Die IOTA TWIN Adoption rückt laut Weltwirtschaftsforum näher an den kommerziellen Einsatz: In einem LinkedIn-Beitrag lobte das WEF Ende vergangener Woche die Fortschritte der Handelsinfrastruktur, die bereits in mehr als acht Ländern aktiv ist.
IOTA TWIN erreicht kommerzielle Einsatzfähigkeit
Die IOTA TWIN Adoption hat laut Weltwirtschaftsforum (WEF) einen weiteren Schritt in Richtung kommerziellem Einsatz gemacht. In einem LinkedIn-Beitrag hob das WEF Ende vergangener Woche die Fortschritte der von IOTA unterstützten Handelsinfrastruktur TWIN hervor und lobte deren Entwicklung ausdrücklich.
TWIN steht für Trade Worldwide Information Network und digitalisiert Handelsdokumente wie Ursprungszeugnisse, Rechnungen und Frachtpapiere. Inzwischen ist das System in mehr als acht Ländern aktiv, nachdem es als Pilotprojekt in Ostafrika gestartet war. Zollbehörden, Exporteure und Logistikunternehmen tauschen darüber Handelsdaten in Echtzeit aus.
Dezentralisierte Handelsinfrastruktur im Aufbau
Hinter TWIN steht mit der Twin Foundation eine breite institutionelle Unterstützung der Infrastruktur. Die gemeinnützige Organisation wird von fünf Institutionen getragen, darunter das WEF, das Tony Blair Institute und die African Continental Free Trade Area. Laut IOTA Foundation baut das Netzwerk auf einem verteilten Ledger auf und nutzt offene Standards wie Gaia-X und IDSA.
Bis 2030 soll die IOTA TWIN Adoption auf über 30 Länder ausgeweitet werden und dabei nationale Handelssysteme, Häfen, Logistikplattformen und Finanzinstitute verbinden. Das WEF schätzt, dass digitale Handelssysteme wie TWIN die Kosten im globalen Handel um bis zu 25 Prozent senken und einen zusätzlichen Handelswert von rund 10 Bio. US-Dollar erschließen könnten. In Kenia zeigte sich der Effekt bereits konkret: kürzere Zollabfertigungszeiten und geringere Kosten im Vergleich zu papierbasierten Prozessen.
Infrastruktur ohne zentralisierte Kontrolle
Anders als klassische Handelsplattformen kommt TWIN ohne eine zentrale Kontrollinstanz aus. Jeder Teilnehmer entscheidet selbst, welche Daten er mit welchem Partner teilt, statt sie einem einzelnen Betreiber zu überlassen. Von dieser offenen Datenstruktur profitieren vor allem kleinere Exporteure und Zollbehörden in Entwicklungsländern, die sich bislang keine eigene zentrale Handelsplattform leisten konnten.
Genau dieser Verzicht auf eine zentrale Stelle, die Zugriff auf alle Daten hätte, unterscheidet TWIN von staatlich kontrollierten Handelsregistern. Wer Handelsdaten dezentral statt über eine einzelne Behörde oder Plattform verwaltet, reduziert das Risiko, dass eine einzelne Instanz den Datenfluss kontrolliert oder abschalten kann.
Ob die IOTA TWIN Adoption das Tempo bis 2030 tatsächlich hält, bleibt offen, da die bisherige Ausweitung von acht auf über 30 Länder noch bevorsteht. Fest steht bislang nur der Status in den aktuell aktiven Pilotländern.
Wir berichteten über das Wachstum der IOTA-Handelsinfrastruktur TWIN.




