Der Sequans Bitcoin Ausstieg ist mit dem Verkauf der letzten 314 Bitcoin am 25. September 2026 abgeschlossen, nachdem der Bestand einst mehr als 3.200 Bitcoin umfasste. Die Erlöse dienten der Rückzahlung von Wandelanleihen und Aktienrückkäufen.

Sequans verkauft restliche 314 Bitcoin

Der Sequans Bitcoin Ausstieg ist mit dem Verkauf der letzten 314 Bitcoin abgeschlossen: Der französische Halbleiterhersteller gab den Schritt am 25. September 2026 bekannt und beendet damit seine Bitcoin-Treasury-Strategie vollständig. Sequans Communications ist an der New Yorker Börse notiert und auf 5G- sowie IoT-Chips spezialisiert. Damit hält das Unternehmen keine Kryptowährungen mehr in der Bilanz.

Die Erlöse aus dem finalen Verkauf nutzte Sequans, um ausstehende Wandelanleihen zu bedienen und eigene Aktien zurückzukaufen. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen damit frei von Unternehmensschulden, mit Ausnahme staatlich geförderter Forschungs- und Entwicklungsverpflichtungen. Der Fokus verschiebt sich künftig auf das operative Chipgeschäft rund um die eRedCap-Plattform.

Vom Peak zur Auflösung: 3.200 Bitcoin Abbau

Auf dem Höhepunkt hielt Sequans mehr als 3.200 Bitcoin, aufgebaut seit Mitte 2025 mit dem erklärten Ziel, langfristig bis zu 100.000 Bitcoin zu erreichen. Der Abbau erfolgte in klar getrennten Tranchen: Im November 2025 verkaufte das Unternehmen 970 Bitcoin, im ersten Quartal 2026 folgten weitere 1.025 Bitcoin. Die ursprüngliche Kaufphase fiel in eine Zeit, in der mehrere kleinere Börsenunternehmen dem Vorbild größerer Bitcoin-Treasury-Firmen folgten und Fremdkapital für den Aufbau eigener Reserven nutzten.

Die Transaktionen sind in den SEC-Unternehmensmeldungen dokumentiert. Der Sequans Bitcoin Ausstieg vollzieht sich damit ohne verbleibende Restbestände, anders als bei Unternehmen wie Strategy oder Metaplanet, die an ihren Bitcoin-Unternehmensreserven festhalten.

Unternehmensreserven unter Druck

Der Fall zeigt ein Risiko, das bei fremdfinanzierten Bitcoin-Unternehmensreserven oft unterschätzt wird: Wer Wandelanleihen aufnimmt, um Bitcoin zu kaufen, bleibt von Fälligkeitsterminen und dem eigenen Aktienkurs abhängig, unabhängig vom langfristigen Bitcoin-Angebot. Der Sequans Bitcoin Ausstieg erfolgte, obwohl das ursprüngliche Ziel auf einen deutlich größeren Bestand ausgelegt war.

Anders als bei einer schuldenfrei gehaltenen Position bestimmt hier der Kapitalmarkt den Zeitpunkt des Ausstiegs, nicht das eigene Zeitpräferenz-Kalkül des Unternehmens. Für das Bitcoin-Angebot selbst ändert der Verkauf nichts: Die 21 Mio. Einheiten bleiben unabhängig davon, ob einzelne Unternehmen ein- oder aussteigen, unveränderlich begrenzt.

Offen bleibt, ob weitere fremdfinanzierte Treasury-Modelle unter ähnlichen Druck geraten, sollte sich das Umfeld für Wandelanleihen verschärfen. Für Beobachter bleibt entscheidend, wie viele Unternehmen ihre Reserven mit Fremdkapital statt Eigenkapital finanzieren. Sequans selbst konzentriert sich künftig ausschließlich auf sein Halbleitergeschäft.

Wir berichteten über die Bitcoin-Käufe von Strategy und Metaplanet.

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