Pakistans Staatsminister Bilal Bin Saqib hat die Bitcoin Reserve Pakistan am 22. September 2026 bei einer UN-Veranstaltung in New York erneut verteidigt. Grundlage bleiben die 2.000 Megawatt Energie, die das Land seit 2025 für Mining und Staatsreserve reserviert hat.
Pakistans strategischer Schritt: Bitcoin in der Staatsreserve
Pakistans Staatsminister für Krypto- und Blockchain-Fragen, Bilal Bin Saqib, hat die Bitcoin Reserve Pakistan am Montag, 22. September 2026, am Rande einer UN-Digitalveranstaltung in New York erneut verteidigt. Er verwies dabei auf die 2.000 Megawatt Energie, die Pakistan bereits seit Mai 2025 für Bitcoin-Mining und den Aufbau der Staatsreserve reserviert hat.
Bin Saqib sagte bei dem Auftritt im Rahmen der 81. UN-Generalversammlung sinngemäß, wenn alle großen Institutionen und andere souveräne Staaten Bitcoin kauften, solle Pakistan nicht zurückbleiben.
Die ursprüngliche Ankündigung der staatlichen Reserve stammt von der Bitcoin-2025-Konferenz in Las Vegas. Seither hat Pakistan mit der Pakistan Virtual Assets Regulatory Authority eine eigene Aufsichtsbehörde aufgebaut und 2026 das Virtual Assets Act durch die Nationalversammlung gebracht. Das Land zählt mit rund 240 Millionen Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten der Welt und lag in Branchen-Rankings zur Krypto-Nutzung zuletzt unter den zehn Ländern mit der höchsten Adoptionsrate.
Warum Staaten das Dollar-System hinterfragen
Der Vorstoß rund um die Bitcoin Reserve Pakistan reiht sich in eine wachsende Zahl staatlicher Reserven ein, die auf Entdollarisierung und Unabhängigkeit vom US-Dollar-System setzen. Auch Abu Dhabi weist über zwei Staatsfonds Bitcoin-Positionen aus, mehrere US-Bundesstaaten haben eigene Reservegesetze verabschiedet, und El Salvador hält seit 2021 an seiner eigenen Bitcoin-Reserve fest. Nach eigenen Aussagen prüft Bin Saqib zudem, Teile der Reserve künftig über dezentrale Finanzprotokolle zu verzinsen, ein Schritt, der bislang nicht umgesetzt ist.
Rechtlich bleibt die pakistanische Reserve an die Pakistan Virtual Assets Regulatory Authority gebunden, die seit Juli 2025 Lizenzen an Handelsplätze wie Binance und HTX vergibt. Ob die Reserve durch aktive Käufe wächst oder vorerst auf beschlagnahmte Bestände beschränkt bleibt, ließ Bin Saqib offen.
Dezentralisierte Reserven gegen Finanzsanktionen
Als IWF-Programmland steht die Bitcoin Reserve Pakistan bei der nächsten Überprüfung unter Beobachtung, der Währungsfonds hatte bereits gegenüber El Salvador Vorbehalte gegen staatliche Bitcoin-Bestände geäußert. Eine Reserve, die kein Dritter einfrieren kann, unterscheidet sich darin grundsätzlich von Dollar-Guthaben, die im Zweifel Sanktionen unterliegen.
Für ein Land mit chronisch knappen Devisenreserven verschiebt sich damit die Frage von der Rendite einzelner Bestände hin zur Kontrolle über das eigene Geld. Ob Pakistan diesen Weg konsequent weitergeht, entscheidet sich an den tatsächlichen Käufen der kommenden Monate.
Wir berichteten über die mögliche IWF-Prüfung der pakistanischen Bitcoin Reserve.





