Ray Dalio warnte am 24. August 2026 vor einer sich zuspitzenden US-Schuldenkrise und nennt Bitcoin als Reservewährung neben Gold als Beimischung. Der Bridgewater-Gründer rechnet mit einer Zuspitzung innerhalb von rund drei Jahren.
Ray Dalios Analyse zu Staatspleiten und Geldverschleiß
Ray Dalio, Gründer des Hedgefonds Bridgewater Associates, warnte am 24. August 2026 in einem LinkedIn-Beitrag vor einer sich zuspitzenden US-Schuldenkrise und nennt Bitcoin als Reservewährung neben Gold als Beimischung. Nach seiner Einschätzung erreicht die finanzielle Lage der US-Regierung derzeit einen Wendepunkt. Als Zeitrahmen für eine mögliche Zuspitzung nennt er rund drei Jahre, ein genaues Datum benennt er dabei nicht.
Dalio verweist auf steigende Renditen langlaufender US-Staatsanleihen, eine nachlassende Nachfrage nach US-Schuldtiteln sowie einen schwächeren Dollar. Zusätzlich habe das US-Finanzministerium angekündigt, eigene Anleihen zurückzukaufen, was er als Symptom eines fortgeschrittenen Schuldenzyklus wertet. Konkret rät er, Anleihen im Portfolio unterzugewichten, zwischen 10 und 15 Prozent in Gold zu halten und zusätzlich eine kleine Position Bitcoin beizumischen.
Wie unbegrenzte Geldausweitung zu Krisen führt
Dalios Warnung ist keine neue Position: Der Investor beschreibt seit Jahren wiederkehrende staatliche Schuldenzyklen, in denen Regierungen wachsende Defizite über neue Schuldtitel und eine ausgeweitete Geldmenge finanzieren. Daten der Federal Reserve Bank of St. Louis zeigen, dass die US-Staatsverschuldung seit Jahrzehnten deutlich schneller wächst als die Wirtschaftsleistung.
Ein wachsender Schuldenberg zwingt Notenbanken tendenziell dazu, Anleihen aufzukaufen oder Zinsen niedrig zu halten, um die Finanzierung des Staates zu erleichtern. Beides verwässert die Kaufkraft bestehender Währungseinheiten schleichend. Dalio nennt genau diesen Mechanismus als Grund, warum institutionelle Anleger zunehmend nach einer robusteren Reservewährung neben klassischen Staatsanleihen suchen.
Bitcoin als knappes Reserveasset gegen Entwertung
Bitcoin unterscheidet sich von Staatsanleihen und Bargeld durch ein technisch fixiertes Angebot von 21 Mio. Einheiten, das im Netzwerkcode festgelegt ist. Diese Obergrenze lässt sich anders als eine Zentralbankbilanz nicht per Beschluss ausweiten. Genau darauf verweisen Befürworter, wenn sie Bitcoin neben Gold als Reservewährung gegen eine wachsende Staatsverschuldung nennen.
Eine Empfehlung eines einzelnen Investors ist dabei kein Kursziel und keine Garantie, sondern eine Einschätzung zur eigenen Portfoliostruktur. Wer heute zwischen Anleihen, Gold und Bitcoin wählt, trifft im Kern eine Entscheidung über die Geldordnung, der er sein Vermögen anvertraut.
Offen bleibt, ob sich Dalios Drei-Jahres-Rahmen bestätigt oder die Warnung wie frühere Male folgenlos verhallt. Festgelegt bleibt hingegen das Angebot von Bitcoin bei 21 Mio. Einheiten, unabhängig davon, wie sich die Staatsverschuldung weiterentwickelt.
Wir berichteten über die Diskussion um eine strategische Bitcoin-Reserve der USA.




