Coronavirus: Bitcoin als Krisenwährung gescheitert?

von | Mrz 13, 2020 | News

Angesichts der vergangenen Tage können wir von einem Crash an den Weltmärkten sprechen, der in die Geschichte eingehen wird. Darauf haben viele Anleger gewartet, die schon seit Jahren in „sichere Häfen“ wie Bitcoin und Gold investieren. Doch in diesem Crash ist alles anders. Aber warum?

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Die Angst vor dem Coronavirus

Bitcoin als Krisenwährung

Das Coronavirus und die einhergehende Angst vor der weiteren Ausbreitung haben die gesamte Welt derzeit fest im Griff. Auch die Finanzwelt ist stark betroffen. Nicht nur die Börsenkurse sind seit Tagen auf Talfahrt, auch der Bitcoin zieht, wenn auch etwas später – dafür umso heftiger – nach. Deutschland geht schweren Zeiten entgegen. Der Tourismus ist bereits kollabiert und die Wirtschaft zeiht hinterher. Der deutsche Aktienindex, der Dax, hat bereits mehr als 30 Prozent abgegeben. Selbst in der letzten Finanzkrise 2008 gab es keinen derartig schnellen Abverkauf.

Wie geht es weiter?

Die Ausbreitung des Coronavirus ist in vollem Gange. Vielen mag die Expontentialkurve noch aus dem Schulunterricht bekannt vorkommen. Zur Erinnerung: Sie liegt dann vor, wenn sich ein Wert in jeweils gleichen Zeitschritten immer um denselben Faktor verändert.

Noch ist, nicht zuletzt aufgrund der Dunkelziffer, unklar, um welchen Faktor in welchem Zeitraum es sich beim Coronavirus genau handelt. Klar ist aber, dass sich die Kurve in den Ländern mit größeren Ausbrüchen ähnelt. Bei ungebremstem Wachstum wären spätestens Mitte Mai mehr als eine Million Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert.

Bitcoin als Krisenwährung – oder doch nicht?

In den letzten Monaten hat der Bitcoin eine schöne Entwicklung genommen und stand kurz vor der 10.000 Dollar Marke. Selbst die ARD bezeichnet Bitcoin als Krisenwährung. Und dann? Ein Abverkauf, der sich gewaschen hat! In kürzester Zeit verliert der Bitcoin um deutlich über 50%.

Viele haben den Glauben an Bitcoin verloren

In sozialen Netzwerken wird gemutmaßt, dass die Bitcoin-Unterstützer gemerkt hätten, dass die Kryptowährung in Krisenzeiten nicht viel weiterhilft. Wir denken, dass es eine weitere Auslese derer gibt, die denken mit dem Kauf von Bitcoins schnell reich zu werden. Das System dahinter verstehen die wenigsten.

Zeigt der Bitcoin erst noch seine innere Stärke?

Bitcoin kauft kein Klopapier oder Lebensmittel ist etwa bei Twitter eine oft gelesene Erklärung für das Phänomen. Die Idee dahinter: Die Konsumenten versuchen derzeit, ihre Reserven in Bargeld umzutauschen, um für den Krisenfall gewappnet zu sein. Das mag richtig sein. Dennoch werden die Notenbanken in den nächsten Monaten wieder damit beschäftigt sein, fleißig Geld zu drucken. Das System hinter Bitcoin ist fest – und das ist auch gut so.

Bitcoin nicht immun gegen Finanzmarktkrisen

Krisenwährung

Der jüngste Einbruch mag für Beobachter zwar überraschend kommen, liegt aber nicht nur im Rahmen des vom Bitcoin Bekannten, sondern ebenso im Gleichklang mit den Finanzmärkten ansonsten. Am gestrigen Donnerstag hatte sogar die „Krisenwährung“ Gold nachgegeben, wenn auch nur um fünf Prozent.
Wer allerdings in den vergangenen Monaten mit dem Bitcoin schon einen neuen „sicheren Hafen“ in Krisenzeiten gesehen hatte, dürfte sich nun enttäuscht zeigen. Stellenweise war dem Bitcoin sogar der Beiname „digitales Gold“ gegeben worden.

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Goldpreis: Erst Allzeithoch, dann Rückgang

Interessanterweise ist das sogenannte digitale Gold bei der Abwärtsentwicklung gemeinsam mit den aktuell einbrechenden Aktienmärkten nicht allein. Auch der Preis des „echten Goldes“ ist im Laufe des Donnerstags zwischenzeitlich um knapp fünf Prozent eingebrochen. Noch vor wenigen Tagen hatte der Goldpreis – in Euro gerechnet – ein Allzeithoch erreicht.

Institutionelle Anleger für Kurssturz verantwortlich?

Der Bitcoin Kurs zeigte sich erst einige Tage nach den ersten Blutroten Tagen an den Weltbörsen beeindruckt. Warum ist das so? Eine mögliche Erklärung sind sogenannte „Margin Calls“, diese treten ein, wenn Anleger sich mit bspw. Hebelprodukten „verzockt“ haben. Die Folge ist, dass zusätzliches Geld nachgeschossen werden muss. Bei vielen institutionellen Anlegern könnten genau dies in den letzten Tagen der Fall gewesen sein. Geld musste her. Bitcoin wurde liquidiert und in die Aktienmärkte nachgeschossen, um Totalverluste zu vermeiden.

Bitcoin-Entwicklung: Kritiker versus Befürworter

Während Bitcoin-Kritiker sich jedenfalls in ihrer Meinung bestätigt sehen, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen kein sicherer Hafen in Krisenzeiten sind, glauben Befürworter nur an einen zwischenzeitlichen Rückgang. Mittelfristig könnten Bitcoin und Co, ebenso wie der Goldkurs, wieder zulegen. Dann nämlich, wenn die Investoren nach der Cash-Phase wieder beginnen, ihr Geld anzulegen.

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David ist Gründer des Krypto-Guru Blogs und Certified Senior Business Specialist (CCI). Er hält dich über die Geschehnisse in der Krypto-Welt auf dem Laufenden und hilft Krypto-Interessierten, sich in der Welt der Blockchain und digitalen Währungen besser zurechtzufinden.

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[Bildquelle: Adpic]

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