Die Kraken Bewertung ist am 10. September 2026 auf 21 Mrd. US-Dollar gestiegen, nachdem Nasdaq über seine Venture-Einheit 100 Mio. US-Dollar in Kraken-Mutter Payward investiert hat. Der Deal baut die seit März laufende Partnerschaft für tokenisierte Aktien aus.
Nasdaq investiert 100 Millionen in Payward
Nasdaq hat am Donnerstag, 10. September 2026, über seine Venture-Einheit Nasdaq Ventures eine Investition von 100 Mio. US-Dollar in Payward angekündigt, die Muttergesellschaft der Kryptobörse Kraken. Die Kraken Bewertung liegt damit bei 21 Mrd. US-Dollar. Damit erweitert Nasdaq die im März 2026 vereinbarte Partnerschaft für tokenisierte Aktien, die bislang vor allem auf dem Papier bestand.
Kern der ausgeweiteten Zusammenarbeit ist das Nasdaq Equity Token Framework, kurz NET, das laut den Unternehmen im zweiten Quartal 2027 starten soll. Zusätzlich übernimmt Payward Nasdaqs Marktüberwachungstechnologie für sein gesamtes Handelsportfolio, das Krypto, klassische Aktien, tokenisierte Aktien, Futures und Optionen umfasst. Kraken hatte mit seinem bisherigen Tokenisierungsprodukt xStocks nach eigenen Angaben seit dem Start Mitte 2025 bereits ein Handelsvolumen von rund 25 Mrd. US-Dollar erreicht.
Kraken Bewertung knackt 21-Milliarden-Marke
Die aktuelle Kraken Bewertung markiert einen deutlichen Sprung gegenüber der zuletzt kommunizierten Zielmarke von rund 20 Mrd. US-Dollar. Nasdaq bezeichnet die Kapitalanlage als strategische Beteiligung über Nasdaq Ventures mit Blick auf die langfristige Weiterentwicklung der globalen Kapitalmarktinfrastruktur.
Die Nasdaq Kapitalanlage ist die zweite offizielle Ausbaustufe der Zusammenarbeit seit der ersten Ankündigung im März. Damals hatten beide Unternehmen vereinbart, ein System zur Ausgabe und zum Handel tokenisierter Aktien aufzubauen. Mit der gestiegenen Kraken Bewertung bindet Nasdaq sein Gegenüber nun enger an die eigene Infrastruktur, statt nur als externer Technologiepartner aufzutreten.
Payward wächst mit Nasdaq-Kapital
Für Kraken-Kunden bedeutet die Vereinbarung konkret: Sie sollen künftig tokenisierte Versionen von an der Nasdaq gelisteten Aktien kaufen und halten können, bei gleichen Stimmrechten wie klassische Aktionäre. Die tokenisierten Anteile sollen zunächst Kunden außerhalb der USA zur Verfügung stehen, insbesondere in Europa. Ziel der Partner ist eine Handelsinfrastruktur, die rund um die Uhr verfügbar ist, statt an reguläre Börsenöffnungszeiten gebunden zu bleiben.
Die Verzahnung von Börsenbetreiber und Kryptobörse bedeutet für Sparer vor allem eines: Ein wachsender Teil klassischer Vermögenswerte wandert auf Verwahr- und Abwicklungswege, die eine einzelne Infrastrukturgruppe kontrolliert, während Anleger sich auf deren Aufsicht und Abwicklung verlassen müssen. Bitcoin bleibt davon unberührt, seine feste Obergrenze von 21 Mio. Einheiten hängt an keiner Partnerschaft und keiner Bewertungsrunde.
Wir berichteten über die im März geschlossene Partnerschaft zwischen Nasdaq und Kraken.





