Institutionelle Bitcoin Adoption zeigt sich in einem aktuellen SEC-Filing: Die Schweizerische Nationalbank hält laut einer am 11. August 2026 eingereichten 13F-Meldung weiterhin rund 736.300 Aktien von Strategy Inc, im Wert von etwa 72 Mio. US-Dollar.

Schweizer Zentralbank beteiligt sich an Bitcoin-Sachvermögen

Institutionelle Bitcoin Adoption zeigt sich in einem aktuellen SEC-Filing: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält laut einer am 11. August 2026 eingereichten 13F-Meldung weiterhin Anteile an Strategy Inc, dem größten börsennotierten Bitcoin-Halter unter den Unternehmen. Konkret weist das Filing rund 736.300 Aktien im Wert von etwa 72 Mio. US-Dollar aus.

Strategy, vormals MicroStrategy, hält nach eigenen Angaben mehrere Hunderttausend Bitcoin auf der Bilanz und finanziert Zukäufe über Anleihen und Kapitalerhöhungen. Wer Strategy-Aktien hält, erwirbt damit indirekt Zugang zum Bitcoin-Bestand, ohne die Coins selbst zu verwahren. Die SNB reiht sich damit in eine wachsende Gruppe institutioneller Investoren mit Bitcoin-Engagement über Aktien ein.

Institutionelle Bitcoin Adoption im Aufwind

Nach Angaben des Finanzdienstleisters Fintel liegt die SNB-Position rund 17 Prozent über dem Vorquartal. Die Zentralbank hat demnach eher zugekauft als reduziert. Einsehbar sind solche Bestände über die vierteljährlichen 13F-Meldungen, die institutionelle US-Investoren mit mehr als 100 Mio. US-Dollar verwaltetem Vermögen bei der US-Börsenaufsicht SEC einreichen müssen.

Institutionelle Bitcoin Adoption läuft damit zunehmend über Aktien statt über den direkten Erwerb von Bitcoin. Für die SNB ist die Position im Verhältnis zur Gesamtbilanz von mehreren Hundert Milliarden Franken gering, dennoch bleibt sie damit indirekt Bitcoin-Investorin.

Gegenparteirisiko bei institutioneller Bitcoin-Verwahrung

Institutionelle Bitcoin Adoption über Aktien wie im Fall der SNB bringt ein Gegenparteirisiko mit sich: Wer Bitcoin nur indirekt über Strategy-Aktien hält, ist von Unternehmensführung, Bilanzstruktur und der Verwahrung der zugrunde liegenden Coins abhängig. Anders als bei einer Bitcoin Verwahrung in einer eigenen Wallet verfügt die SNB über keinen privaten Schlüssel, sondern lediglich über eine Aktie. Fällt Strategy aus, wirkt sich das unmittelbar auf den Aktienkurs aus, unabhängig vom tatsächlichen Bitcoin-Bestand.

Der Unterschied zwischen einer Aktie mit Bitcoin-Exposure und einer selbst verwahrten Einheit liegt in der Kontrolle: Wer Bitcoin über Drittparteien hält, tauscht direkte Verfügungsgewalt gegen Bequemlichkeit ein. Diese Entscheidung betrifft die Verwahrung, nicht das zugrunde liegende Angebot.

Offen bleibt, ob die SNB die Position in den kommenden Quartalen weiter ausbaut oder hält. Die feste Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin bleibt von solchen indirekten Konstruktionen in jedem Fall unberührt.

Wir berichteten über den Einstieg institutioneller Investoren wie der Allianz bei Strategy.

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