BlackRock bringt mit BITA einen Bitcoin-Fonds an die Nasdaq, der Einkommen aus Optionsprämien statt aus reinen Kursgewinnen erzeugen soll.
BlackRock Bitcoin ETF setzt auf Covered Calls statt direkter Bitcoin-Käufe
Der BlackRock Bitcoin ETF mit dem Kürzel BITA startet am 16. Juni 2026 an der Nasdaq. Die US-Börsenaufsicht SEC hat die Wirksamkeit am 15. Juni bestätigt, die Nasdaq das Listing freigegeben.
Das Produkt heißt iShares Bitcoin Premium Income ETF und verfolgt ein anderes Ziel als ein reiner Spot-Fonds. Statt allein den Bitcoin-Kurs abzubilden, soll der Fonds monatliches Einkommen aus dem Verkauf von Kaufoptionen erzeugen. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas nennt als Zielwert eine Jahresrendite von 15 bis 25 Prozent. Diese Angabe ist eine Schätzung, keine Zusage. Die tatsächliche Ausschüttung hängt von den erzielten Optionsprämien ab und schwankt von Monat zu Monat. Der BlackRock Bitcoin ETF reiht sich damit in eine zweite Welle institutioneller Bitcoin-Produkte ein, die über das bloße Kursengagement hinausgehen.
BlackRock Bitcoin ETF BITA verkauft Optionen auf IBIT-Bestände
Der Fonds hält Anteile am bestehenden BlackRock-Produkt IBIT und verkauft Kaufoptionen gegen diese Bestände. Die eingenommenen Prämien werden als Einkommen an die Anleger ausgeschüttet. Bitcoin selbst wirft keine Rendite ab, da das Netzwerk auf Proof-of-Work basiert und kein Staking erlaubt.
Die Einnahmen des Fonds stammen also nicht aus Bitcoin, sondern aus dem Optionsmarkt. Den Mechanismus und die Einschränkungen beschreibt BlackRock im offiziellen Fondsprospekt ausdrücklich. Der BlackRock Bitcoin ETF gibt im Gegenzug einen Teil der Kursgewinne ab, sobald Bitcoin stark steigt. Oberhalb des vereinbarten Ausübungspreises fließt der Gewinn an den Käufer der Option.
BlackRock Bitcoin ETF zielt auf mindestens 70 Prozent der Bitcoin-Bewegung
Nach Angaben aus dem Prospekt soll der Fonds mindestens 70 Prozent der Bitcoin-Aufwärtsbewegung mitnehmen. Das Abwärtsrisiko bleibt dagegen nahezu vollständig bestehen, die Prämien decken Kursrückgänge nur teilweise ab. Der BlackRock Bitcoin ETF tauscht einen Teil des Kurspotenzials gegen planbares Einkommen.
Strukturell zeigt das Produkt, wie Bitcoin in vertraute Finanzinstrumente überführt wird. Ein Anleger, der Einkommen sucht, bewertet sichere Zahlungsströme höher als ungewisse spätere Kursgewinne. Diese Zeitpräferenz ist ein subjektives Werturteil, kein Mangel. Wer dagegen die volle Knappheit von Bitcoin abbilden will, kommt an einem fest begrenzten Angebot von 21 Mio. Einheiten nicht vorbei.
Eine Optionsstrategie kann monatliche Prämien liefern, sie verändert aber nichts an der programmatischen Endlichkeit der zugrunde liegenden Einheit. Genau diese Trennung zwischen einem Finanzprodukt auf Bitcoin und dem direkten Halten von Bitcoin entscheidet darüber, welches Ziel ein Anleger tatsächlich verfolgt.
Wir berichteten über die ursprüngliche Antragsänderung zum BlackRock Bitcoin ETF BITA.





