Donald Trump und Biden wetteifern um Krypto-Wähler
Angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen sind beide Seiten eifrig bemüht, die Gunst der Krypto-Wähler zu gewinnen. „Unser Land muss in diesem Bereich führend sein; es gibt keinen zweiten Platz“, erklärte Trump auf Truth Social. Diese Äußerung erfolgte im Vorfeld seiner Rede auf der Libertarian National Convention in Washington, D.C., die heute stattfinden soll.
Trump nutzte die Gelegenheit auch, um die Biden-Regierung zu kritisieren.
Er sagte:
Der korrupte Joe Biden, der schlechteste Präsident in der Geschichte unseres Landes, will, dass die Krypto-Industrie einen langsamen und schmerzhaften Tod stirbt.
Zudem sprach sich der ehemalige Präsident Anfang des Monats bei einem Abendessen in Mar-a-Lago positiv über Kryptowährungen aus. Letzte Woche begann Trumps Präsidentschaftskampagne, Krypto-Spenden anzunehmen, und er ist damit der erste republikanische Kandidat, der offen Unterstützung für Bitcoin, Ether und andere digitale Währungen zeigt.
Biden-Regierung lockert Haltung zu Kryptowährungen
Nach Trumps pro-Krypto-Maßnahmen hat auch die Biden-Regierung ihre bisherige ablehnende Haltung gegenüber Kryptowährungen abgeschwächt. Letzten Mittwoch veröffentlichte das Weiße Haus eine Stellungnahme, in der es sich gegen ein Gesetz zur Regulierung des Kryptomarktes aussprach, das vom Repräsentantenhaus verabschiedet wurde. Biden drohte jedoch nicht mit einem Veto gegen FIT21.
Der Gesetzentwurf wurde vom Repräsentantenhaus genehmigt und an den Senat weitergeleitet. Am Donnerstag sorgte die SEC mit der Genehmigung von Ethereum-ETFs für Aufsehen und verstärkte damit Bidens neue Krypto-Initiative. Noch vor einem Monat hielt die Krypto-Gemeinde eine solche Genehmigung für äußerst unwahrscheinlich.

Trump verspricht Begnadigung für Ross Ulbricht
Das Versprechen von Donald Trump, Ross Ulbricht freizulassen, wurde von den anwesenden Unterstützern mit Begeisterung und Jubelrufen begrüßt. Viele trugen Schilder mit der Aufschrift „Free Ross“.
Ulbricht bedankte sich später für Trumps Zusage, ihn zu begnadigen. „Letzte Nacht hat Donald Trump versprochen, meine Strafe am ersten Tag umzuwandeln, falls er wiedergewählt wird. Ich danke Ihnen. Ich danke Ihnen. Danke“, schrieb Ulbricht am 26. Mai in einem X-Post. 2015 wurde Ulbricht zu zwei aufeinanderfolgenden lebenslangen Haftstrafen plus 40 Jahren verurteilt. Er sitzt im Gefängnis ohne Aussicht auf Bewährung, weil er die Silk Road gegründet und betrieben hat. Dieser Darknet-Marktplatz ermöglichte den anonymen Kauf und Verkauf von Waren, hauptsächlich Drogen.
Silk Road gilt als der erste bedeutende Anwendungsfall für Bitcoin. Der mittlerweile eingestellte Marktplatz war von 2011 bis 2013 aktiv. Ulbricht wird von vielen in der Krypto-Community als Märtyrer angesehen.