US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag eine Anordnung unterzeichnet, die Millionen von Amerikanern mit 401(k)-Rentenplänen künftig den Zugang zu risikoreicheren Anlageformen wie Private Equity und Kryptowährungen ermöglichen könnte – und damit Finanzakteuren den Weg zu einem Billionenmarkt ebnet.
In Kürze
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Donald Trump: Schrittweise Umsetzung geplanter Änderungen
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Gewinner: Private Equity und Krypto-Branche
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Kurswechsel gegenüber Biden-Ära
Donald Trump: Schrittweise Umsetzung geplanter Änderungen
Für Sparer ändert sich vorerst nichts: Bevor neue Anlageoptionen wie Private Equity, Kryptowährungen oder Immobilien in 401(k)-Plänen angeboten werden können, müssen die zuständigen Bundesbehörden die bestehenden Vorschriften anpassen – ein Prozess, der Monate dauern dürfte. Sobald die Regeln überarbeitet sind, könnten Arbeitgeber jedoch ein breiteres Spektrum an Investmentmöglichkeiten bereitstellen.
Die Anordnung des Präsidenten weist das Arbeitsministerium und andere Behörden an, die Definition von zulässigen Anlagen unter den geltenden 401(k)-Bestimmungen neu zu fassen. Diese Pläne unterliegen dem „Employee Retirement Income Security Act“ (ERISA) von 1974, der Arbeitgeber verpflichtet, nur Anlageoptionen anzubieten, die im besten Interesse der Beschäftigten liegen – nicht der Finanzindustrie.
Gewinner: Private Equity und Krypto-Branche
Von dem Vorstoß profitieren vor allem zwei Branchen: Zum einen die Private-Equity-Industrie, die mit einem Volumen von rund 5 Billionen Dollar seit Jahrzehnten auf Zugang zu US-Rentenplänen drängt.
Zum anderen die Kryptowirtschaft, deren führende Köpfe Donald Trumps Wahlkampf 2024 aktiv unterstützten, um ihre Akzeptanz in der breiten Bevölkerung zu steigern. Der Kurs von Bitcoin legte am Donnerstag um 2 % auf 116.542 US-Dollar zu – fast doppelt so hoch wie zum Zeitpunkt von Trumps Wahlsieg.

Kurswechsel gegenüber Biden-Ära
Unter Donald Trumps Vorgänger Joe Biden verfolgten die Aufsichtsbehörden eine deutlich vorsichtigere Linie gegenüber Kryptowährungen und warnten vor deren massiven Kursschwankungen. Während Kursbewegungen von 10 % an einem einzigen Tag bei Bitcoin, Ethereum & Co. keine Seltenheit sind, gelten schon 2–3 % am Aktienmarkt als außergewöhnlich.
Krypto-Unternehmen, die Millionenbeträge in Trumps Wahlkampf und seine Amtseinführungsfeiern investierten, hatten ein klares Ziel: als zulässige Anlageform unter ERISA anerkannt zu werden. Coinbase, einer der größten Krypto-Handelsplätze der USA, unterstützte zudem Trumps Militärparade in Washington. Unter seiner Regierung stellte die Börsenaufsicht SEC ihre Klage gegen Coinbase ein – ein klarer Bruch mit der Linie der Biden-Administration, die Kryptowährungen als Wertpapiere einstufen wollte.





