Der Bitcoin Treasury Aufbau bei Genius Group nimmt Formen an: Das Unternehmen aus Singapur kündigte am 27. August 2026 einen Fünfjahresplan über 827 Mio. US-Dollar an. Die ersten Käufe sollen im vierten Quartal 2026 starten.
Tech-Konzern plant Bitcoin-Treasury von 827 Millionen Dollar
Genius Group hat am Donnerstag, 27. August 2026, einen Fünfjahresplan zum Bitcoin Treasury Aufbau vorgestellt: Bis zum Geschäftsjahr 2031 will das in Singapur ansässige Unternehmen Bitcoin-Bestände im Wert von 827 Mio. US-Dollar aufbauen. Ergänzt wird die Strategie durch eine parallele KI-Treasury von 800 Mio. US-Dollar, insgesamt strebt Genius Group ein Vermögen von 2 Mrd. US-Dollar an.
Finanziert wird der Plan über eine bestehende Shelf-Registrierung von 1,2 Mrd. US-Dollar durch sogenannte Perpetual Preferred Securities, nicht wandelbare Vorzugsaktien mit variabler monatlicher Dividende. Die erste Tranche soll rund 12,5 Mio. US-Dollar einbringen, ohne Verwässerung bestehender Stammaktionäre.
Aktuell verfügt Genius Group über ein Nettovermögen von 106,6 Mio. US-Dollar, der Nettoinventarwert je Aktie liegt bei 0,62 US-Dollar. Bitcoin-Käufe waren zuvor ausgesetzt, die Wiederaufnahme ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen, orientiert am historischen Tiefpunkt des Vier-Jahres-Halving-Zyklus, wie das Unternehmen mitteilte.
Fünfjährige Akkumulationsstrategie für institutionelle Reserven
Der Vorstand von Genius Group hat die Zielwerte für beide Treasuries formell beschlossen und die Details in einer Pressemitteilung auf der eigenen Investor-Relations-Seite veröffentlicht.
Nach eigenen Modellrechnungen soll der Nettoinventarwert je Aktie im Zeitraum auf 2,00 bis 4,00 US-Dollar steigen, sofern Kapitalaufnahme, Aktienrückkäufe und beide Treasuries plangemäß laufen. Der Bitcoin Treasury Aufbau soll dabei schrittweise erfolgen, nicht über einen einzelnen Großkauf.
Institutionelle Bitcoin-Nachfrage in neuem Ausmaß
Der Bitcoin Treasury Aufbau bei Genius Group fügt sich in eine Serie ähnlicher Ankündigungen der vergangenen Monate, in denen Unternehmen aus Singapur, Japan und den USA Bitcoin über Jahre gezielt in ihre Bilanz aufnehmen. Damit spiegelt der Fall eine breitere institutionelle Bitcoin Akkumulation wider, die sich zunehmend in den Bilanzen börsennotierter Unternehmen zeigt. Anders als ein einmaliger Kauf bindet die feste Zielgröße die Nachfrage über Jahre, macht sie aber auch abhängig von der eigenen Kapitalaufnahme.
Wer als Unternehmen dennoch über Jahre auf ein Gut mit fester Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin setzt, wettet auf dessen Knappheit und nicht auf kurzfristige Kursgewinne.
Offen bleibt, ob Genius Group die angekündigten Käufe tatsächlich im geplanten Umfang und Zeitrahmen umsetzt. Die nächste konkrete Bestätigung liefert erst der erste Bitcoin-Kauf im vierten Quartal 2026.
Wir berichteten über die wachsende Kategorie börsennotierter Bitcoin-Treasury-Unternehmen.





