Metaplanet will nach Angaben von Cointelegraph Wandelanleihen über 329 Mio. US-Dollar ausgeben, um Bitcoin-Kredite zu verringern. Die Bestände sollen dabei nicht verkauft werden.

Metaplanet ordnet seine Schulden neu

Metaplanet plant nach Angaben von Cointelegraph heute die Ausgabe von Wandelanleihen über 329 Mio. US-Dollar. Damit will das japanische Unternehmen seine Metaplanet Bitcoin-Kredite zurückfahren, also Darlehen, die durch die eigenen Bitcoin-Bestände besichert sind. Verkauft werden sollen die Coins dafür nicht.

Eine Wandelanleihe ist ein Schuldtitel, den Gläubiger später in Aktien des Emittenten umtauschen können. Besicherte Kredite verlangen dagegen Sicherheiten, die bei fallendem Kurs aufgestockt werden müssen. Die Meldung stützt sich bislang auf Medienberichte. Eine unabhängige Bestätigung der Konditionen liegt uns noch nicht vor.

Zinslose Wandelanleihe über 329 Mio. US-Dollar

Die Anleihen sollen eine Laufzeit von fünf Jahren haben und keine Zinsen tragen. Der Erlös ist laut Bericht für die Tilgung von Verbindlichkeiten und für Aktienrückkäufe vorgesehen. Der Wandlungspreis wird in der Meldung nicht genannt.

Neu ist der Schritt nicht in der Richtung: Bereits im Oktober 2025 hatte Metaplanet ein Rückkaufprogramm über 150 Mio. Aktien (13,13 Prozent) und eine Kreditlinie von bis zu 500 Mio. US-Dollar beschlossen. Die Details zu Emission, Laufzeit und Verwendung des Geldes hängen von den Unternehmensmitteilungen ab, die der Börse vorgelegt werden müssen. Erst dann lässt sich prüfen, ob die Summe von 329 Mio. US-Dollar der endgültigen Ausgabe entspricht.

Für die Gläubiger liegt der Reiz im Wandlungsrecht: Sie verzichten auf laufende Zinsen und erhalten dafür die Option auf Aktien. Für Metaplanet entfällt die jährliche Zinslast, die bei den bisherigen Metaplanet Bitcoin-Krediten anfällt.

Schuldenabbau und Aktienrückkäufe zugleich

Das Unternehmen verfolgt zwei Ziele mit demselben Instrument. Es tauscht kurzfristiger kündbare, besicherte Schulden gegen Verbindlichkeiten mit fester Laufzeit. Zugleich fließt Geld in Aktienrückkäufe, die den Anteil je Aktie an der Bitcoin-Reserve erhöhen können.

Der Zielkonflikt liegt auf der Hand: Wandelanleihen können bei Ausübung zu neuen Aktien führen und den Anteil bestehender Aktionäre verwässern. Rückkäufe wirken in die Gegenrichtung. Ob die Rechnung aufgeht, hängt vom Wandlungspreis und vom Bitcoin-Kurs ab, beides ist offen.

Wer besicherte Kredite durch zinslose Anleihen ersetzt, verringert das Risiko erzwungener Verkäufe bei Kursstürzen. Dafür trägt die Last künftig der Aktionär über mögliche Verwässerung statt der Bilanz über Zinsen und Sicherheiten.

Offen bleiben die endgültigen Konditionen und die Frage, wie viel der 329 Mio. US-Dollar tatsächlich in Rückkäufe statt in die Tilgung fließt. Bis dahin ist die Ankündigung ein Plan, keine abgeschlossene Finanzierung.

Wir berichteten über Metaplanet und die Bitcoin-Reserve des Unternehmens.

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