Der Glamsterdam Upgrade Test erreichte am 8. Oktober 2026 Blöcke mit nahe 200 Mio. Gas. Im Hauptnetz liegt das Limit bei rund 60 Mio.
Testlauf zeigt höhere Blockkapazität nach dem Upgrade
Der Glamsterdam Upgrade Test hat auf Ethereum am 8. Oktober 2026 Blöcke mit nahe 200 Mio. Gas erreicht, wie CoinDesk berichtet. Im Hauptnetz liegt das Limit derzeit bei rund 60 Mio. Gas pro Block. Gas misst den Rechenaufwand, den eine Transaktion im Netzwerk verursacht.
Die Zahl stammt aus einem Testlauf, nicht aus dem Hauptnetz. Glamsterdam ist das nächste größere Ethereum-Upgrade. Einen bestätigten Starttermin für das Hauptnetz nennt die Ethereum Foundation bisher nicht, zuletzt war vom dritten oder vierten Quartal 2026 die Rede.
Das Upgrade selbst legt das Gas-Limit nicht fest. Das bestimmen die Validatoren, indem sie in ihren Blöcken ein Limit signalisieren. Sie heben es nur schrittweise an, wenn die Knoten größere Blöcke verkraften.
Glamsterdam-Testnetz erreicht nahe 200 Mio. Gas pro Block
Die Ethereum Foundation nennt 200 Mio. Gas als Untergrenze eines Ziels für die Zeit nach dem Upgrade. Das wäre rund das Dreifache des heutigen Werts. Entwickler prüfen im Testnetz, ob Validatoren so große Blöcke noch rechtzeitig verarbeiten und weiterreichen können.
Dabei zeigten sich Grenzen. Blöcke oberhalb von etwa 193 Mio. Gas verletzen laut Entwicklerdiskussion Annahmen der Konsensschicht, weil zu viele Einzahlungsanfragen für Validatoren in einen Block passen würden. Dafür liegt der Vorschlag EIP-8254 vor, der diese Anfragen pro Block begrenzt. Er ist ein Vorschlag, keine beschlossene Änderung.
Die Inhalte des Updates führt die Meta-EIP 7773 auf. Neue Preisregeln sollen den Speicherzuwachs der Knoten begrenzen. Mehr Kapazität bedeutet nicht automatisch niedrigere Gebühren: Gemessene Gebührenwerte aus dem Testlauf liegen nicht vor, Einsparungen beschreiben bislang nur die geplante Neubepreisung.
Höhere Gas-Limits verschieben Kosten zu Node-Betreibern
Größere Blöcke erhöhen den Bedarf an Bandbreite, Rechenleistung und Speicher bei jedem Knoten. Die Ethereum Validatoren Anforderungen steigen damit, auch wenn die Mindesteinlage unverändert bleibt. Anwendungen und Nutzer profitieren von mehr Platz im Block, die Last tragen die Betreiber.
Kleine Betreiber mit schwacher Hardware geraten dadurch unter Druck. Fallen sie aus, bleibt der Betrieb bei wenigen großen Anbietern. Ob private Betreiber mithalten können, ist offen.
Ein Glamsterdam Upgrade Test belegt zunächst die technische Machbarkeit im Testnetz. Er zeigt weder einen Hauptnetz-Termin noch sinkende Gebühren, und die Kosten höherer Limits tragen die Knotenbetreiber.
Bitcoin hält Blöcke bewusst klein, damit auch einfache Knoten das fixe Angebot von 21 Mio. selbst prüfen können. Offen bleibt, ob die Validatoren das Limit im Hauptnetz tatsächlich über 60 Mio. Gas anheben.
Wir berichteten über frühere Ethereum-Upgrades.





