Die SkyAI Solana Treasury ist binnen eines Monats um rund 70 Prozent geschrumpft, für 400.000 SOL fehlt eine Erklärung. Großaktionär Bastion Trading fordert 3,50 statt 3,00 US-Dollar je Aktie.

Solana-Treasuries geraten unter Verkaufsdruck

Die SkyAI Solana Treasury ist binnen eines Monats um rund 70 Prozent geschrumpft, wie The Block am 14. Oktober 2026 berichtete. Das Nasdaq-Unternehmen SkyAI (SKYA) verkaufte zuletzt etwa 1 Mio. SOL und halbierte damit nach Medienberichten seinen Bestand von rund 2 Mio. SOL.

Der Erlös soll ein Rückkaufangebot finanzieren: 3,00 US-Dollar je Aktie und je berechtigtem Warrant, insgesamt bis zu 201 Mio. US-Dollar. Das Angebot soll bis zu 95 Prozent der Aktien erfassen. Mindestens die Hälfte jeder Wertpapierklasse muss angedient werden.

Unerklärter Abgang von 400.000 SOL belastet Aktionäre

Für rund 400.000 SOL liegt nach Angaben von The Block keine Erklärung vor. Wohin diese Coins gingen, hat das Unternehmen bislang nicht dargelegt.

Bastion Trading, nach Medienberichten mit rund 9,99 Prozent beteiligt, will zu 3,00 US-Dollar nicht andienen und fordert 3,50 US-Dollar. Der Investor verlangt zudem Aufklärung über die Solana Verkäufe und eine unabhängige Prüfung von Geschäften mit nahestehenden Parteien. Die Beteiligungshöhe stammt aus Medienberichten und ist nicht von SkyAI bestätigt. Zuvor hatte der Vorstand ein unverbindliches Übernahmeangebot von Forward Industries abgelehnt.

Ob das Angebot wie geplant startet, zeigt sich erst mit der Einreichung des Schedule TO bei der US-Börsenaufsicht SEC. Der Start war für etwa den 15. Oktober erwartet, die Frist soll zehn Geschäftstage laufen. Als Bedingung gilt nach Berichten, dass SOL über 100 US-Dollar bleibt. Am 12. Oktober war die Unterlage noch nicht abrufbar.

Treasury-Modelle zeigen Schwäche bei fallenden Kursen

Die SkyAI Solana Treasury beruht darauf, dass Aktionäre über eine börsennotierte Hülle indirekt Coins halten. Fällt der Kurs, müssen Bestände verkauft werden, um Rückkäufe zu bezahlen. Die Aktionäre kontrollieren die Coins dabei nicht selbst und sind auf Meldungen des Managements angewiesen.

Wer Coins über ein Unternehmen hält, trägt dessen Gegenparteirisiko, und ein Bestand ist nur so verlässlich wie die Berichte der Verwalter. Offen bleiben der Verbleib der 400.000 SOL und die Frage, ob Bastion eine höhere Gegenleistung durchsetzt.

Wir berichteten über Treasury-Käufe börsennotierter Unternehmen.

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