Im Fall Bitcoin Verwahrung Diebstahl hat Malone Lam Anfang September 2026 vor einem US-Bundesgericht ein Schuldbekenntnis abgelegt. Sein Netzwerk erbeutete über 245 Mio. US-Dollar in Kryptowerten durch Täuschung, gefälschte Kundendienst-Anrufe und Wohnungseinbrüche.
Malone Lam schuldig: 245-Millionen-Dollar-Diebstahl
Im Fall Bitcoin Verwahrung Diebstahl hat der aus Singapur stammende Malone Lam Anfang September 2026 vor einem US-Bundesgericht in Washington ein Schuldbekenntnis abgelegt. Er bekannte sich in einem Anklagepunkt der Bildung einer kriminellen Vereinigung nach dem RICO-Gesetz gegen organisierte Kriminalität schuldig. Die Gruppe erbeutete und wusch nach Angaben der US-Staatsanwaltschaft mehr als 245 Mio. US-Dollar in Kryptowerten. Betroffen waren nach Darstellung der Ermittler zahlreiche Krypto-Halter in den USA.
Lam organisierte das internationale Netzwerk, wählte die Opfer aus und koordinierte die Mittäter. Die Ermittler ordnen ihm die Online-Namen „Anne Hathaway“, „$$$“ und „King Greavy“ zu. Das Bekenntnis nahm Bundesrichterin Colleen Kollar-Kotelly entgegen. Nach der Anklageschrift bestand die Vereinigung spätestens ab Oktober 2023 und war mindestens bis Mai 2025 aktiv.
Ein Strafmaß steht aus, einen Termin für die Verkündung hat das Gericht noch nicht genannt. Lam drohen bis zu 20 Jahre Haft.
Social Engineering und Wohnungsüberfälle
Der Bitcoin Verwahrung Diebstahl um Malone Lam richtete sich nicht gegen die Bitcoin-Protokolle, sondern gegen die Menschen dahinter. In mehreren Fällen riefen Mitglieder Krypto-Halter an und gaben sich als Kundendienst von Apple oder Google aus. Sie brachten die Angerufenen dazu, Zugangsdaten und Sicherheitscodes preiszugeben, mit denen die Täter anschließend die Wallets leerräumten. Die Anrufe richteten sich gezielt an Personen mit großen Krypto-Vermögen.
Kam die Gruppe so nicht an die Bestände, folgten Einbrüche in die Wohnungen der Opfer, um Hardware-Wallets und notierte Wiederherstellungsphrasen zu erbeuten. Die Kontakte entstanden ursprünglich über Online-Spieleplattformen. Einzelheiten des Verfahrens hat das US-Justizministerium veröffentlicht.
Die Beute floss den Ermittlern zufolge in Privatjets, angemietete Villen, Uhren und mindestens 28 Luxusautos. Einzelne Nachtclub-Rechnungen der Gruppe erreichten 500.000 US-Dollar pro Abend. Insgesamt legt die Anklage der Gruppe Straftaten über rund anderthalb Jahre zur Last.
Bitcoin-Halter als bevorzugte Ziele
Der Fall verschiebt den Blick auf vermögende Krypto-Halter, weg vom Brechen kryptografischer Schlüssel, hin zur Täuschung und zum körperlichen Zugriff. Wer Bitcoin selbst verwahrt, hält die privaten Schlüssel und trägt damit die volle Verantwortung für deren Schutz. Wer Bestände bei einer Börse hält, tauscht dieses Risiko gegen ein Gegenparteirisiko, denn Verwahrer können durch Hacks getroffen, zahlungsunfähig oder zur Herausgabe gezwungen werden. Beim Thema Bitcoin Verwahrung Diebstahl gibt es kein Modell ohne Angriffsfläche, sondern nur unterschiedliche.
Bitcoin überträgt Wert ohne Mittelsmann, und genau das macht abgeflossene Bestände praktisch unumkehrbar. Das erhöht den Anreiz, Opfer direkt zu manipulieren, statt Systeme zu überwinden.
Für Halter bleibt die konkrete Konsequenz, Verwahrung und öffentliche Sichtbarkeit strikt zu trennen und Bestände nicht erkennbar zu machen. Offen ist, welches Strafmaß das Gericht verhängt und ob weitere Mitglieder des Netzwerks angeklagt werden.
Wir berichteten über Angriffe auf die privaten Schlüssel von Bitcoin-Haltern.





