Die niederländische Steuerpolitik rückt erneut in den Fokus der Krypto-Debatte. Geplante Änderungen sehen vor, Vermögenswerte künftig auch dann steuerlich zu erfassen, wenn keine Veräußerung stattgefunden hat. Besonders bei Bitcoin entfacht das eine Grundsatzfrage über Liquidität, Eigentum und fiskalische Logik.
In Kürze
- Die Niederlande planen eine Besteuerung von Gewinnen ohne Verkauf
- Unrealisierte Gewinne erzeugen keinen Cashflow
- Steuerpflicht entsteht trotz fehlender Liquidität
Die Niederlande planen eine Besteuerung von Gewinnen ohne Verkauf
Kern der Reform ist der Übergang zu einer jährlichen Erfassung von Wertveränderungen. Damit würden Kursgewinne steuerlich relevant, auch wenn Anleger ihre Positionen halten. Der Ansatz betrifft nicht nur Bitcoin, sondern sämtliche Vermögenswerte im entsprechenden Steuerregime.

Bei stark schwankenden Vermögenswerten rückt jedoch besonders deutlich in den Vordergrund, was eine solche Systematik praktisch bedeutet.
Unrealisierte Gewinne erzeugen keinen Cashflow
Ein Buchgewinn ist kein Einkommen. Ohne Verkauf entsteht keine Liquidität, aus der Steuern beglichen werden könnten. Genau hier setzt die Kritik an.
Wird dennoch eine Steuer fällig, entsteht ein struktureller Zwang zur Liquiditätsbeschaffung. Das verändert die Funktion von Vermögenswerten, die eigentlich für langfristiges Halten gedacht sind, und verschiebt Entscheidungen weg von ökonomischer Effizienz hin zu fiskalischem Druck.
Steuerpflicht entsteht trotz fehlender Liquidität
Die Konsequenz ist ein System, das Halter in Verkäufe oder Fremdfinanzierung drängt. In steigenden Märkten wird Kapital abgeschöpft, in fallenden Märkten steigt der Druck zusätzlich.
Diese Mechanik wirkt prozyklisch und untergräbt Planungssicherheit. Die Debatte reicht damit über Bitcoin hinaus und berührt die Grundfrage, ob Steuersysteme reale Zahlungsströme oder bloße Bewertungsänderungen adressieren sollten.
Jonas ist Gründer des Krypto-Guru Blogs. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Industrie-Meister ist er für das Personalmanagement zuständig. Er führt mit den anderen Gründern Hand in Hand neue Produkte ein und ist Entscheidungsträger im strategischen Management.






