Ein britisches Gericht hat eine chinesische Frau zu über elf Jahren Haft verurteilt, nachdem sie für schuldig befunden wurde, einen milliardenschweren Bitcoin-Betrug geleitet und über Jahre hinweg vor den Behörden geflohen zu sein.
In Kürze
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Bitcoin-Betrug: Aufstieg und Fall der „Göttin des Reichtums“
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Schuldeingeständnis und Urteil
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Jahre auf der Flucht
Bitcoin-Betrug: Aufstieg und Fall der „Göttin des Reichtums“
Die 47-jährige Zhimin Qian, in China als „Göttin des Reichtums“ bekannt, war die treibende Kraft hinter einem ausgeklügelten Ponzi-System, das zwischen 2014 und 2017 rund 128.000 Menschen in China täuschte. Sie versprach Renditen von bis zu 300 Prozent und sammelte dabei Milliardenbeträge ein, die größtenteils in Bitcoin umgewandelt wurden.
Nachdem Qian 2017 vor den chinesischen Behörden nach Großbritannien floh, blieb sie dort jahrelang untergetaucht. Bei den Ermittlungen beschlagnahmte die britische Polizei rund 61.000 Bitcoin im Wert von mehr als fünf Milliarden Pfund (etwa 6,6 Milliarden US-Dollar) – die größte Kryptowährungsbeschlagnahmung in der Geschichte des Landes.
Schuldeingeständnis und Urteil
Im September bekannte sich Qian schuldig, kriminelles Vermögen besessen und übertragen zu haben. Bei der Urteilsverkündung am Southwark Crown Court in London zeigte sie sich emotional, während Richterin Sally-Ann Hales ihre Taten als „hochkomplex und sorgfältig geplant“ bezeichnete.
Ihr Anwalt Roger Sahota erklärte nach der Verhandlung, Qian akzeptiere das Urteil. Sie habe nie die Absicht gehabt, Betrug zu begehen, erkenne jedoch an, dass ihre Anlageprogramme betrügerisch waren und viele Menschen in die Irre geführt hätten.

Jahre auf der Flucht
Unter dem Namen Yadi Zhang floh Qian 2017 aus China und lebte anschließend mehrere Jahre in Luxusunterkünften quer durch Europa. Sie residierte in teuren Hotels, kaufte Schmuck und Uhren im Wert von fast 120.000 Pfund und mietete in London ein prachtvolles Anwesen für rund 17.000 Pfund im Monat.
Nach außen hin gab sie vor, ein erfolgreiches Schmuckunternehmen zu führen. Schließlich brachte die Überwachung einer Mitangeklagten namens Ling Jian die Ermittler auf ihre Spur. Qian wurde im April 2024 in London festgenommen.





