Die EU reagiert auf den GENIUS Act in den USA mit wachsender Sorge. Parlamentarier warnen, dass eine Dominanz von Dollar-Stablecoins die geldpolitische Souveränität Europas untergraben könnte. Die Antwort: schärfere Regeln und ein schnellerer Digital-Euro.

In Kürze

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  • Politische Reaktion auf US-Stablecoin-Gesetz
  • EZB erhöht den Druck: Digital-Euro soll kommen
  • Sorge vor geopolitischer Verschiebung

Politische Reaktion auf US-Stablecoin-Gesetz

Nach der Unterzeichnung des US-amerikanischen GENIUS Acts durch Präsident Trump wächst in Europa die Angst vor einer schleichenden „digitalen Dollarisierung“. Das EU-Parlament fordert deshalb, MiCA stringenter auszulegen und insbesondere bei der Zulassung ausländischer Stablecoins Vorsicht walten zu lassen.

EU-Parlament Dollarisierung

In Ausschüssen wird bereits über eine Verschärfung der Reserveanforderungen und einen Ausschluss von Nicht-EU-Emittenten ohne direkte Niederlassung beraten. Die Kommission zeigt sich offen für Nachjustierungen.

EZB erhöht den Druck: Digital-Euro soll kommen

EZB-Präsidentin Christine Lagarde drängt die EU-Institutionen zu schnellem Handeln. Der digitale Euro müsse als alternatives Zahlungsmittel mit gesetzlicher Deckung etabliert werden, um privaten Dollar-Coins nicht das Feld zu überlassen.

Die Zentralbank betont, dass ohne öffentlichen Gegenpol das Vertrauen in die Währungsstabilität erodieren könne. Noch 2025 soll der Gesetzesrahmen verabschiedet werden, dazu laufen erste Pilotprogramme bereits.

Sorge vor geopolitischer Verschiebung

Große Vermögensverwalter wie Amundi und politische Analysten warnen vor einer wachsenden Abhängigkeit Europas vom US-Dollar, sollte der digitale Zahlungsverkehr durch US-Stablecoins dominiert werden. Diese könnten europäische Kapitalströme beeinflussen und den Handlungsspielraum der EZB einschränken.

Daher plädiert das Parlament für eine europäische Antwort mit klaren Grenzen, Aufsichtspflichten und einem durchsetzungsfähigen digitalen Euro, der mit innovativen US-Lösungen konkurrieren kann.

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