Eine Analyse von TRM Labs zeigt, dass seit 2019 rund 3,84 Mrd. US-Dollar ueber die Boerse CoinEx aus dem Iran flossen. Die Stablecoins der Zentralbank Iran spielten dabei eine zentrale Rolle.

CoinEx Iran Sanktionen: 3,84 Milliarden Dollar flossen seit 2019 aus dem Land

Die Frage nach den CoinEx Iran Sanktionen rueckt eine Boerse ins Licht, die als Ausgang zum Weltmarkt diente. Nach einer Analyse der Blockchain-Firma TRM Labs schleusten iranische Akteure seit 2019 rund 3,84 Mrd. US-Dollar ueber die Plattform CoinEx. Ziel war, die Abschottung durch US-Sanktionen zu umgehen.

CoinEx selbst wurde nicht sanktioniert. Die Boerse hat nach Bekanntwerden der Vorwuerfe ihre Identitaetspruefungen verschaerft und Nutzer aus dem Iran gesperrt. Das ist eine nachtraegliche Reaktion auf den Druck, keine vorausschauende Vorkehrung.

TRM Labs zeichnet die Geldstroeme nach: Nobitex als Eingang, CoinEx als Ausgang

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Die Analyse beschreibt eine klare Arbeitsteilung entlang der Kette. Die in den Iran-Transaktionen verwendeten Mittel stammten den Angaben zufolge teils aus der iranischen Zentralbank und liefen als USDT-Stablecoins ueber mehrere Zwischen-Wallets. Den Eingang bildete die groesste inlaendische Boerse Nobitex, den Ausgang zum internationalen Markt die Plattform CoinEx.

Dass sich diese Wege ueberhaupt nachzeichnen lassen, liegt an der Struktur der eingesetzten Token. Jede Transaktion ist dauerhaft auf einer oeffentlichen Datenbank gespeichert und damit fuer Analysefirmen sichtbar. Die genannten 3,84 Mrd. US-Dollar gelten daher als Untergrenze, da Werkzeuge zur Verschleierung und direkte Geschaefte ausserhalb zentraler Boersen nicht vollstaendig erfasst sind.

Parallel handelte die zustaendige US-Behoerde auf staatlicher Ebene. Am 2. Juni 2026 sanktionierte das Office of Foreign Assets Control die Boersen Nobitex, Wallex, Bitpin und Ramzinex, wie das US-Finanzministerium auf seiner offiziellen Seite mitteilte. Laut den Angaben verarbeitete allein Nobitex 2025 mehr als die Haelfte aller iranischen Zufluesse in digitalen Vermoegenswerten.

CoinEx Iran Sanktionen: Wie die Zentralbank Iran den Rial mit Stablecoins stuetzte

Der Fall zeigt eine Eigenschaft, die im Alltag oft uebersehen wird. Ein an den US-Dollar gebundener Stablecoin ist kein staatenloses Geld, sondern ein Anspruchsschein, dessen Wert von einem Emittenten und dessen Reserven abhaengt. Genau deshalb konnte die iranische Zentralbank diese Token nutzen, um Mittel zu bewegen und den fallenden Rial zu stuetzen.

Hier wird die Trennung zwischen Bitcoin und uebrigem Krypto wichtig. Ein Stablecoin uebertraegt die Eigenschaften des Fiatgeldes, an das er gebunden ist, in eine digitale Huelle, samt der Moeglichkeit, Adressen zu sperren oder einzufrieren. Seine Menge bleibt steuerbar, weil eine zentrale Stelle ueber Ausgabe und Deckung entscheidet.

Eine Geldform, deren Angebot programmatisch auf 21 Mio. Einheiten begrenzt ist, folgt einer anderen Logik. Ihr Wert haengt nicht an einer Bindung, die ein Staat oder ein Unternehmen jederzeit anpassen kann, sondern an einer festen, nicht verhandelbaren Knappheit. Wer diesen Unterschied kennt, erkennt, warum Stablecoins als Umgehungswerkzeug taugen, ein knappes und unabhaengiges Geld dagegen ein anderes Problem loest.

Wir berichteten ueber den Einbruch des Bitcoin-Mining im Iran nach den US-Angriffen.

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