Die Bitcoin Gold Outperformance seit dem Beginn des Iran-Konflikts am 28. Februar ist laut Bernstein-Analyst Gautam Chhugani kein Zufall, sondern Ausdruck einer fundamental veränderten Marktstruktur. Bitcoin stieg seit Kriegsbeginn um 13 %, während Gold 6 % verlor und der S&P 500 ebenfalls im Minus liegt.
Bernstein nennt Bitcoin das portabelste Asset ohne Gegenparteirisiko
Chhugani schrieb in einer Kundennote am 16. März, dass es möglicherweise einen physischen Konflikt brauche, um zu erkennen, dass Bitcoin das portabelste, digitalste und liquideste Asset ohne Gegenparteirisiko bleibe. Dabei verwies er auf zwei strukturelle Veränderungen, die den Bitcoin Gold Vergleich grundlegend verschieben.
Erstens habe Strategy als „Bitcoin-Zentralbank letzter Instanz” durch kontinuierliche Käufe auch während der Korrektur einen Boden eingezogen. Allein in der vergangenen Woche erwarb Strategy 22.337 BTC für 1,57 Mrd. US-Dollar und hält nun insgesamt 761.068 BTC.
Zweitens hätten die Spot-Bitcoin-ETFs eine resilientere und weniger spekulative Kapitalbasis geschaffen als in früheren Zyklen. Bernstein bekräftigte das Kursziel von 150.000 US-Dollar bis Ende 2026 und bezeichnete den aktuellen Bärenmarkt als den schwächsten in der Geschichte von Bitcoin.
Bitcoin plus 13 %, Gold minus 6 %, S&P 500 im Minus seit dem 28. Februar
Der Bloomberg-Chart, den Holger Zschaepitz am 16. März auf X teilte, zeigt die normalisierte Performance seit dem 27. Februar. Bitcoin steht bei 113,21, Gold bei 94,83. Besonders auffällig ist das Muster der steigenden Tiefs bei Bitcoin.
Am Tag des Angriffs fiel der Kurs auf 64.000 US-Dollar. Nach Irans Vergeltungsschlägen am 2. März lag der Boden bei 66.000 US-Dollar. Nach einer Woche Konflikt bei 68.000 US-Dollar. Nach den Tanker-Angriffen am 12. März hielt Bitcoin bei 69.400 US-Dollar.
Die Rücksetzer werden also kleiner, während der Kurs insgesamt steigt. CoinDesk beschreibt Bitcoin deshalb als den schnellsten Schockabsorber der globalen Märkte, weil es das einzige liquide Asset war, das am Samstag des Angriffs gehandelt wurde, und seitdem jede Eskalation schneller absorbiert als Aktien oder Edelmetalle.
ETF-Zuflüsse von 1,3 Mrd. USD im März markieren ersten positiven Monat seit Oktober
Die Rückkehr institutionellen Kapitals bestätigt die These. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im März bislang rund 1,3 Mrd. US-Dollar an Netto-Zuflüssen. Das wäre der erste positive Monat seit Oktober 2025, nach fünf aufeinanderfolgenden Monaten mit Abflüssen.
JPMorgan-Analyst Nikolaos Panigirtzoglou beobachtete eine scharfe Divergenz: Während der größte Gold-ETF (GLD) Abflüsse von 2,7 % verzeichnete, absorbierten Bitcoin-ETFs wie BlackRocks IBIT signifikantes Kapital. Rund 60 % des gesamten Bitcoin-Supply wird laut Bernstein von Long-Term-Holdern gehalten, die seit über einem Jahr nicht verkauft haben.
Dieser Anteil stabilisiert den Markt und reduziert das verfügbare Angebot weiter. Wer in der Bitcoin Gold Outperformance der letzten zwei Wochen ein Muster erkennt, das sich seit 2020 bei jeder geopolitischen Krise wiederholt, versteht, warum ein Asset mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten in Zeiten staatlicher Geldschöpfung nicht schwächer wird, sondern stärker.
Wir berichteten über das historisch niedrige BTC/Gold-Verhältnis und warum es in früheren Zyklen immer auf einen Wendepunkt hindeutete.





