Metaplanet baut mit einer neuen Bitcoin Treasury Infrastruktur einen eigenen Dienst in den USA auf und steckt dafür 2.100 Bitcoin sowie 2,5 Mio. US-Dollar in das Nasdaq-Unternehmen Super League. Nach Abschluss der Transaktion firmiert die Gesellschaft als „Superplanet, Inc.“ mit Metaplanet als Mehrheitseigner.

Metaplanet startet Bitcoin Treasury Service in USA

Metaplanet hat am Dienstag, 18. August 2026, den Aufbau einer neuen Bitcoin Treasury Infrastruktur in den USA angekündigt: Der japanische Konzern steckt 2.100 Bitcoin, umgerechnet rund 132,1 Mio. US-Dollar, sowie 2,5 Mio. US-Dollar in bar in das Nasdaq-notierte Unternehmen Super League Enterprise. Im Gegenzug erhält Metaplanet 44.859.400 Stammaktien zu je 3 US-Dollar, dazu Vorzugsaktien und Optionsscheine.

Nach Abschluss der Transaktion wird Super League in „Superplanet, Inc.“ umbenannt und zur konsolidierten Tochtergesellschaft von Metaplanet. Der japanische Bitcoin-Bestandshalter kontrolliert dann rund 95,7 Prozent der Stammaktien von Superplanet. Super League Enterprise war zuvor im Geschäft mit Gaming- und Esport-Veranstaltungen aktiv und wechselt mit der Umbenennung vollständig ins Bitcoin-Treasury-Geschäft.

Treasury Services etablieren sich als Bitcoin Infrastruktur

Mit Superplanet entsteht eine Bitcoin Treasury Infrastruktur, die an der Nasdaq und an der Tokioter Börse gleichzeitig notiert ist. Metaplanet positioniert sich damit als Bitcoin Unternehmensdienstleister, der Treasury-Strukturen nicht nur für sich selbst, sondern als eigenständiges Geschäftsmodell in den USA anbietet.

Laut Mitteilung über GlobeNewswire steht der Zusammenschluss noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Super-League-Aktionäre, der Nasdaq-Zulassung und weiterer regulatorischer Prüfungen. Einen konkreten Starttermin für die operative Tätigkeit von Superplanet nennt Metaplanet bislang nicht.

Metaplanet selbst hält nach eigenen Angaben mehr als 35.000 Bitcoin und zählt damit zu den größten börsennotierten Bitcoin-Haltern weltweit, hinter Strategy, MARA Holdings und Riot Platforms. Bis Ende 2026 will der Konzern den eigenen Bestand auf 100.000 Bitcoin ausbauen, Superplanet kommt als separate US-Struktur zusätzlich hinzu.

Bitcoin als Unternehmensreserve wird Normalfall

Die Ausgliederung einer eigenen Bitcoin Treasury Infrastruktur zeigt, dass Unternehmen zunehmend spezialisierte Aktiengesellschaften für die Bitcoin-Bilanzierung aufbauen, statt Bestände nur nebenbei zu halten. Die Struktur verteilt Kapitalbeschaffung und Berichtspflichten auf eine eigene Nasdaq-Notierung, getrennt vom japanischen Kerngeschäft.

Unternehmen wie Metaplanet richten ihre Zeitpräferenz zunehmend auf ein Gut mit fester Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin aus, statt auf beliebig vermehrbare Bilanzreserven zu setzen. Das unterscheidet Treasury-Strategien grundsätzlich von klassischen Fiat-Rücklagen.

Offen bleibt, ob die Aktionäre von Super League zustimmen und Superplanet die nötigen Nasdaq-Auflagen erfüllt. Ein Starttermin für den operativen Betrieb steht bislang nicht fest.

Wir berichteten über Metaplanets Weg zu 43.000 Bitcoin in der Bilanz.

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