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Muslimische Kryptowährung: Der Kampf gegen US-Sanktionen

muslimische KryptowährungDer Wert des iranischen Rial sinkt durchgehend. Grund dafür sind die Sanktionen, die die USA gegen den Iran verhängt. Diese entstanden ursprünglich aus dem Bruch des Atomabkommens, allerdings werden die Sanktionen immer wieder verschärft. Durch diese Verschärfungen wird der Iran vom internationalen Handel ausgeschlossen und die eigene Währung, der Rial, verliert an Wert. Als Waffe gegen die US-Sanktionen soll dem Iran nun eine muslimische Kryptowährung dienen.

Die Vorgeschichte

Bereits in den 1970er Jahren wurden die ersten Sanktionen gegen den Iran seitens der USA wegen einem Angriff der amerikanischen Botschaft verhängt. Mit den Jahren wurde alles immer schlimmer. Der Iran wurde auf die schwarze Liste der Länder gesetzt, die den Terrorismus unterstützen. Ab diesem Zeitpunkt musste der Iran neben den US- auch mit europäischen Sanktionen klarkommen. Um aus diesem Trubel wieder heraus zu kommen unterschrieb der Iran das Atomabkommen. Im Gegenzug wurden die Sanktionen gegen den Iran fallen gelassen. Allerdings war das nur von kurzer Dauer, da der Iran gegen den Vertrag verstieß. Also folgte, was folgen musste – Sanktionen.

Unter Trump ist die USA dann aus dem Atomabkommen ausgetreten. Die Sanktionen gegen den Iran wurden von den USA seitdem immer weiter verschärft. Wie weitreichend die Folgen davon sind, erkennt man an der aktuellen Wirtschaftslage des Irans, sowie den stetig sinkenden Wert des iranischen Rial. Dieser weißt eine Inflation von über 35 % pro Jahr auf. Im Vergleich haben wir deutschen dieses Jahr eine Inflation von ungefähr 1,5 %.


Nicht nur der Iran ist von US-Sanktionen betroffen. Venezuela leidet ebenfalls seit 2015 unter schweren Sanktionen der USA. Auch hier hatten die Verantwortlichen die Idee, Kryptowährungen zu nutzen, um die Sanktionen zu umgehen.


Die Idee: die muslimische Kryptowährung

Um den Wertverlust der landeseigenen Währung entgegenzuwirken schlägt der iranische Präsident Hassan Rouhani vor, eine muslimische Kryptowährung zu schaffen.  Diese soll in allen muslimischen Ländern zur Verfügung stehen. Der Präsident brachte seinen Vorschlag an der Kuala Lumpur Summit Konferenz, ein Gipfel aller muslimischen Länder. Er sagte:

Die muslimische Welt muss Maßnahmen ergreifen, um sich vor der Dominanz des US-Dollars und des amerikanischen Finanzregimes zu retten

Über Anerkennung durfte er sich von der Türkei sowie auch von dem malaysischen Premierminister Mahathir Mohamad freuen. Dieser zeigte sich sehr erfreut über eine gemeinschaftliche muslimische Kryptowährung:

Wir hören zum erste Mal, dass Iran und die Türkei der Meinung sind, und dass wir eine Alternative zum US-Dollar nutzen sollten. Wir können unsere eigenen Währungen verwenden oder eine gemeinsame Währung haben.

Das Projekt ist jedoch nicht aus dem Himmel gefallen. Bereits Mitte des Jahres kündigte der Iran an, eine landeseigene Kryptowährung schaffen zu wollen. Diese soll mit Gold hinterlegt werden. Laut einer iranischen Zeitungsagentur wird sie demnächst vorgestellt. Über die Funktionen der Währung findet ein Beamter der iranischen Handels-, Industrie-, Bergbau-, und Landwirtschaftskammer folgende Worte:

Die iranische Kryptowährung ist mit Gold hinterlegt, aber ihre Funktion ist ähnlich wie die der ausländischen Rivalen. Das im Inland verschlüsselte Geld soll die optimale Nutzung der eingefrorenen Ressourcen der iranischen Banken erleichtern.


Der deutsche Bankeverband sprach sich auch für einen digitalen Euro aus. Des Weiteren gab die EZB letzt bekannt, dass sie eine Zukunft mit einer europäischen Kryptowährung, dem „CBDC“ plant.


Kryptowährungen in muslimischen Ländern

muslimische Kryptowährung

In Ländern, die als Religion dem Muslim angehören, ist der Umgang mit Kryptowährungen Neuland. Lange Zeit galten Kryptowährungen dort als haram (verboten). Erst Ende letzten Jahres wurde die erste Kryptowährungs-Börse mit Shariah-Zertifizierung eröffnet. Um diese Zertifizierung zu erhalten verpflichtet sich die Börse, alle moralischen Anforderungen der Sharia-Gemeinschaft einzuhalten. Das heißt jedoch auch, dass nicht alle Kryptowährungen auf dieser Börse erlaubt sind. Zu verbotenen Kryptos zählen jene, die einen Zusammenhang mit folgenden Themen aufweisen: