Die Bitcoin Infrastruktur wächst laut Bloomberg-Analyst Eric Balchunas schneller als die von Gold-ETFs: Bitcoin-Fonds könnten das Gold-Vermögen binnen drei bis fünf Jahren verdreifachen. Aktuell verwalten US-Bitcoin-ETFs bereits rund 120 Mrd. US-Dollar.
Warum Bitcoin ETFs Gold-Produkte verdrängen könnten
Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas hat am Mittwoch, den 17. September 2026, eine Prognose zur Bitcoin Infrastruktur vorgelegt. US-Bitcoin-ETFs könnten das verwaltete Vermögen von Gold-ETFs binnen drei bis fünf Jahren um das Dreifache übertreffen. Grundlage ist das bisherige Wachstumstempo der Fonds seit ihrem Start Anfang 2024.
Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verwalten nach Balchunas‘ Angaben bereits rund 120 Mrd. US-Dollar, nach kumulierten Nettozuflüssen von über 38 Mrd. US-Dollar seit dem Marktstart. Damit liegt die Bitcoin Infrastruktur bereits nahe am Vermögen der etablierten Gold-ETFs, für deren Aufbau die Anbieter mehr als ein Jahrzehnt benötigten. Balchunas zählt die Produkte laut eigener Einschätzung zu den erfolgreichsten Fondseinführungen der Branchengeschichte.
Jüngere Generationen wählen Bitcoin statt Gold
Balchunas nennt für seine Prognose drei Gründe. Erstens ziehe Bitcoin systematisch jüngere Anleger an, während Gold vor allem bei älteren Jahrgängen als Absicherung gilt. Mit dem laufenden Generationswechsel beim Vermögen verschiebe sich die Nachfrage strukturell zugunsten von Bitcoin.
Zweitens werde Bitcoin von institutionellem Kapital stärker genutzt, sobald Volatilität und Korrelation zu Aktienmärkten weiter sinken. Das mache die Bitcoin Infrastruktur für Pensionsfonds und Vermögensverwalter zunehmend handhabbar. Drittens verfügten Anbieter wie der iShares Bitcoin Trust bereits über deutlich mehr Vertriebskraft: Dutzende Wholesaler bewerben Bitcoin-Produkte aktiv, während Gold-ETFs auf ein kleineres Vertriebsnetz setzen.
Bitcoin Infrastruktur: ETF-Anbieter wachsen schneller als Gold-Verwahrer
Die Zahlen unterstreichen das Tempo: Bitcoin-ETFs erreichten ihr aktuelles Volumen von rund 120 Mrd. US-Dollar in etwa 18 Monaten. Gold-ETFs benötigten für ein vergleichbares Niveau mehr als zehn Jahre. In kurzer Zeit hat sich die Bitcoin Infrastruktur rund um Verwahrung, Handel und Vertrieb damit etabliert, während etablierte Gold-Verwahrer ihre Strukturen über Jahrzehnte aufgebaut haben.
Ob sich die Prognose bestätigt, hängt vor allem davon ab, ob institutionelles Kapital sein Engagement in den kommenden Jahren tatsächlich ausweitet. Anders als die variable Fördermenge von Gold bleibt die Bitcoin-Obergrenze von 21 Mio. Einheiten fest im Protokoll verankert.
Offen bleibt, wie schnell sich das gestiegene Interesse jüngerer Anleger in messbaren Zuflüssen niederschlägt. Bis dahin bleibt Balchunas‘ Dreifach-Prognose eine Erwartung, keine feststehende Entwicklung.
Wir berichteten über die Entwicklung der Bitcoin-ETF-Zuflüsse in den vergangenen Monaten.





