Banco Santander, Spaniens größte Bank, hat am 29. Juli 2026 erstmals eine Bitcoin-Position offengelegt und reiht sich mit 4,31 Millionen US-Dollar in die institutionelle Bitcoin-Adoption ein. Die SEC-Pflichtmitteilung zeigt zugleich Positionen in Ethereum- und Gold-ETFs.

Banco Santander baut Bitcoin-Position auf

Banco Santander, Spaniens größte Bank, hat am 29. Juli 2026 in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC erstmals eine Bitcoin-Position offengelegt. Das Formular 13F-HR weist für den Stichtag 30. Juni 2026 exakt 129.615 Anteile am iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock aus, im Wert von 4,31 Millionen US-Dollar. Eine frühere Bitcoin-ETF-Position ist in den Quartalsmeldungen der Bank nicht verzeichnet, die institutionelle Bitcoin-Adoption ist damit für Santander ein neuer Schritt.

Dieselbe Mitteilung listet zusätzlich 297.947 Anteile am iShares Ethereum Trust im Wert von 3,54 Millionen US-Dollar sowie eine Position von 1,51 Millionen US-Dollar im iShares Gold Trust. Gemessen am gesamten US-Aktienportfolio der Bank von rund 16 Milliarden US-Dollar macht die IBIT-Position lediglich 0,027 Prozent aus.

Spaniens Großbank investiert 4,3 Millionen in Bitcoin

Institutionelle Investmentmanager mit mehr als 100 Millionen US-Dollar verwaltetem Vermögen müssen ihre US-Aktienbestände nach US-Recht binnen 45 Tagen nach Quartalsende in einer 13F-Pflichtmitteilung offenlegen. Genau darüber ist die Bitcoin-Position von Santander erst öffentlich geworden, eine gesonderte Ankündigung der Bank gab es nicht.

IBIT ist seit seinem Start 2024 der mit Abstand größte Spot-Bitcoin-ETF in den USA und dient zahlreichen Banken als bevorzugter Zugang zu Bitcoin ohne eigene Verwahrung. Dass ausgerechnet Santander, eine der größten Banken der Eurozone, diesen Weg wählt, zeigt, wie die institutionelle Bitcoin-Adoption zunehmend auch europäische Häuser erreicht. Auffällig bleibt die geringe Größe der Position im Verhältnis zum Gesamtportfolio, verglichen mit deutlich größeren Engagements anderer US-Investmentmanager.

Institutionelle Bitcoin Nachfrage erreicht den Bankensektor

Für deutsche Anleger zeigt der Fall vor allem eines: Bitcoin wird im Bankensektor zunehmend als reguläre Portfolio-Position behandelt, nicht mehr als Randerscheinung. Die institutionelle Bitcoin-Adoption verläuft dabei in kleinen, überprüfbaren Schritten statt in großen Ankündigungen. Ob Santander die Position hält, aufstockt oder wieder abbaut, lässt sich aus einer einzelnen Quartalsmeldung nicht ablesen. Wir berichteten über ein ähnliches Engagement der kanadischen Nationalbank.

Dass eine systemrelevante Bank mit rund 16 Milliarden US-Dollar US-Aktienvermögen überhaupt Bitcoin-Exposure meldet, verändert die Ausgangslage: Kapital fließt hier bewusst in ein Gut mit programmatisch fixierter Obergrenze von 21 Millionen Einheiten, nicht in beliebig vermehrbare Bankeinlagen. Offen bleibt, ob weitere europäische Großbanken diesem ersten Schritt in den kommenden Quartalen folgen.

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