Die Blockchain Identifizierbarkeit eines Angreifers hat NEAR Intents am 4. Oktober 2026 zur vollständigen Rückgabe von 3,8 Mio. US-Dollar verholfen. Ein 48-Stunden-Ultimatum nach dem Exploit vom 1. Oktober zwang den Hacker zur Rückzahlung.

Hacker identifiziert: NEAR Intents erhält 3,8 Millionen zurück

NEAR Intents hat die bei einem Exploit am Donnerstag, 1. Oktober 2026, entwendeten 3,8 Mio. US-Dollar vollständig zurückerhalten. Die Blockchain Identifizierbarkeit des Angreifers lieferte dem Cross-Chain-Protokoll die entscheidende Hebelwirkung, um die Rückgabe durchzusetzen. Bestätigt wurde die vollständige Rückzahlung am Sonntag, 4. Oktober 2026.

Ursache war ein Fehler im Zusammenspiel der Omni-Einzahlungs- und Auszahlungsinfrastruktur mit dem NEAR-Intents-Smart-Contract. Das Team schloss die Sicherheitslücke nach eigenen Angaben innerhalb einer Stunde nach Entdeckung. Dienste auf elf betroffenen Blockchain-Netzwerken blieben anschließend für rund zwölf Stunden eingeschränkt.

Die gestohlenen Mittel wurden zunächst auf die Börse KuCoin verschoben und teilweise in Bitcoin umgetauscht. Genau diese Transaktionsspur ermöglichte die Zuordnung zu einer kontrollierbaren Identität. Die Blockchain Identifizierbarkeit wurde damit zum Schlüssel der Aufklärung, nicht eine zentrale Behörde.

NEAR Exploit: 48-Stunden-Ultimatum erzwingt Rückgabe

Einen Tag nach dem Vorfall erklärte NEAR Intents öffentlich, den Angreifer identifiziert zu haben, und setzte eine Frist von 48 Stunden zur Rückgabe der Gelder. Mitgründer Illia Polosukhin sicherte parallel eine vollständige Entschädigung aller betroffenen Nutzer zu, unabhängig vom Ausgang der Verhandlung.

Zur Nachverfolgung der Transaktionen zog das Team zusätzlich forensische Analysen auf dem NEAR-Blockchain-Explorer heran. Die öffentliche Benennung des Angreifers erhöhte den Druck neben der technischen Rückverfolgung zusätzlich.

Nach Ablauf der Frist bestätigte NEAR Intents die vollständige Rückgabe der 3,8 Mio. US-Dollar. Alle elf zuvor eingeschränkten Netzwerke liefen zu diesem Zeitpunkt bereits wieder im Normalbetrieb.

Gegenparteirisiko in DeFi: Kontrolle siegt über Anonymität

Der Fall zeigt, dass Pseudonymität auf öffentlichen Blockchains keinen dauerhaften Schutz bietet, sobald Mittel über zentrale Börsen bewegt werden. Er zeigt auch Grenzen der DeFi Transparenz: Nicht der Code allein, sondern die Nachverfolgung über zentrale Anlaufstellen entschied über den Ausgang.

Wer Kryptowerte über ein Cross-Chain-Protokoll bewegt, überträgt die Sicherheit der eigenen Mittel an die Code-Qualität und Reaktionsfähigkeit des Betreibers, nicht an die eigene Verwahrung. Das unterscheidet diesen Fall von einem Verlust in Selbstverwahrung, bei dem keine zentrale Stelle eingreifen könnte.

Offen bleibt, ob NEAR Intents weitere Prüfungen der Omni-Infrastruktur veröffentlicht. Die Blockchain Identifizierbarkeit hat die Rückgabe erzwungen, ersetzt aber keine strukturelle Absicherung gegen künftige Fehler im Code.

Wir berichteten über einen ähnlichen Bridge-Exploit beim Cross-Chain-Protokoll Symbiosis.

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