Der US Geldmenge Rekord rückt mit jeder neuen monatlichen Datenveröffentlichung weiter ins Blickfeld. Im Februar 2026 stieg M2 auf rund 22,67 Bio. US-Dollar, der höchste Stand der Geschichte. Bitcoin notiert parallel rund 37 Prozent unter dem Oktober-2025-Allzeithoch.
US Geldmenge Rekord nach Kontraktion 2022 wieder im Aufwärtstrend
Die Geldmenge M2 misst Bargeld, Sichteinlagen, Sparguthaben und kleine Festgelder. Im Januar 2026 lag der Wert bei rund 22,44 Bio. US-Dollar, im Februar 2026 sprang er auf rund 22,67 Bio. US-Dollar. Bemerkenswert ist die Vorgeschichte. Zwischen Juli 2022 und Ende 2023 schrumpfte M2 zum ersten Mal seit der Großen Depression um rund 4,5 Prozent.
Diese Phase fiel mit dem schwersten Bitcoin-Bear-Market der Geschichte zusammen, in dem Bitcoin von 69.000 US-Dollar auf rund 15.500 US-Dollar einbrach. Seit 2024 wächst die Geldmenge wieder kontinuierlich, der aktuelle US Geldmenge Rekord liegt deutlich über dem alten Höchststand vor der Kontraktion. Die nächsten offiziellen Daten erscheinen am 28. Mai 2026 im H.6 Release der Federal Reserve.
Globale M2 Aggregate aus USA, China, Eurozone und Japan im Vergleich
Die US-Geldmenge ist nur ein Teil der globalen Liquiditätsbetrachtung. Federal Reserve, Europäische Zentralbank, People’s Bank of China und Bank of Japan veröffentlichen jeweils eigene Geldmengen-Statistiken. Die globale M2 wächst laut aggregierter Daten der vier größten Notenbanken im Jahresvergleich um über 10 Prozent.
Dies geschieht in einem Umfeld, in dem der US-Dollar weiterhin die dominante Reservewährung darstellt. Diese Stellung hängt damit zusammen, dass internationale Handelsbeziehungen, Rohstoffpreise und große Anleihemärkte weiterhin in US-Dollar nominiert werden. Eine dauerhafte Geldmengenausweitung in den USA wirkt damit nicht nur auf den US-Binnenmarkt, sondern verändert auch die Bewertungsgrundlage internationaler Kapitalflüsse.
Wenn alle großen Notenbanken parallel expandieren, ist der US Geldmenge Rekord kein isoliertes Phänomen, sondern Teil einer breiteren Verschiebung im globalen Maßstab für Kaufkraft.
Bitcoin fällt um 37 Prozent während US Geldmenge Rekord schreibt
Bitcoin handelt aktuell rund 80.000 US-Dollar und liegt damit etwa 37,6 Prozent unter dem Oktober-2025-Allzeithoch von 126.198 US-Dollar. Diese Entwicklung verläuft gegen die einfache Erwartung, dass steigende Geldmenge mechanisch steigende Bitcoin-Preise erzeugt.
Tatsächlich zeigt der historische Vergleich, dass die Korrelation nicht eindeutig ist. Im 2022-Bear lief M2 nach unten und Bitcoin folgte. In früheren Korrekturen wuchs M2 kontinuierlich, Bitcoin fiel trotzdem auf seine Tiefs.
Die Beziehung zwischen Liquidität und Bitcoin verläuft also nicht linear, sondern strukturell. Wer in einem Geldsystem mit fester Obergrenze von 21 Mio. Einheiten eine Antwort auf permanente Fiat-Ausweitung sieht, argumentiert nicht über kurzfristige Korrelationen, sondern über langfristige Anreizsysteme.
Jede neue Geldeinheit verdünnt die Kaufkraft bestehender Einheiten, und genau diese mathematische Asymmetrie macht aus einer fixen Obergrenze einen Anker. Der Bitcoin Run, sollte er folgen, ergibt sich nicht aus einem Korrelations-Chart, sondern aus der schrittweisen Geldwahlentscheidung von immer mehr Marktteilnehmern.
Was sich strukturell verändert, ist nicht der Bitcoin-Preis selbst, sondern das Verhältnis zwischen elastischem Fiat-Geld und einer Geldform mit programmatisch begrenztem Angebot.
Wir berichteten über die Bitcoin M2 Entkopplung und warum die einfache Korrelation seit 2025 nicht mehr greift.





