Die Goldman Sachs XRP Position lag zum Ende des zweiten Quartals 2026 bei 86,51 Mio. US-Dollar in fünf Spot-ETFs, nachdem die Bank zuvor vollständig ausgestiegen war. Der Wiedereinstieg folgt auf die SEC-Einstufung von XRP als digitalen Rohstoff im März 2026.

SEC klassifiziert XRP als digitalen Rohstoff

Die Goldman Sachs XRP Position lag zum Ende des zweiten Quartals 2026 bei 86,51 Mio. US-Dollar, verteilt auf fünf Spot-ETFs. Zum Vorquartal hatte die Bank kein XRP-Engagement mehr ausgewiesen. Der Wiedereinstieg folgt auf die im März 2026 verabschiedete SEC-Einstufung von 16 digitalen Assets als Rohstoffe, zu denen auch XRP zählt.

Die Einordnung stellt XRP unter Rohstoffrecht statt unter Wertpapierrecht und erleichtert damit den Handel über regulierte US-Börsenprodukte. Vorausgegangen war das Urteil von Richterin Analisa Torres aus dem Jahr 2023, wonach der Verkauf von XRP über offene Börsen keine Wertpapiertransaktion darstellt. Institutionelle Häuser bauten ihre XRP-Positionen seither mehrfach auf und wieder ab, je nach Rechtslage.

Ripples Ausweg aus der Rechtsunsicherheit

Der Rechtsstreit zwischen der US-Börsenaufsicht SEC und Ripple Labs zog sich über mehr als vier Jahre. Die Behörde hatte Ripple 2020 vorgeworfen, XRP als unregistriertes Wertpapier verkauft zu haben. Im März 2025 zogen SEC und Ripple ihre jeweiligen Berufungen zurück, womit das Verfahren endgültig beendet war. Für Ripple entfiel damit der größte Unsicherheitsfaktor für Börsenlistungen und ETF-Zulassungen in den USA.

In der Folge reichten mehrere Anbieter Anträge für Spot-XRP-ETFs ein, von denen inzwischen fünf zugelassen sind. Die Zahlen zur Goldman Sachs XRP Position stammen aus der jüngsten 13F-Meldung bei der SEC, die große Vermögensverwalter vierteljährlich einreichen müssen.

Goldman Sachs 86,51 Millionen Dollar in XRP-ETFs

Die Goldman Sachs XRP Position verteilt sich auf fünf Fonds: rund 25,8 Mio. US-Dollar bei Bitwise, etwa 25,4 Mio. US-Dollar bei Franklin Templetons XRPZ sowie kleinere Anteile bei Canary Capital, Grayscale und 21Shares. Die Bank hatte im vierten Quartal 2025 erstmals eine größere Position aufgebaut, sie bis Anfang 2026 komplett verkauft und nun erneut aufgestockt.

Ein 13F-Bericht zeigt nur die Bestandsgröße, nicht das Motiv: Banken halten ETF-Anteile auch für Marktpflege, nicht zwangsläufig als Kurswette.

Der wiederholte Auf- und Abbau zeigt, wie stark institutionelle Kapitalflüsse in Krypto-Produkte von regulatorischen Weichenstellungen statt von langfristigen Überzeugungen abhängen. Fehlt Rechtssicherheit, ziehen sich selbst große Häuser schnell zurück, unabhängig vom Wert des zugrunde liegenden Netzwerks.

Offen bleibt, ob Goldman Sachs die Position über das dritte Quartal hinaus hält oder erneut abbaut, sobald sich die regulatorische Lage wieder verschiebt. Der aktuelle Anstieg ist zunächst eine Momentaufnahme aus einer einzelnen Quartalsmeldung.

Wir berichteten über den Rechtsstreit zwischen Ripple und der SEC.

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