Ab dieser Woche erhalten US-Anleger über Vanguard Zugang zu ETFs auf Bitcoin, Ethereum, XRP und Solana – ein deutlicher Kurswechsel für ein Unternehmen, das Kryptowährungen bislang strikt abgelehnt hatte.
In Kürze
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Vanguard verabschiedet sich von seiner Anti-Krypto-Strategie
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XRP-ETFs erleben einen rasanten Kapitalzufluss
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Traditionsbanken steigen verstärkt in den Kryptomarkt ein
Vanguard verabschiedet sich von seiner Anti-Krypto-Strategie
Lange Zeit hielt sich Vanguard bewusst von Kryptowährungen fern. Unter dem früheren CEO Tim Buckley wurden Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte als zu volatil und ungeeignet für langfristige Investments eingestuft. Entsprechend verweigerte das Unternehmen konsequent die Aufnahme von Krypto-ETFs und konzentrierte sich auf sichere, risikoarme Produkte für Anleger mit Altersvorsorgefokus.
Mit dem Wechsel an der Unternehmensspitze änderte sich jedoch die Perspektive: Der neue CEO Salim Ramji, zuvor ETF-Leiter bei BlackRock, leitete eine Neubewertung der Strategie ein. Zwar plant Vanguard weiterhin nicht, eigene Krypto-ETFs oder Fonds aufzulegen, doch das Unternehmen unterstützt nun regulierte Produkte von Drittanbietern. Damit erhalten Kunden Zugang zu digitalen Assets, ohne dass Vanguard seine strengen Compliance-Grundsätze aufgibt.
XRP-ETFs erleben einen rasanten Kapitalzufluss
Unter den neu verfügbaren Angeboten stoßen vor allem die XRP-ETFs auf großes Interesse. Innerhalb von nur elf Handelstagen verzeichneten sie Nettomittelzuflüsse von über 756 Millionen US-Dollar, während das verwaltete Vermögen mittlerweile 723 Millionen US-Dollar beträgt. Bemerkenswert ist, dass bislang keinerlei Abflüsse gemeldet wurden – ein außergewöhnlicher Verlauf für ein neues ETF-Segment.
Besonders hohe Zuflüsse gab es zum Start von Canary Capital mit 243 Millionen US-Dollar, gefolgt von 164 Millionen US-Dollar bei Grayscale und Franklin Templeton sowie zuletzt 89,65 Millionen US-Dollar.

Traditionsbanken steigen verstärkt in den Kryptomarkt ein
Vanguards Wandel spiegelt einen größeren Trend in der traditionellen Finanzwelt wider. Auch Banken wie Goldman Sachs intensivieren ihr Engagement im Kryptobereich. Das Institut plant den rund 2 Milliarden US-Dollar schweren Kauf von Innovator Capital Management – einem Anbieter von strukturierten ETFs, darunter auch Bitcoin-bezogene Produkte.
Gleichzeitig baut Goldman Sachs seine Bestände in Bitcoin- und Ethereum-ETFs massiv aus und entwickelt Infrastruktur für tokenisierte Finanzinstrumente. Experten sehen darin ein Zeichen dafür, dass digitale Vermögenswerte zunehmend in klassische Anlagestrategien integriert werden und sich von einem Nischenmarkt zu einem regulierten Standard entwickeln.
Christopher möchte sein erlerntes Wissen über Bitcoin weitervermitteln und verständliche Aufklärungsarbeit leisten. Er arbeitet als Volunteer bei der NGO My First Bitcoin und ist nach El Salvador ausgewandert. Sein Motto: ,,Intelligente Menschen hinterfragen, dumme Menschen wissen es!''







