Blockchain.com treibt die Blockchain Börsengang Finanzierung voran und will bei einer US-Notierung rund 500 Millionen US-Dollar einsammeln. Die angestrebte Bewertung liegt bei 4 bis 6 Milliarden US-Dollar, deutlich unter dem Rekordwert von 2022.
Blockchain.com strebt 500-Millionen-IPO an
Die Blockchain Börsengang Finanzierung von Blockchain.com nimmt nach einem Bericht von CoinDesk vom Montag, 29. September 2026, konkrete Form an: Das Unternehmen will bei einer Notierung in den USA rund 500 Millionen US-Dollar einsammeln. Die angestrebte Bewertung liegt bei 4 bis 6 Milliarden US-Dollar, deutlich unter dem Rekordwert von 14 Milliarden US-Dollar aus dem Boomjahr 2022. Mit der Sache vertrauten Personen zufolge stehen Summe und Bewertung noch nicht endgültig fest und können sich bis zur Notierung verschieben.
Das Londoner Unternehmen hatte bereits Anfang des Jahres vertraulich einen Zulassungsantrag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Ein genaues Datum nannte Blockchain.com bislang nicht, als Zielmarke gilt das laufende Jahr 2026. Der Vorstoß folgt auf ein ruhiges Jahr für Krypto-Börsengänge, nachdem ein schwacher Markt Anfang 2026 mehrere Unternehmen zum Aufschub ihrer Pläne bewogen hatte.
Adoption und Verwahrungskonzentration schreiten zusammen voran
Blockchain.com bietet nach eigenen Angaben Börsen-, Wallet-, Handels- und Kreditdienste an und zählt zu den ältesten Unternehmen der Branche. Das 2011 gegründete Unternehmen verwaltet Kundenbestände über eine zentrale Plattform, auf der private Schlüssel mehrheitlich beim Anbieter liegen statt in Selbstverwahrung der Nutzer. Ein Börsengang würde diese Struktur festigen, da zusätzliches Kapital vor allem in die Plattform selbst fließt, nicht in dezentrale Infrastruktur.
Die geplante Blockchain Börsengang Finanzierung reiht sich in eine Serie von Notierungsplänen großer Verwahrer und Handelsplätze ein, die Adoption zunehmend über zentrale Anbieter statt über Selbstverwahrung treiben. Wer Bestände bei Blockchain.com oder vergleichbaren Plattformen hält, überträgt damit Verwahrungsrisiko an das Unternehmen und dessen Bilanz, statt die eigenen privaten Schlüssel zu kontrollieren.
Institutionalisierung ohne Dezentralisierung: Das Blockchain.com-Modell
Mit dem Börsengang unterwirft sich Blockchain.com denselben Offenlegungspflichten wie andere börsennotierte Finanzunternehmen, einschließlich Quartalsberichten und Prüfungen. Das schafft mehr Transparenz über Bilanz und Risiken der Plattform. Bei der Blockchain Börsengang Finanzierung bleibt bis zur offiziellen SEC-Zulassung dennoch offen, wie hoch Schulden- und Kundengeld-Anteile in der Bilanz tatsächlich ausfallen.
Die Verwahrung von Kryptowerten bei einer Börse bleibt ein Gegenparteirisiko, unabhängig davon, ob das Unternehmen privat oder börsennotiert ist. Nur Bestände in Selbstverwahrung unterliegen diesem Risiko nicht, weil die privaten Schlüssel ausschließlich beim Halter liegen.
Offen bleibt, zu welchem Zeitpunkt und mit welchem Konsortium Blockchain.com tatsächlich an die Börse geht. Die zugrunde liegende Bitcoin-Menge bleibt davon unberührt auf 21 Mio. Einheiten begrenzt.
Wir berichteten über den Börsengang des Stablecoin-Emittenten Circle.





