G20-Gipfel: Grundstein für digitale Währungen

von | Jul 14, 2020 | News

Der vergangene G20-Gipfel vom 11. Juli 2020 ist abgeschlossen und es wurden wieder einige Kenntnisse daraus herausgetragen. Die für Krypto-Enthusiasten wohl spannendste Neuigkeit des Meetings ist, dass digitale Währungen zugelassen werden sollen.

Der Fortschritt der digitalen Währung

Der Grundstein für digitale Zahlungen wurde beim letzten G20-Gipfel von den 20 Staaten gesetzt. Dies geht aus einem Artikel des japanischen Nachrichtenportals Kyodo hervor.

Die G20-Staaten debattierten über den Nutzen von digitalen Zahlungen. Nach reichlichen Debatten kamen sie letztendlich zu dem Schluss, dass Anpassungen an den bestehenden Zahlungsmethoden vorgenommen werden müssen.

G20 digitale Währungen

Dabei ist die Rede von digitalen Währungen. Bislang ist das Bargeld das höchste Gut der Deutschen. Der Trend entwickelt sich jedoch immer mehr dazu, dass nicht mehr mit dem Bargeld direkt, sondern mit Karte gezahlt wird – nicht nur in Deutschland.

Diesem Trend ist es wohl zu verdanken, dass die G20-Staaten das Thema Kryptowährungen überhaupt in die Hand nehmen. Der Autor des Artikels von Kyodo stellt die Vermutung auf, dass ein rasches Handeln aufgrund des bereits weit entwickelten digitalen Yuan der Chinesen notwendig ist.

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Ein Punkt, der dafür spricht, ist, dass ein Treffen der Finanzminister der G20-Staaten in Washington D.C. im Oktober einberufen wurde, anstatt über das Thema beim nächsten Gipfel in Saudi-Arabien weiter zu debattieren.

Europa arbeitet auch an einem digitalen Euro. Allerdings sind die Forschungen und Arbeiten an dem CBDC lange nicht so weit fortgeschritten wie die beim digitalen Yuan Chinas. Lediglich Frankreich wagte sich bis jetzt an Versuche mit dem CBDC heran.

Konkurrenz: digitaler Yuan und Facebooks Libra

Wie bereits erwähnt, ist der digitale Yuan einigen Staaten ein Dorn im Auge, da er bereits weit fortgeschritten ist. Aus diesem Grund wollen die G20-Staaten schnell handeln und haben ein Treffen ihrer Finanzminister organisiert. Doch Chinas Fortschritt ist wohl nicht der einzige Punkt, der zu dieser Überzeugung führt.

Einige haben dieses Projekt wahrscheinlich bereits abgeschrieben. Nach starken Startschwierigkeiten und Problemen mit den Regularien sind viele Kooperationspartner vom Facebook-Projekt Libra abgesprungen. Allerdings steht Marc Zuckerberg hinter seiner Facebook-Kryptowährung und arbeitet mit Hochdruck daran, diese an die Regularien der Staaten anzupassen.

Der neue Starttermin für Libra wurde auf dieses Jahr festgelegt. Das Potential, das in Libra steckt, liegt mit ca. 2 Milliarden Facebook Nutzern auf der Hand.


 

Haltung zu digitalen Währungen

Bereits im G20-Gipfel in Osaka letztes Jahr waren digitale Währungen ein heißes Thema. Bereits zu diesem Zeitpunkt sah man diese als wichtiges Finanzinstrument an, das die Wirtschaft von Ländern stärken kann. Allerdings waren sie sich einig, dass digitale Währungen strengen Regularien ausgesetzt werden müssen. Es bleibt spannend, was genau im Oktober von den Finanzministern ausgearbeitet wird. Das Thema Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche wird hierbei wohl eine große Rolle spielen.

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Jonas ist Gründer des Krypto-Guru Blogs und vollendet gerade seinen Bachelor of Science. Er gibt sein angeeignetes Wissen über Kryptowährungen und die dazugehörige Blockchain-Technologie leicht verständlich weiter.

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[Bildquelle: Adpic]


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