Der Strive Bitcoin Kauf beschleunigt sich weiter: Chief Risk Officer Jeff Walton beziffert das Tempo der Bestandsverdopplung auf rund zwölf Wochen. Strive zählte zuletzt zu den bestperformenden Werten im Russell 2000 Index.

Strive verdoppelt Bitcoin-Bestand alle 12 Wochen

Der Strive Bitcoin Kauf nimmt weiter Fahrt auf. Chief Risk Officer Jeff Walton erklärte in einem Interview mit Bitcoin Magazine, das Unternehmen verdoppele seinen Bitcoin-Bestand derzeit im Schnitt alle zwölf Wochen. Strive ist an der Nasdaq unter dem Kürzel ASST notiert. Strive zählte zuletzt zu den bestperformenden Werten im Russell 2000 Index. Nach Angaben von Walton hat die Bilanzsumme des Unternehmens die Marke von 2,5 Mrd. US-Dollar überschritten.

Ende August meldete Strive einen Gesamtbestand von gut 23.000 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Einstandspreis von rund 79.400 US-Dollar. Damit zog das Unternehmen am Mitbewerber Bullish vorbei auf Rang fünf der größten börsennotierten Bitcoin-Halter. Allein in der letzten Augustwoche kamen 1.800 Bitcoin hinzu. Das Tempo bestätigt laut Walton den selbstgesetzten Verdopplungsrhythmus beim Strive Bitcoin Kauf. Analysten von TD Cowen rechnen bis Jahresende mit einem Bestand von rund 27.000 Bitcoin.

Jeff Walton über Strives Bitcoin-Strategie

Walton beschreibt die Finanzierung als zweistufigen Prozess: Über ein At-the-Market-Programm gibt Strive fortlaufend Stamm- und Vorzugsaktien aus und nutzt den Erlös gezielt für den nächsten Strive Bitcoin Kauf. Einzelheiten zu Bestand und Käufen veröffentlicht das Unternehmen laufend über sein Treasury-Dashboard, das seit der Fusion mit dem früheren Nasdaq-Unternehmen Semler Scientific als zentrale Offenlegungsstelle dient.

Vor jeder Kaufentscheidung rechnet Strive nach eigenen Angaben mit einer Mindestrendite von 25 bis 50 Prozent. Dabei berücksichtigt das Unternehmen die Kapitalkosten der Aktienausgabe, laufende Dividendenverpflichtungen bei den Vorzugsaktien sowie den aktuellen Einstandspreis von Bitcoin. Nur wenn diese Rechnung aufgeht, wird nachgekauft. Diese Disziplin unterscheidet Strive nach Waltons Darstellung von Nachahmern, die allein auf steigende Kurse setzen.

Institutionelle Bitcoin-Käufe im Beschleunigungsmodus

Unternehmen wie Strive wandeln Kapitalmarktzugang über Aktienemissionen gezielt in Bitcoin-Bestände um, statt liquide Mittel in Bargeld oder kurzlaufenden Anleihen zu halten. Für Aktionäre bedeutet das Modell laufende Verwässerung durch neue Aktien. Im Gegenzug wächst der Bitcoin-Bestand je nach Rechnung überproportional zur Aktienzahl.

Aus österreichischer Sicht liegt der eigentliche Hebel nicht im Kurs der Aktie, sondern in der Entscheidung dahinter. Diese Entscheidung lenkt Kapital statt in beliebig vermehrbare Fiat-Anlagen in ein Gut mit fester Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin. Ob sich der Zwölf-Wochen-Rhythmus bei steigenden Kapitalkosten durchhalten lässt, bleibt offen.

Wir berichteten über Strives Aufstieg auf Rang fünf der größten börsennotierten Bitcoin-Halter.

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