Ripple Payments Europe zählt zu 14 neuen Anbietern, die ESMA in ihr MiCA-Register aufgenommen hat. Damit stehen 294 lizenzierte Krypto-Dienstleister in der EU, während das Tempo der Zulassungen spürbar nachlässt.

Ripple Payments Europe unter den 14 neuen CASP-Lizenzen

Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA hat am 16. Juli 2026 vierzehn weitere Anbieter in ihr zentrales MiCA-Register aufgenommen. Damit steigt die Zahl der zugelassenen Krypto-Dienstleister in der EU auf 294. Unter den neuen Einträgen befindet sich Ripple Payments Europe, dem die luxemburgische Aufsicht CSSF eine vollständige CASP-Lizenz erteilt hat.

Die 14 Zugänge verteilen sich auf zehn europäische Länder und umfassen Banken, Handelsplätze, Zahlungsdienstleister und Bitcoin-Plattformen. Neben Ripple Payments Europe stehen die Handelsplattform OSL, die portugiesische Bison Bank, die staatliche kroatische Hrvatska postanska banka und die liechtensteinische Kaiser Partner Privatbank auf der Liste. Ein CASP ist ein unter MiCA regulierter Dienstleister für die Verwahrung, den Handel oder den Transfer von Krypto-Werten.

Verlangsamtes Lizenztempo nach Ablauf der Übergangsfrist

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Das Aufnahmetempo hat sich nach der ersten Zulassungswelle spürbar verlangsamt. Am 3. Juli waren dem Register noch 37 Anbieter auf einmal hinzugefügt worden, was die Gesamtzahl damals auf 280 hob; darunter die Großbank Standard Chartered und der Primebroker FalconX. Zwei Wochen später kamen nur noch 14 hinzu.

Das offizielle MiCA-Register der ESMA listet die zugelassenen Anbieter in regelmäßig aktualisierten Dateien. Der Rückgang deutet auf den erwarteten Effekt nach dem Ende der nationalen Übergangsfristen hin: Bestandsanbieter zogen die Umstellung vor, neue Anträge durchlaufen den vollen Prüfprozess.

Eine einmal erteilte Zulassung gilt über den EU-Pass anschließend im gesamten Binnenmarkt. Das erklärt, warum vor allem etablierte Banken und Zahlungsanbieter die Lizenz früh sichern.

MiCA Krypto Regulierung zentralisiert die Aufsicht in Brüssel

Die MiCA Krypto Regulierung verlagert die Aufsicht über Krypto-Dienstleister auf eine gemeinsame europäische Ebene, deren Übersicht das zentrale Register bei der ESMA in Brüssel bündelt; die Lizenzen selbst erteilen weiterhin die nationalen Behörden nach einheitlichem EU-Recht. Eine Eintragung bestätigt dabei nur die Zulassung als Dienstleister, nicht die Prüfung einzelner Produkte oder das Geschäftsvolumen.

Für die Anbieter verschiebt die Regulierung die Wettbewerbslogik zugunsten großer, regulierungsfähiger Institute. Wer die Kosten des Prüfprozesses trägt, erhält den Zugang zum gesamten Binnenmarkt, während kleinere Marktteilnehmer an Boden verlieren. Für Ripple Payments Europe öffnet die Lizenz aus Luxemburg damit den regulierten Zahlungsverkehr in der ganzen EU.

Bitcoin selbst bleibt von dieser Zentralisierung unberührt, denn seine Regeln liegen im Protokoll und nicht bei einer Behörde. Die Aufsicht kann Zugangspunkte wie Börsen und Zahlungsdienste ordnen, das feste Angebot von 21 Mio. Einheiten aber nicht verändern. Diese Trennung zwischen kontrollierbarer Infrastruktur und regelgebundenem Geld bleibt für langfristig orientierte Halter der entscheidende Punkt.

Wir berichteten über die Grundzüge der MiCA-Verordnung.

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