Trezor Wiederverkäufer verlieren zum 1. Januar 2027 ihre Autorisierung, nachdem Ledger manipulierte Hardware-Wallets eines Händlers bestätigt hat.
Trezor beendet Autorisierung für Wiederverkäufer zum Jahreswechsel
Trezor beendet die Autorisierung seiner Händler zum 1. Januar 2027, berichtet Decrypt. Auslöser ist ein Fund von Ledger: Der Konkurrent bestätigte am 10. Oktober 2026, dass Hardware-Wallets eines südostasiatischen Händlers manipuliert waren. Für Trezor Wiederverkäufer ist der Stichtag damit gesetzt.
Eine eigene Mitteilung von Trezor lag bei der Recherche nicht vor, die Angabe stützt sich auf Decrypt. Offen ist, wie der Vertrieb ab 2027 organisiert wird.
Versteckte Schadfunktion in Wallets aus Südostasien entdeckt
Nach Angaben von Ledger trug mindestens ein Gerät, das über den Händler CryptoBilis verkauft wurde, ein nicht autorisiertes Hardware-Implantat. Ledger wies den Händler an, Verkauf und Versand zu stoppen. Berichten zufolge sollte das Implantat die 24 Wörter der Wiederherstellungsphrase über Mobilfunk nach außen senden. Ledger hat diese Funktionsweise nicht bestätigt.
Die Verluste werden in Presseberichten auf 72 bis 93 Mio. US-Dollar geschätzt. Diese Zahlen sind nicht offiziell bestätigt.
Die Phrase ist der Schlüssel zu allen Coins. Wer sie kennt, kann das Guthaben ohne das Gerät übertragen. Ledger rät Betroffenen, Guthaben auf ein neues Gerät mit frisch erzeugter Phrase zu verschieben. Informationen zu Bezugswegen bietet Trezor auf der Herstellerseite.
Ledger meldet Fund eines Spionage-Implantats in Hardware-Wallets
Der Fall betrifft die Lieferkette, nicht den Code der Wallet. Das Gerät wurde vor oder während des Weiterverkaufs verändert, es handelt sich also nicht um eine Firmware-Schwachstelle. Unklar ist, wie viele Geräte betroffen sind und wie das Implantat die Echtheitsprüfung des Herstellers umging. Für Trezor Wiederverkäufer gilt bis Jahresende weiter der bisherige Status.
Wer Hardware-Wallets über Dritthändler bezieht, übernimmt ein Selbstverwahrung Risiko, das die eigene Verwahrung gerade vermeiden soll: Einem Verkäufer vertrauen zu müssen. Trezors Schritt verkürzt die Lieferkette, ob er solche Fälle verhindert, ist offen.
Sicherheit entsteht nur, wenn kein Dritter die Schlüssel kennt, und das gilt bereits für den Weg des Geräts zum Käufer.
Wir berichteten über Risiken bei der Selbstverwahrung von Bitcoin.





