Nach Twitter Hack: Cybersicherheit im Visier der DFS

von | Okt 14, 2020 | News

Der Twitter Hack vom 15. Juli dieses Jahres ist uns wohl allen noch im Gedächtnis erhalten. Die Hacker versuchten hierbei mit Accounts prominenter Personen von Twitter Nutzern Kryptowährungen zu erbeuten. Nun nimmt die Abteilung für Finanzdienstleistungen in New York (DFS) die Cybersicherheit des Sozial Media Riesen genauer unter die Lupe.

Der Twitter Hack

Erinnern wir uns zurück, als der Twitter Hack vor drei Monaten Schlagzeilen machte. In zahlreichen Nachrichtenportalen wurde darüber berichtet, wie die Twitter-Accounts von vielen berühmten Personen wie Bill Gates, Jeff Bezos, Elon Musk und Barack Obama gehackt wurde.

Durch den Zugriff auf den Account konnten dann Nachrichten gepostet werden, die Nutzer dazu aufforderten, eine bestimmte Anzahl an Bitcoin an eine bestimmte Adresse zu senden. Als Gegenleistung würden die Nutzer die doppelte Anzahl an BTC zurückerhalten.

Liest du so eine Nachricht, so sollten bei dir automatisch die Alarmglocken klingeln. Der Großteil der Community erkannte sofort, dass Betrüger hinter den Posts stecken mussten, einige fielen jedoch auf die Falle herein, sodass die Hacker Bitcoins im Wert von über 118.000 Dollar erbeuten konnten, obwohl die meisten Krypto-Börsen schnell reagierten und versuchten Transaktionen an die von den Betrügern angegebene Adresse zu blockieren.

Twitter Hack

Die Reaktion

Dass es Betrügern heutzutage so einfach gemacht wird Geld zu erbeuten, wie bei dem Twitter Hack, ist dem Finanzministerium natürlich ein Dorn im Auge. Aus diesem Grund untersuchte die DFS den Vorfall genauer.

Bei der Untersuchung ist aufgefallen, dass der Social Media Riese einige Defizite in der Cybersicherheit aufweist. So hatte Twitter zu dem Zeitpunkt des Hacks nicht einmal einen Chief Information Security Officer. Da sich Social Media Plattformen mittlerweile als Nachrichtenquelle durchgesetzt haben, müssen hierfür auch neue Maßstäbe für die Cybersicherheit gesetzt werden, so Linda A. Lacewell, Superintendent für Finanzdienstleistungen.

Social-Media-Plattformen sind schnell zur führenden Quelle von Nachrichten und Informationen geworden, doch keine Regulierungsbehörde hat eine angemessene Aufsicht über ihre Cybersicherheit. Die Tatsache, dass Twitter anfällig für einen einfachen Angriff war, zeigt, dass Selbstregulierung nicht die Antwort ist.

Aus diesem Grund kommen die Beteiligten in dem Bericht zu dem Schluss, dass Social Media Plattformen, die Einfluss auf Millionen von Menschen weltweit haben, keine Selbstregulierung bei der Cybersicherheit haben dürfe. Es wäre an der Zeit, dass diese Plattformen „als systemrelevante Institutionen“ angesehen werden und eine „umsichtige Regulierung zur Bewältigung eines erhöhten Cyberrisikos“ benötigt.

Einfluss auf die Wahl

In den USA steht die Präsidenten-Wahl vor der Tür. Social Media Plattformen tragen hierbei bei einigen Personen maßgeblich zur Entscheidung bei, welchem Kandidaten sie ihre Stimme geben. Twitter hatte im Jahr 2019 eine durchschnittliche Nutzerzahl von 330 Millionen pro Monat. 71% der Nutzer verwenden Twitter laut dem Pew Research Center als Nachrichtenportal. Dies zeigt das enorme Risiko, das die geringe Cybersicherheit, die Twitter bietet, birgt und welche Folgen solch ein Twitter Hack auf ein ganzes Land haben kann. Lacewell warnt:

Da wir uns einer Wahl in weniger als 30 Tagen nähern, müssen wir uns zu einer stärkeren Regulierungsaufsicht über große Social-Media-Unternehmen verpflichten. Die Integrität unserer Wahlen und unserer Märkte hängt davon ab. Die schnelle und wirksame Reaktion der von der DFS regulierten Krypto-Währungsunternehmen zeigt, wie eine wirksame Regulierung Innovation und Wachstum fördern und gleichzeitig die Verbraucher schützen kann.

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Jonas ist Gründer des Krypto-Guru Blogs und vollendet gerade seinen Bachelor of Science. Er gibt sein angeeignetes Wissen über Kryptowährungen und die dazugehörige Blockchain-Technologie leicht verständlich weiter.

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[Bildquelle: Adpic]


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