Wann startet der digitale Euro der EZB?

von | Okt 4, 2020 | News

Der digitale Euro ist schon seit längerem von der europäischen Zentralbank geplant. Doch wann soll der digitale Euro erscheinen? Wir geben dir die neusten Einblicke bezogen auf die neusten Kommentare von EZB-Chefin Christine Lagarde.

Wann kommt der digitale Euro?

In den nächsten Wochen und Monaten werden einige Experimente bezüglich eines digitalen Euros durchgeführt. Am 12. Oktober wird bereits eine dreimonatige öffentliche Konsultation gestartet. Damit beginnt die praktische Testphase. Bis Mitte 2021 soll dann die Entscheidung des Aufbaus der virtuellen Währung getroffen werden. Aktuell sind verschiedenste Grundlegende Änderungen geplant. Auch eine Anpassung des Inflationsziels ist möglich.

Dabei erklärt Christina Lagarde:

Unsere Aufgabe ist es, das Vertrauen in Geld zu sichern. Wir sollten bereit sein, einen digitalen Euro herauszugeben, falls dies erforderlich sein sollte. Diese digitale Währung würde „das Bargeld ergänzen, nicht ersetzen.

Warum der digitale Euro?


Aufgrund der Digitalisierung von privaten aber auch öffentlichen Geldströmen, drückt der technische Fortschritt auf die Infrastruktur der traditionellen Papierpresse der EZB ein. Auch EZB-Chefin Christine Lagarde sieht den Risiken der Machtverlust der europäischen Zentralbank kritisch gegenüber.

Öffentliche Gründe

100 Euro Scheine vor Börse - Digiale EuroChina hat bereits vor einigen Monaten die Testphase eines digitalen Yuan eingeleitet. Einer der Gründe, warum die Entwicklung des digitalen Euros sehr wichtig ist, um auf lange Sicht nicht wegen mangelnder Effizienz auf der Strecke liegen zu bleiben.

Private Gründe

Des Weiteren kommen Projekte wie das „Libra-Projekt“ von Facebook zum Vorschein. Dabei wollte der Konzern eine eigene Kryptowährung auf Basis eines Zusammenschlusses mehrerer Konzerne und Unternehmen generieren. In vielen Ländern wurde wegen mangelnder Absprache mit den verschiedenen Regulatoren das Libra-Projekt direkt verboten.

Dabei wird deutlich, dass der technische Fortschritt auf das traditionelle Bankensystem einwirkt. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis der Umschwung zum digitalen Euro kommt.

Wie soll der digitale Euro aussehen?

Der große Vorteil eines komplett digitalen Euros wäre, dass die Einzahlungen und Auszahlungen von Geldströmen direkt bei der Zentralbank möglich sind. Dabei fällt das zusätzliche Risiko der Geschäftsbanken weg, denn diese könnten aufgrund der Forderungen der übergestellten europäischen Zentralbank pleite gehen.

Die Gefahr für die privaten Geschäftsbanken ist natürlich eine Rationalisierung. Das Nutzen der privaten Geschäftsbanken würde mit der Einführung eines digitalen Euros sinken. Betrachtet man die Geschichte, sind Banken aufgrund der Grundprobleme des Federal Reserve Systems früher oder später immer pleite gegangen.

Wenn dieser Faktor wegen der Einführung eines digitalen Euros wegfallen würde, dann würde dies bewirken, dass noch über einen längeren Zeitraum die seit einigen Jahren andauernde lockere Geldpolitik der Zentralbanken, weiter gehen könnte. Die Gefahr einer Pleite von privaten Geschäftsbanken würde dann wegfallen.

Zentralisierungsgefahr durch den digitalen Euro


Dabei sind die aktuell dezentral aufgebauten Privatbanken überall in Deutschland nicht mehr voll notwendig. Dabei entsteht die Gefahr einer Zentralisierung von Privatbanken hin zur europäischen Zentralbank. Neben den Vorteilen der Kosten- und Zeiteinsparung, fallen als Risiko, allerdings auch Arbeitsplätze und individuelle Beratung weg.

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Auch den Gemeinschaftswährungen wie Bitcoin oder Ethereum wird so der Kampf angesagt. Diese von Privatpersonen erfundenen Konzepte sind in vielen Dingen durchdachter, als das herkömmliche Bankensystem, welches alle paar Jahre aufgrund von grundsätzlichen Problemen einen Crash erfahren muss.

Die Angst des Kontrollverlustes von Geldmittel an dezentrale Kryptowährungen ist groß. Daher ist die Einführung vom digitalen Euro nach der Testphase bis Mitte nächsten Jahres sehr wahrscheinlich.

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Jonas ist Gründer des Krypto-Guru Blogs. Als Bachelor Professional of Inventory Management and Control mit Führungsverantwortung hat er ein breites Verständnis für betriebswirtschaftliche Abläufe. Er möchte sein Wissen an Neulinge weitergeben und in Diskussion mit erfahrenen Krypto-Nutzern treten.

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[Bildquelle: Adpic]


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