In einer jüngsten Gesetzesänderung haben der argentinische Präsident Javier Milei und Wirtschaftsminister Luis Caputo die vorgeschlagenen Krypto-Steuerbefreiungen gestrichen. Dies markiert eine bedeutende Änderung im Gesetz „Grundlagen und Ansatzpunkte für die Freiheit der Argentinier“. Die Entscheidung stellt einen klaren Bruch mit der früheren positiven Haltung Argentiniens zu Bitcoin und digitalen Vermögenswerten dar.
In Kürze
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Offenlegung und Regularisierung von Vermögenswerten
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Klärung der Steuerpflicht seit 2022
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Javier Milei: Wirtschaftsanpassungen könnten Jahre dauern
Offenlegung und Regularisierung von Vermögenswerten
Gemäß den Berichten der argentinischen Tech-Fachzeitschrift iProUP sah der ursprüngliche Gesetzesentwurf eine Bestimmung zur Regularisierung von Vermögenswerten vor. Diese beinhaltete eine einmalige Steuer für nicht deklarierte Vermögenswerte, darunter auch Kryptowährungen.
Unter den Steuervorschriften des Entwurfs hatten argentinische Staatsbürger die Möglichkeit, nicht gemeldete Vermögenswerte, einschließlich Kryptowährungen, offenzulegen. Der Steuersatz betrug dabei 0 % für die ersten 100.000 US-Dollar und stieg dann auf bis zu 15 % für den Wert von Vermögenswerten über diesen Schwellenwert an.

Klärung der Steuerpflicht seit 2022
In Bezug auf die Vermögenssteuer betonte Zocaro die laufende Diskussion darüber, ob Bitcoin und Kryptowährungen steuerpflichtig oder steuerbefreit sind, da sie im Gesetz über das Privatvermögen nicht explizit erwähnt werden. Dennoch bestätigte er, dass die Steuerbehörden seit 2022 Kryptowährungen als steuerpflichtig betrachten.
Sebastián M. Domínguez, Direktor der SDC Asesores Tributarios, unterstrich die Wichtigkeit für Steuerzahler mit Kryptowährungen, diese zu deklarieren, wenn der Wert ihres Vermögens die gesetzlich festgelegten Beträge übersteigt. Dabei betonte er, dass im Bereich des Privatvermögens viele Buchhalter den Marktwert berücksichtigen, die steuerliche Behandlung jedoch auf den Anschaffungskosten basiert.





