Der Morgan Stanley Bitcoin Trust MSBT hat am ersten Handelstag alle bisherigen ETF-Starts des Hauses übertroffen. Amy Oldenburg, Head of Digital Assets bei Morgan Stanley, bestätigte den Bitcoin ETF Rekord am 11. April. Kein Tech-, Bond- oder Rohstoff-ETF der Bank hatte je einen stärkeren Erststart.

Morgan Stanley bestätigt stärksten ersten Handelstag aller hauseigenen ETFs

Am 8. April startete der MSBT auf der NYSE Arca mit rund 1,6 Mio. gehandelten Anteilen und etwa 34 Mio. US-Dollar an Zuflüssen. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas ordnete das Debüt in die Top 1 % aller ETF-Launches des vergangenen Jahres ein.

Morgan Stanley hat in seiner Geschichte hunderte ETFs aufgelegt, darunter Produkte für Technologie, Anleihen, Schwellenländer und Rohstoffe. Dass ausgerechnet ein Bitcoin-Produkt den internen Rekord bricht, ist strukturell bemerkenswert.

Der Bitcoin ETF Rekord fiel in eine Phase, in der Bitcoin bei rund 73.000 US-Dollar handelt und über 44 % unter seinem Allzeithoch liegt. Die Nachfrage kam also nicht aus Euphorie, sondern aus institutioneller Überzeugung.

Von Krypto-Verbot zu Rekordstart: Morgan Stanleys Wandel in unter drei Jahren

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Noch 2023 war es Morgan-Stanley-Beratern untersagt, Bitcoin-Produkte aktiv zu empfehlen. Im August 2024 erhielten sie erstmals die Erlaubnis, bestehende Bitcoin-ETFs wie BlackRocks IBIT und Fidelitys FBTC an Kunden zu vermitteln. Die Gebühren flossen dabei an die Konkurrenz.

Mit dem Morgan Stanley Bitcoin ETF MSBT ändert sich das. Morgan Stanley ist nun selbst Sponsor des Produkts. Coinbase übernimmt die Verwahrung, BNY Mellon die Administration. Der Gebührenfluss bleibt im Haus. 16.000 Wealth-Management-Berater mit einem Kundenvolumen von rund 9,3 Bio. US-Dollar bilden den Vertriebskanal.

Die Bank empfiehlt Kunden eine Allokation von 2 bis 4 % in Bitcoin. Der Wandel von einem Krypto-Verbot zum eigenen Bitcoin ETF Rekord dauerte weniger als drei Jahre. Parallel plant Morgan Stanley einen Solana-ETF für das dritte Quartal und den Start von Kryptohandel über E-Trade in der ersten Jahreshälfte 2026.

Erste US-Bank mit eigenem Bitcoin-Spot-ETF unterbietet BlackRock um fast die Hälfte

Der MSBT verlangt eine Jahresgebühr von 0,14 %. BlackRocks IBIT liegt bei 0,25 %, Grayscales Mini Trust bei 0,15 %. Damit ist MSBT das günstigste Spot-Bitcoin-Produkt in den USA. Bei institutionellen Volumina summiert sich der Unterschied von 11 Basispunkten auf relevante Beträge.

Der Gebührenvorsprung allein garantiert keinen langfristigen Erfolg. BlackRocks IBIT verwaltet über 85 Mrd. US-Dollar und dominiert den Sekundärmarkt mit tiefer Liquidität und einem etablierten Optionsökosystem. Die 34 Mio. US-Dollar am ersten Tag sind intern ein Rekord, im Vergleich zu BlackRocks 4,6 Mrd. US-Dollar im ersten Monat 2024 jedoch bescheiden.

Die eigentliche Bedeutung liegt nicht im Volumen, sondern im Signal. Wenn eine der größten Investmentbanken der Welt ein eigenes Bitcoin-Produkt auflegt und damit alle anderen eigenen Produktstarts übertrifft, zeigt das, wo die Nachfrage liegt. Die Frage ist nicht mehr, ob Banken Bitcoin-Produkte anbieten. Die Frage ist, welche Bank das bessere Angebot macht.

Wir berichteten über den Start des MSBT und den Gebührenwettbewerb mit BlackRock.

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