Die Bitcoin-Langzeit-Holder erreichten Anfang Juli 2026 mit rund 15 Millionen BTC einen neuen Höchststand unbewegter Coins. Nur 218.421 Bitcoin wurden im selben Zeitraum aus zwei Jahre alten Wallets reaktiviert, der niedrigste Wert seit 2012.

15 Millionen Bitcoin gelagert statt verkauft

Die Bitcoin-Langzeit-Holder-Reserve erreichte Anfang Juli 2026 mit rund 15 Millionen BTC einen neuen Höchststand: So viele Coins liegen seit mindestens 155 Tagen unbewegt in denselben Wallets, wie aktuelle On-Chain-Daten zeigen, auf die sich der Bitcoin-Magazine-Analyst Mitchell Askew in einer aktuellen Einordnung stützt. Von den knapp 19,9 Millionen bereits geschürften Bitcoin liegt damit ein Großteil bei Haltern, die trotz Kursschwankungen nicht verkaufen.

Ergänzend zeigen Chain-Daten, dass am 6. Juni 2026 nur 218.421 Bitcoin aus Wallets reaktiviert wurden, die seit mindestens zwei Jahren ruhten, der niedrigste Wert seit 2012. Zusätzlich gelten rund 81 Prozent der zirkulierenden Menge als seit mindestens sechs Monaten unbewegt. Askew liest aus dieser Kombination nachlassenden Verkaufsdruck: Wer seine Bitcoin trotz der jüngsten Kursbewegung nicht bewegt, signalisiert Halteabsicht statt kurzfristiger Gewinnmitnahme.

Selbstverwahrung macht Bitcoin knapper

Parallel zur Bitcoin-Langzeit-Holder-Reserve, die sich laut Glassnode-Daten seit 2020 um mehr als 3 Millionen Bitcoin in ruhende Wallets vergrößert hat, ist die auf Handelsplätzen gelagerte Menge deutlich gesunken. Sie fiel von rund 3,4 Millionen Bitcoin im März 2025 auf etwa 2,4 Millionen Bitcoin, den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen.

Der Rückgang deckt sich mit einer Zunahme der Bitcoin-Selbstverwahrung: Anleger überweisen ihre Coins von Börsenkonten in eigene Wallets, statt sie dort für einen schnellen Verkauf bereitzuhalten. Wer selbst verwahrt, gibt die Kontrolle über die privaten Schlüssel nicht an einen Verwahrer ab und trägt damit kein Gegenparteirisiko durch Börsenausfälle oder eingefrorene Konten. Diese Verschiebung verknappt die handelbare Menge zusätzlich zur wachsenden Langzeit-Holder-Reserve.

Hard Money Effekt bei Bitcoin

Die Kombination aus wachsender Langzeit-Holder-Reserve und sinkenden Börsenbeständen verknappt die tatsächlich handelbare Bitcoin-Menge, während die Obergrenze von 21 Millionen Bitcoin unverändert bleibt. Anders als bei einer Währung, deren Menge eine Zentralbank je nach Lage ausweiten kann, lässt sich das Bitcoin-Angebot durch keine Institution nachträglich erhöhen.

Wer heute Bitcoin in Selbstverwahrung hält statt zu verkaufen, entscheidet sich damit gegen ein Geld, dessen Wert durch zusätzliche Ausgabe verwässert werden kann. Diese Entscheidung liegt beim Einzelnen, nicht bei einer Zentralbank.

Offen bleibt, ob die niedrige Reaktivierungsrate bestehen bleibt oder ruhende Wallets bei einer weiteren Kursbewegung wieder aktiv werden. An der Obergrenze von 21 Millionen Bitcoin ändert sich dadurch nichts.

Wir berichteten über die vorangegangene Rekordmarke bei der Bitcoin-Langzeit-Holder-Reserve.

Unser Qualitätsanspruch

Unsere Redaktionsrichtlinien bei Krypto Guru zielen darauf ab, Dir präzise, gut recherchierte und objektive Informationen im Bereich Kryptowährungen zu bieten. Jedes Stück Inhalt wird von einem Team aus erfahrenen Krypto-Experten und Redakteuren sorgfältig geprüft, um sicherzustellen, dass Du nur die verlässlichsten und aktuellsten Informationen erhältst. So kannst Du sicher sein, dass die Inhalte, die Du bei uns findest, nicht nur relevant, sondern auch von echtem Mehrwert für Dich sind.

Telegram Channel

Komm in unseren kostenlosen Telegram Channel und erhalte die News als erster!

Aktuelle News

Weitere aktuelle News