Die italienische Regierung hat vorgeschlagen, die Kapitalertragssteuer auf Bitcoin und andere Kryptowährungen von 26 % auf 42 % anzuheben.
In Kürze
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Italien plant Kapitalertragssteuer auf Kryptowährungsgewinne
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Italien verstärkt Regulierungen für Kryptowährungen und digitale Dienstleistungen
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Italiens Schritt könnte zum Eigentor werden
Italien plant Kapitalertragssteuer auf Kryptowährungsgewinne
Die italienische Regierung hat angekündigt, den Steuersatz (Kapitalertragssteuer) auf Kapitalgewinne aus Bitcoin und anderen Kryptowährungen von 26 % auf 42 % zu erhöhen. Dies entspricht einem Anstieg von fast 62 % gegenüber dem derzeitigen Satz. Wie die Finanznachrichtenagentur Il Sole 24 Ore berichtet, wurde dieser Schritt von Maurizio Leo, dem stellvertretenden Wirtschaftsminister, während einer Pressekonferenz zum Haushalt 2025 bekannt gegeben. Ziel der Maßnahme ist es, zusätzliche Einnahmen zur Unterstützung von Familien, Jugendlichen und Unternehmen zu generieren.
Italienische Steuerzahler sind verpflichtet, ihre Krypto-Vermögenswerte im Formular „Redditi Persone Fisiche“ sowie die daraus resultierenden Kapitalgewinne, z. B. aus Verkäufen oder möglicherweise aus Staking, zu deklarieren. Zusätzlich müssen Krypto-Bestände auch im Formular 730 im Abschnitt für ausländische Finanzaktivitäten angegeben werden.
Italien verstärkt Regulierungen für Kryptowährungen und digitale Dienstleistungen
In einer aktuellen Entwicklung hat Italien seine Strategie im Umgang mit Kryptowährungen weiter verfeinert. 2023 unterstützte ein Konsortium von Unternehmen, das von einem Forschungszentrum unter der Schirmherrschaft der italienischen Zentralbank gefördert wurde, die Entwicklung eines Systems auf Basis des Ethereum-Skalierungsnetzwerks Polygon. Dieses Projekt zielt darauf ab, das Ökosystem für „Institutional DeFi for Security Token“ weiter auszubauen.
Seit dem Steuerjahr 2023 erhebt Italien eine Kapitalertragssteuer von 26 % auf alle Krypto-Kapitalgewinne, die 2.000 Euro (etwa 2.175 US-Dollar) überschreiten. Diese Regelung wurde mit den Steuererklärungen für 2024 eingeführt. Der nun vorgeschlagene Anstieg auf 42 % markiert einen drastischen Wandel in der Steuerpolitik des Landes, der insbesondere Kryptowährungshändler und Investoren treffen wird.
Neben den Änderungen bei der Krypto-Besteuerung plant die Regierung auch Reformen bei der sogenannten Internetsteuer. Stellvertretender Minister Maurizio Leo kündigte an, die bestehenden Schwellenwerte – darunter die Obergrenze von 750.000 Euro (815.000 US-Dollar) sowie die Grenze von 5 Millionen Euro (5,43 Millionen US-Dollar) für in Italien erzielte Einnahmen – abzuschaffen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Besteuerung digitaler Dienstleistungen innerhalb Italiens effizienter und einheitlicher zu gestalten.

Italiens Schritt könnte zum Eigentor werden
Meiner Meinung nach schadet sich Italien mit diesem Schritt selbst. Die Menschen werden entweder gar keine Bitcoins im Land verkaufen oder ihre Verkäufe ins Ausland verlagern. Dies zeigt, wie früh wir uns in der Entwicklung von Kryptowährungen noch befinden und wie wenig selbst Regierungen Bitcoin bislang verstanden haben. Länder wie Italien könnten dadurch in der Zukunft ins Hintertreffen geraten.
Während in den USA und anderen Ländern auf höchster Ebene über Bitcoin diskutiert wird und versucht wird, es in das Wirtschaftssystem zu integrieren, werden in Italien die Türen verschlossen, und die Bevölkerung wird einmal mehr benachteiligt.





