Warum die Bitcoin Schwierigkeitsanpassung alle zwei Wochen die Blockzeit stabil hält, während Gold und Silber unter Preisanstiegen ihre Fördermenge ausweiten.

Gold und Silber unter Inflationsdruck

Gold und Silber galten über Jahrhunderte als solide Wertaufbewahrung, weil ihre Fördermenge nur langsam wächst. Trotzdem zeigt die Geschichte immer wieder ein Problem: Steigt der Preis eines Edelmetalls stark an, lohnt sich der Abbau plötzlich viel mehr.

Minenbetreiber erschließen dann neue Vorkommen oder bauen bestehende Anlagen aus. Die Fördermenge steigt dadurch schneller, genau dann, wenn der Preis bereits hoch ist.

Das Ergebnis ist eine Art verzögerte Inflationswelle. Die zusätzliche Menge an Gold oder Silber kommt erst mit Verspätung auf den Markt, verwässert aber am Ende den Bestand, den jeder Halter besitzt.

Ein Geldsystem, das auf physischer Förderung beruht, hat keinen eingebauten Mechanismus, der die Ausgabemenge unabhängig vom Preis stabil hält. Genau an diesem Punkt setzt das Bitcoin-Whitepaper an.

Die Bitcoin Schwierigkeitsanpassung im Zwei-Wochen-Takt

Bitcoin löst dieses Problem nicht durch eine feste Fördermenge pro Zeiteinheit, sondern durch einen Regelmechanismus: die Bitcoin Schwierigkeitsanpassung. Alle 2016 Blöcke, also ungefähr alle zwei Wochen, vergleicht das Netzwerk die benötigte Zeit für diese Blöcke mit dem Zielwert von zehn Minuten pro Block.

Fiel die durchschnittliche Blockzeit kürzer aus als zehn Minuten, wird die Schwierigkeit angehoben. Fiel sie länger aus, sinkt die Schwierigkeit. Die Bitcoin Schwierigkeitsanpassung sorgt so dafür, dass neue Blöcke im Schnitt weiterhin alle zehn Minuten entstehen, unabhängig davon, wie viel Rechenleistung gerade im Netzwerk aktiv ist.

Diese Regel ist im Protokoll fest verankert und läuft automatisch, ohne dass eine Instanz eingreifen müsste. Jeder Knoten berechnet den neuen Zielwert nach denselben Regeln und akzeptiert nur passende Blöcke.

Wer die genaue Berechnung nachlesen möchte, findet eine technische Erklärung im Bitcoin Wiki zur Difficulty. Dort wird auch die Formel hinter der Anpassung beschrieben.

Rechenleistung und steigende Schwierigkeit

Ein Beispiel verdeutlicht das: Schließen sich neue Miner an oder rüsten bestehende Teilnehmer ihre Hardware auf, steigt die gesamte Rechenleistung im Netzwerk. Ohne Gegenmaßnahme würden Blöcke schneller als alle zehn Minuten gefunden.

Darauf reagiert die Bitcoin Schwierigkeitsanpassung mit einer höheren Schwierigkeit für die nächste Periode. Das gleicht die zusätzliche Rechenleistung wieder aus und bringt den Blockabstand zurück auf zehn Minuten.

Für die Geldmenge bedeutet das: Der Ausgabeplan von Bitcoin bleibt stabil, egal wie viele Teilnehmer gerade mitrechnen. Mehr Rechenleistung führt nicht zu mehr neuen Bitcoin pro Zeiteinheit, sondern lediglich zu mehr Sicherheit für das Netzwerk.

Damit unterscheidet sich Bitcoin vom Beispiel Gold und Silber. Dort führte ein höherer Preis zu mehr Förderung und damit zu einer Dynamik, die die stabile Geldmenge untergrub. Bei Bitcoin führt mehr Aktivität lediglich zu einer höheren Schwierigkeit, nicht zu einer schnelleren Ausgabe.

Damit lässt sich die Bitcoin Schwierigkeitsanpassung als eingebaute Selbstkorrektur verstehen. Sie hält den Takt der Blockerzeugung konstant und schützt so die stabile Geldmenge, die im Whitepaper als Ziel formuliert wurde.

berichteten wir über Bitcoin Pseudonymität: Anonym und doch öffentlich.

Unser Qualitätsanspruch

Unsere Redaktionsrichtlinien bei Krypto Guru zielen darauf ab, Dir präzise, gut recherchierte und objektive Informationen im Bereich Kryptowährungen zu bieten. Jedes Stück Inhalt wird von einem Team aus erfahrenen Krypto-Experten und Redakteuren sorgfältig geprüft, um sicherzustellen, dass Du nur die verlässlichsten und aktuellsten Informationen erhältst. So kannst Du sicher sein, dass die Inhalte, die Du bei uns findest, nicht nur relevant, sondern auch von echtem Mehrwert für Dich sind.

Telegram Channel

Komm in unseren kostenlosen Telegram Channel und erhalte die News als erster!

Aktuelle News

Weitere aktuelle News