Ein Basisjahr ab dem Datum der Vergabe mit einer 12-Monats-Option.

Gespaltene Meinungen

Der Verkauf der Software entfachte eine heiße Diskussion unter der Community. Aus diesem Grund meldete sich Armstrong gestern noch einmal zu dem Thema und verteidigt die Entscheidung, die Software zu verkaufen.

In einem Tweet erklärt er, dass die Nutzung der Software von US-Behörden keinen Einfluss auf die Nutzer habe. Er betont, dass die von Coinbase Analytics übermittelten Daten immer von den internen Daten getrennt waren und immer getrennt bleiben werden. Der Vertrag ist nur aus dem Grund entstanden, weil der Kauf von Neutrino im Jahr 2019 sehr teuer war, und dadurch ein Teil der investierten 13.5 Millionen US-Dollar wieder zurück erhalten wird.


Einige Nutzer sehen dies jedoch als eine Einschränkung ihrer Privatsphäre. Ihr Vertrauen in Coinbase ist nicht so hoch, um alle Aussagen, die Armstrong über diesen Vertrag trifft, einfach so hinzunehmen. Ein Nutzer postete auf Twitter:

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Sie sagt (frei übersetzt):

Coinbase sammelt aufgrund von AML-Bestimmungen private Informationen über seine Kunden, verfolgt Kundentransaktionen vor und nach dem Verlassen von Coinbase und verkauft diese privaten Informationen und öffentlichen Daten dann an die Strafverfolgungsbehörden weiter.

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Jonas ist Gründer des Krypto-Guru Blogs und vollendet gerade seinen Bachelor of Science. Er gibt sein angeeignetes Wissen über Kryptowährungen und die dazugehörige Blockchain-Technologie leicht verständlich weiter.

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[Bildquelle: Adpic]

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