Die Bitcoin Vermögenssteuer Niederlande nimmt mit der Zustimmung der Tweede Kamer vom 12. Februar 2026 feste Form an. Ab 2028 sollen auch nicht verkaufte Kursgewinne mit 36 Prozent besteuert werden.
Wie die Niederlande Bitcoin als besteuertes Vermögen definiert
Die niederländische Tweede Kamer hat am 12. Februar 2026 ein Gesetz gebilligt. Ab 2028 gilt damit eine Bitcoin Vermögenssteuer Niederlande von 36 Prozent auf tatsächliche Wertzuwächse, auch wenn Anleger nicht verkaufen. Betroffen sind unter anderem Bitcoin-Bestände, deren Kursgewinn bislang erst beim Verkauf steuerpflichtig war.
Das Modell „Wet werkelijk rendement box 3″ ersetzt die bisherige Pauschalbesteuerung fiktiver Renditen, indem es den tatsächlichen jährlichen Wertzuwachs erfasst. Steigt Bitcoin 2028 etwa von 60.000 auf 80.000 Euro, besteuert die niederländische Steuerbehörde die Differenz von 20.000 Euro, selbst wenn der Halter die Coins nicht anfasst.
Für das Übergangsjahr 2027 sinkt zudem der Steuerfreibetrag auf 30.846 Euro, das Niveau von 2020.
36 Prozent Steuer auf Bitcoin-Bestände: Europas Vorstoß
Mit der Bitcoin Vermögenssteuer Niederlande würden die Niederlande zum ersten EU-Land werden, das eine Abgabe auf nicht realisierte Kursgewinne gesetzlich verankert. Nachdem die Tweede Kamer zugestimmt hat, liegt der Gesetzentwurf nun bei der Eerste Kamer, der zweiten Parlamentskammer. Details listet das Finanzministerium auf seiner Themenseite Plannen werkelijk rendement box 3 auf.
Kritiker bemängeln vor allem die Liquiditätsfrage: Ein Wertzuwachs erzeugt keinen Cashflow, aus dem sich die Steuer zahlen ließe, weshalb Halter im Zweifel Bitcoin verkaufen müssen, um die Abgabe zu begleichen.
Warum Vermögenssteuer Halter anders trifft als Spekulanten
Die Bitcoin Vermögenssteuer Niederlande trifft strukturell vor allem langfristige Halter. Wer seine Coins über Jahre unverändert hält, zahlt in diesem Modell jedes Jahr auf dem Papier, während häufigerer Handel die Bemessungsgrundlage glätten kann. Das kehrt den Anreiz um, den Sparen gegenüber Konsum eigentlich braucht: Wer Wertzuwachs ohne Verkauf versteuern muss, wird zum Verkauf gedrängt, statt zum Halten belohnt zu werden.
Parallel dazu wird die Geldmenge in Euro Jahr für Jahr ausgeweitet, sodass Sparer auch ohne Bitcoin-Position über die schleichende Entwertung ihres Bargelds an einer stillen Fiat-Sparervernichtung teilhaben. Eine Steuer auf nicht realisierte Bitcoin-Gewinne addiert sich zu diesem Verlust, statt ihn auszugleichen.
Eine Steuer auf nicht realisierte Gewinne behandelt Bitcoin wie laufendes Einkommen, obwohl kein Euro geflossen ist. Das zwingt Halter mitunter zu Verkäufen, die ohne die Abgabe nicht nötig wären.
Anders als der Euro, dessen Menge die Zentralbank laufend ausweiten kann, bleibt die Bitcoin-Obergrenze von 21 Mio. Einheiten von solchen Eingriffen unberührt. Ob die Eerste Kamer das Gesetz 2028 in dieser Form in Kraft setzt, bleibt offen.
Wir berichteten über die ersten Pläne der Niederlande zur Besteuerung unrealisierter Bitcoin-Gewinne.





