Die Bitcoin 200-Wochen-Linie hat die Marke von 61.000 US-Dollar überschritten, gemeldet von Blockstream-Chef Adam Back auf X. Für ihn bestätigt der steigende Vierjahresdurchschnitt, dass Bitcoin in einem langfristigen Aufwärtstrend bleibt. Der aktuelle Kurs liegt mit rund 73.000 US-Dollar deutlich über dieser Linie.

Adam Back meldet die Bitcoin 200-Wochen-Linie über 61.000 Dollar

Adam Back gehört zu den frühesten Bitcoin-Entwicklern und wird im ursprünglichen Whitepaper zitiert. Seine Aussage ist knapp, aber überprüfbar. Anfang Mai lag die Bitcoin 200-Wochen-Linie bei rund 60.500 US-Dollar, seitdem ist sie weiter gestiegen und hat die 61.000er Marke passiert.

Back hat die Linie in der Vergangenheit als mathematischen Boden bezeichnet, der sich in Korrekturphasen als Auffangzone gezeigt hat. Da es sich um einen Durchschnitt über rund vier Jahre wöchentlicher Schlusskurse handelt, steigt der Wert nahezu kontinuierlich. Das Überschreiten einer runden Marke ist deshalb weniger ein Ereignis als eine Bestätigung des bestehenden Trends.

Was die Bitcoin 200-Wochen-Linie tatsächlich misst

Der Indikator mittelt die Schlusskurse der vergangenen 200 Wochen und glättet so die starken kurzfristigen Schwankungen. Übrig bleibt der langfristige Grundtrend, der über jeden bisherigen Zyklus hinweg höher gelegen hat. Genau hier liegt der Bezug zur Geldordnung. Während die US-Geldmenge M2 laut Federal Reserve weiter wächst, ist das Angebot von Bitcoin auf 21 Mio. Einheiten begrenzt.

Die stetig steigende Bitcoin 200-Wochen-Linie spiegelt damit nicht nur Marktstimmung, sondern den strukturellen Unterschied zwischen einer ausweitbaren und einer knappen Geldform. Als Bitcoin Boden Indikator hat die Linie in jedem Bärenmarkt seit 2015 gehalten, mal als exakte Auffangmarke, mal als Zone knapp darüber.

Warum Backs mathematischer Boden kein Kaufsignal ist

So belastbar der historische Befund ist, ein automatisches Kaufsignal liefert er nicht. In allen früheren Zyklen fiel der Test der Linie mit einer lockernden Geldpolitik zusammen. Bleibt die Geldpolitik restriktiv, fehlt das Liquiditätsumfeld, das frühere Erholungen begleitet hat. Hinzu kommt der Strukturwandel durch börsengehandelte Fonds und institutionelle Halter, die das Angebot dauerhaft binden und das alte Muster verändern könnten.

Der Bitcoin Boden Indikator beschreibt damit eine Wahrscheinlichkeit, keine Garantie, und der aktuelle Kurs liegt ohnehin über der Linie. Wer den steigenden Durchschnitt richtig deuten will, sollte ihn als Ausdruck der Knappheit lesen. Eine Geldform mit fester Obergrenze von 21 Mio. Einheiten kann ihren langfristigen Trend nicht durch Neuschöpfung verwässern, anders als eine Geldmenge, die planmäßig ausgeweitet wird.

Die Bitcoin 200-Wochen-Linie misst genau diesen Unterschied über die Zeit. Sie sagt nichts über den nächsten Monat, aber viel über die Richtung, in die sich die zugrunde liegende Geldordnung bewegt.

Wir berichteten über vier Metriken, die den Bitcoin Bärenmarkt-Boden eingrenzen.

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